Gartengestaltung

Mit Laub gestalten Teil 2: Schattige Partien

2. August 2020

In halbschattigen und schattigen Bereichen beleben gut ausgewählte Blattkombinationen besonders, denn Blätter spielen hier eine größere Rolle als Blüten. Es gibt zahlreiche Blattschmuckstauden, die sich in diesen lichtärmeren Situationen wohlfühlen.

– Helle Blätter oder Blätter mit hellen Anteilen bringen Licht in schattige Partien.
– Im Schatten nehmen unsere Augen anders wahr: dunkle Töne erscheinen dunkler, hellere Farben treten mehr hervor. Um schattige Bereiche interessant zu gestalten, sind helle Blätter neben dunklen wirkungsvoll. Panaschiertes Laub (solches mit verschiedenen Farben) wirkt besonders effektiv, weil es schon einen Hell-Dunkel-Kontrast in sich trägt.
– Dunkelrotes oder fast schwarzes Laub muss besonders im Schatten mit Bedacht eingesetzt werden: aus der Ferne wirken größere Flächen, vor allem, wenn sie sich nicht vom Mulch abheben, wie leere Stellen im Beet.

Die Gestaltungsprinzipien aus Teil 1 gelten genauso für schattige Pflanzungen.
Schreibt mir doch ganz unten in die Kommentarfunktion, welche Laubkombinationen euch die liebsten für schattigere Bereiche sind!

Japanischer Regenbogenfarn (Athyrium niponicum "Metallicum") und Funkie (Hosta "El Nino")
Japanischer Regenbogenfarn (Athyrium niponicum „Metallicum“) und Funkie (Hosta „El Nino“)

Funkie und Farn bringen mit ihren hellen Blattanteilen Licht in die Pflanzung. Grobes Funkienblatt und feiner Farn passen gut zusammen.

Mosaik aus verschiedenen Blattformen und -farben
Ein Mosaik aus verschiedenen Blattformen und -farben

Die Funkie (Hosta „El Nino“) gedeiht hier mit der grasähnlichen Gold-Segge (Carex „Evergold“), Schaumglöckchen (x Heucherella „Stoplight“) und den runden glänzenden Blättern der Haselwurz (Asarum europaeum) neben dem Weichen Frauenmantel (Alchemilla mollis).

Schirmblatt (Diphylleia cymosa) und Pfauenradfarn (Adiantum pedatum)
Schirmblatt (Diphylleia cymosa) und Pfauenradfarn (Adiantum pedatum)

Das aus Nordamerika stammende Schirmblatt und der Pfauenradfarn haben einen ähnlichen Grünton. Sie wirken trotzdem nicht langweilig nebeneinander, denn ihre Blattformen und -texturen könnten kaum gegensätzlicher sein: das Schirmblatt wirkt durch die kräftigen Blattnerven wie gequiltet und hat einen regelmäßig gezackten Rand; der Farn hat feine, rund angeordnete Wedel und dunkle Stiele.

Buntblatt-Knöterich (Persicaria microcephala "Red Dragon"), Schaublatt (Rodgersia), Formschnitt-Eibe (Taxus baccata)
Der rotlaubige Buntblatt-Knöterich (Persicaria microcephala „Red Dragon“) ist hier farblich der Star, dennoch können das Schaublatt (Rodgersia) und der Farn mit ihren prägnanten Blattformen und -texturen gut mithalten. Die Formschnitt-Eibe (Taxus baccata) vorn rechts gibt auch im Winter Struktur.
Fiederblättriges Schaublatt (Rodgersia pinnata "Chocolate Wings"), bläulichen Funkie (Hosta) mit grünem Rand

Das fiederblättrige Schaublatt (Rodgersia pinnata „Chocolate Wings“) ist im Austrieb schokobraun und hat stark strukturiertes Laub. Es hebt sich deutlich von der bläulichen Funkie (Hosta) mit grünem Rand ab.

Verschiedene Funkien (Hosta) und Elfenblume (Epimedium)
Verschiedene Funkien (Hosta) und Elfenblume (Epimedium)

Verschiedene Funkien passen durch die gleiche oder ähnliche Blattform zusammen, unterscheiden sich aber durch unterschiedliche Farben, Ränder und Blatttexturen.

Regenbogenfarn  (Athyrium niponicum "Metallicum") und Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna)
Regenbogenfarn (Athyrium niponicum „Metallicum“) und Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna)

Nach der Blüte im Frühjahr bildet das Frühlings-Gedenkemein einen gleichmäßig hellgrünen Hintergrund für den Regenbogenfarn. Gut eingewachsen lässt es praktisch keine Wildkräuter durch.

Hosta "June Fever" und Schwarzer Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus "Nigrescens")
Hosta „June Fever“ und Schwarzer Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus „Nigrescens“)

Das leuchtende Gelbgrün der Funkie wirkt inmitten des Schwarzen Schlangenbarts noch kräftiger.

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