Pflanzenporträts

Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites)

15. März 2020
Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites) in Blüte
Die Walzen-Wolfsmilch in voller Blüte

Die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist im Mittelmeerraum heimisch.

Sie ist eine immergrüne horstbildende Staude. Die walzenförmigen Triebe sind niederliegend und mit blaugrünen, fleischigen Blättern spiralförmig besetzt. Das ovale Laub ist außen zugespitzt.

Von März bis Mai zeigen sich an den Triebspitzen kleine gelbe, unscheinbare Blüten. Sie sind umgeben von gelbgrünen Hochblättern, die weit durch den Frühlingsgarten leuchten.

Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites) Struktur
Auch außerhalb der Blütezeit ist die Euphorbia myrsinites attraktiv und sorgt das ganze Jahr für Struktur.
Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites) mit Raureif
Die Walzen-Wolfsmilch vom Frost überhaucht

Die Walzen-Wolfsmilch ist genügsam: sie fühlt sich auf nährstoffarmen, trockenen und durchlässigen Böden in der Sonne wohl. Am richtigen Standort machen ihr weder Krankheiten noch Schädlinge zu schaffen, Schnecken interessieren sich nicht für sie. Die Staude ist winterhart.

Euphorbia myrsinites eignet sich mit ihrem kissenartigen Wuchs als Bodendecker im Vordergrund von Stein- und Kiesgärten, Beeten, zur Dachbegrünung und für Tröge. Sie kann Wegränder begleiten und über Trockenmauern wachsen.

Der weiße Milchsaft der Wolfsmilchgewächse ist giftig und kann zu Hautreizungen bis hin zu Verätzungen führen, deshalb ist es ratsam, bei der Pflege der Pflanze Handschuhe zu tragen.

Die Walzen-Wolfsmilch kann durch Teilung oder über Stecklinge vermehrt werden und sie samt sich aus.

Was passt zur Walzenwolfsmilch?

Schöne Kombinationen schafft ihr mit anderen Frühjahrsblühern wie der Netzblattschwertlilie (Iris reticulata), der zarten Wildtulpe 'Lilac Wonder' (Tulipa 'Lilac Wonder') , Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum) und Blaukissen (Aubrieta x cultorum). Das blaugrüne Laub passt gut zum feinen Laub des Blauschwingels (Festuca glauca) und kontrastiert mit der kleinen rotlaubigen Teppich-Fetthenne 'Fuldaglut' (Sedum spurium 'Fuldaglut').

Auf einen Blick
Blütezeit: März bis Mai
Licht: volle Sonne
Boden: durchlässig, trocken, nährstoffarm
Höhe: 15-25 cm
Breite: 45 cm
Sonstiges: Bienenweide
Pflege: Nach der Blüte sollten die Triebe bodennah zurückgeschnitten werden. So treibt die Pflanze bald wieder kräftig durch und ziert mit ihrem Laub das ganze Jahr über.

Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites) mit Narzisse "Thalia"
Euphorbia myrsinites mit der Engelstränen-Narzisse 'Thalia' und dem Laub einer Taglilie (Hemerocallis) und einer Pfingstrose
Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites) mit Kissenprimel (Primula pruhoniciana)
Walzen-Wolfsmilch mit Kissenprimeln (Primula x pruhoniciana)

Eine weitere Kombination mit der Walzen-Wolfsmilch findet ihr hier.

2 Kommentare

  • Antwort Beate Kaiser 13. September 2022 at 13:15

    Liebe Susanna,
    die Walzenwolfsmilch ist ein "muss" in meinem Garten. Gerne auch mitsamt ihren Schwestern. Ich liebe einfach das frische Grün im Frühling. Und ich mag es auch, wenn sie sich an der einen oder anderen Stelle selbst versamt oder auch mal in einer Pflasterfuge aufgeht.
    Dein Hinweis, vorsichtig mit ihr umzugehen, ist sehr wichtig und sollte ernst genommen werden. Vor einigen Jahren habe ich die verblühten Triebe ohne Handschuhe abgeschnitten. Der weiße Milchsaft spritze nur so um sich. War mir aber egal, denn mir macht ja sowas nix aus … dachte ich. Eine halbe Stunde später fing das Gesicht um den Mund herum zum Brennen an und schwoll an. Das ganze breitete sich bis zu den Augen aus. Das hatte zur Folge, dass ich nachts noch in die Klinik fuhr und mit Cortison behandelt wurde. Einige Tage später schälte sich im ganzen Gesicht die Haut. Seitdem bin ich sehr vorsichtig und arbeite fast nur noch mit Handschuhen im Garten.
    Die Pflanze gibts trotzdem noch … ich habe ihr verziehen 🙂
    Liebe Grüße
    Beate

    • Antwort Susanna 13. September 2022 at 13:30

      Liebe Beate,
      so eine Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Ich gehe gern mit einer Tasse Tee durch den Garten und zupfe hier und da im Vorbeigehen. Einmal habe ich dabei etwas von der Wolfsmilch abgebrochen und der Saft ist anscheinend an die Tasse geraten. Die Folge war ein scharfer Geschmack im Mund und einige rote, heiße Pusteln im Gesicht. Zum Glück schwoll alles nach gründlichem Abwaschen und Mund ausspülen bald wieder ab. Bei dir war es ja heftig! Die Freude an der Pflanze lassen wir uns davon nicht verderben …
      Liebe Grüße
      Susanna

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