Pflanzenporträts

Winterjasmin

10. Dezember 2020
Die leuchtend gelben Blüten des Winterjasmins
Die leuchtend gelben Blüten des Winterjasmins

Winterjasmin bringt strahlendes Gelb in den Garten in einer Zeit, in der Farbe sonst so rar ist!

Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und stammt aus China. Er ist ein wüchsiger, laubabwerfender Kletterstrauch, der den Garten von Dezember bis März mit seinen leuchtend gelben Blüten schmückt. Sie bilden einen kräftigen Kontrast zu den dunkelgrünen, zur Blütezeit blattlosen Zweigen. Obwohl der Name „Jasmin“ dies nahelegt, duften die Blüten nicht. Die dunkelgrünen Blätter sind gegenständig und aus je drei ovalen, glattrandigen Blättchen zusammengesetzt.

Der Strauch bildet lange gebogene Triebe aus, die besonders gut wirken, wenn sie von einer Mauer oder über den Rand eines großen Pflanzgefäßes herabhängen. Als Strauch wächst der Winterjasmin bis etwa 1,20 m hoch. Als Kletterpflanze an einer Rankhilfe gezogen erreicht er eine Höhe von 3 m und kann Mauern und Spaliere begrünen.

Die langen Zweige des Winterjasmins hängen von einer Mauer herunter
Die langen Zweige hängen hier von einer Mauer herunter. Die hellbraunen Zweige sind ältere, die grünen junge Triebe.

Wo die Zweige den Boden berühren, bilden sich neue Wurzeln. So verbreitet sich die Pflanze, wenn sie ungestört wachsen kann. Dadurch eignet sich der Winterjasmin zur Befestigung und Begrünung von Flächen an einem Hang. Jasminum nudiflorum ist ein Flachwurzler. Deshalb lassen sich frisch bewurzelte Triebe relativ leicht aus dem Boden ziehen.

Winterjasmin blüht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, wächst jedoch auch im Schatten. An den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche. Der Strauch ist winterhart. Die Blüten können bei Frost erfrieren, es bilden sich aus den noch ungeöffneten Knospen jedoch immer wieder neue Blüten nach.
Damit ihr die Blüten im Winter genießen könnt, sollte der Strauch in der Nähe des Hauseingangs stehen oder an einer Stelle im Garten, die man vom Fenster aus sieht. Bei uns steht er vor dem Wohnzimmerfenster und leuchtet auch an trüben Wintertagen zu uns herein.

Verwechselt wird der Winterjasmin manchmal mit der Forsythie, die mit ihm verwandt ist und auch zur Familie der Ölbaumgewächse gehört. Sie blüht aber erst im März, selten in milden Wintern an geschützten Stellen schon im Februar.

Blütezeit: Dezember bis März
Licht: volle Sonne bis Halbschatten, toleriert Schatten, blüht aber dort weniger
Höhe und Breite: s.o.
Boden: gern nährstoffreich und frisch, aber recht anspruchslos
Wurzel: Flachwurzler
Pflege: Beim Winterjasmin schneidet man nach der Blüte die abgeblühten Zweige zurück, denn er blüht an jungen Zweigen. An älteren Pflanzen schneidet man ein Viertel der alten Triebe bis zum Boden zurück.

Partner:
Zum Winterjasmin passen immergrüne Sträucher wie Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus) oder die Orangenblume (Choisya ternata). Die bodendeckende Kriechspindel (Euonymus fortunei) „Emerald and Gold“ ist gelbgrün panaschiert und nimmt damit die Blütenfarbe des Winterjasmins wieder auf. Sie sollte allerdings nicht direkt neben dem Winterjasmin stehen, sondern getrennt durch eine einfarbig immergrüne Pflanze, damit sich kein unruhiges Bild ergibt.
Gute Partner für den winterlichen Garten sind auch winterblühende Sträucher wie die Zaubernuss (Hamamelis) oder der Winterduftschneeball (Viburnum bodnantense „Dawn“) mit rosa-weißen duftenden Blüten. Außerdem passt der Winterjasmin zu Gehölzen mit interessanter Rinde wie Zimtahorn (Acer griseum) oder Birken und zu Hartriegeln mit farbigen Ästen wie z.B. Gelbholziger Hartriegel (Cornus sericea „Flaviramea“) oder Roter Hartriegel „Midwinter Fire“ (Cornus sanguinea „Midwinter Fire“).
Zwiebelblüher wie der weiße Schneestolz (Chinodoxa luciliae „Alba“) oder Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) bringen weitere Blüten ins Beet.

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