Pflanzenkombinationen

Juli: Bärenklau, Ziersalbei und Goldgarbe

16. Juli 2020
Balkan-Bärenklau, Zartes Federgras, Goldgarbe und Steppensalbei
Balkan-Bärenklau, Zartes Federgras, Goldgarbe und Steppensalbei

Eine Kombination für ein sonniges Beet, die mir auf der Gartenschau in Bad Lippspringe sofort ins Auge fiel.
Alle diese Pflanzen mögen einen durchlässigen, trockenen Boden, der wenig nährstoffreich ist. Der Bärenklau allerdings bevorzugt frischen nahrhaften Boden. (s. unten) Ich bin gespannt, wie lange sich die Pflanzen hier miteinander wohlfühlen …
Der Steppensalbei (Salvia nemorosa „Caradonna“) blüht im Juni und Juli und nach einem Rückschnitt noch einmal im September. Hier ist er fast verblüht, hat aber mit den verbleibenden Blüten und durch seine dunklen Blütenstiele noch immer Farbe. Der Balkan-Bärenklau (Acanthus hungaricus) setzt mit seinen großen, kräftigen Blütenkerzen im Juli und August einen starken aufrechten Akzent. In seinem Blütenstand kontrastieren die weißen, rosa überhauchten Blüten auffällig mit ihren violetten Hauben, die das Violett des Ziersalbeis aufgreifen. Einen schönen Farb- und Formkontrast dazu bilden die blassgelben flachen Dolden der Goldgarbe (Achillea filipendulina-Hybride), die ebenfalls im Juni und Juli blühen und nochmals im September. Umschmeichelt wird das Trio vom Zarten Federgras (Stipa tenuissima), dessen wogende Halme zusammen mit den Samenständen der Goldgarbe und des Bärenklaus auch im Winter attraktiv sind.
Steppensalbei und Goldgarbe ziehen Bienen und andere Insekten an.

Weitere Partner:
Die Hohe Fetthenne (Hylotelephium telephium), die ebenfalls auf dem Bild zu sehen ist, passt auch vor der Blüte schon gut dazu, bereichert die Gruppe ab August mit ihren Blüten und ziert auch im Winter mit ihren Samenständen. Der Purpursalbei (Salvia officinalis „Purpurascens“) greift mit seinem purpur-violetten Laub die violetten Blüten auf und erdet das Ganze mit seinem kompakten, etwas niedrigeren Wuchs. Seine blauvioletten Blüten ziehen im Juni und Juli ebenfalls die Insekten an. Schön dazu wäre auch der Kugellauch (Allium sphaerocephalon) dessen ovale Blüten im Juni auf langen schmalen Stielen durch das Beet zu tanzen scheinen und sich im Juli von grün nach purpur verfärben.

Balkan-Bärenklau (Acanthus hungaricus)

Der Balkan-Bärenklau (Acanthus hungaricus) ist eine horstbildende Staude mit großen, tief eingeschnittenen Blättern und hohen Blütenkerzen mit weißen, rosa überhauchten Einzelblüten unter violetten Hauben von Juni bis August. Sonne bis Halbschatten; Höhe 60-100 cm, Breite 70 cm; durchlässiger, frischer und nahrhafter Boden; winterhart. Gut eingewachsen kommt er mit Trockenheit zurecht.

Goldgarbe 
(Achillea Filipendulina-Hybride )

Die Goldgarbe z.B. „Hella Glashoff“ (Achillea Filipendulina-Hybride „Hella Glashoff“) ist eine aufrecht wachsende Staude mit feinem, farnähnlich gefiedertem Laub und winzigen, blassgelben Blüten in flachen Dolden im Juni/Juli und September. Volle Sonne; durchlässiger Boden; Höhe 60 cm, Breite 45 cm; winterhart.

Das Zarte Federgras (Stipa tenuissima)

Das Zarte Federgras (Stipa tenuissima) ist ein horstbildendes Gras mit anmutig überhängenden feinen Halmen und fedrigen, hell cremefarbenen Blütenständen im Juli/August. Wo es ihm zusagt, sät es sich aus. Es zieht auch im Winter nicht ein.Volle Sonne; Höhe 30-50 cm, Breite 30-40 cm; winterhart (Z 7).

Steppensalbei "Caradonna" (Salvia nemorosa "Caradonna")

Der Steppensalbei „Caradonna“ (Salvia nemorosa „Caradonna“) ist eine horstbildende Staude mit kurzen ovalen, vorn zugespitzten rauen, aromatischen Blättern und kräftig violetten kleinen Lippenblüten im Juni und September, die kerzenförmig an aufrechten Stielen angeordnet sind. Diese Sorte hat auffällig dunkle Stiele. Volle Sonne; Höhe 50-60 cm, Breite 35-40 cm; winterhart

Pflege:
Im Frühling werden Steppensalbei, Goldgarbe und Bärenklau zurückgeschnitten. Der Bärenklau freut sich im Frühling über etwas Kompost. Der Steppensalbei kann nach der ersten Blüte zurückgeschnitten werden (Remontierschnitt s.o.), um einen weitere Blütenschub anzuregen. Er mag es, wenn man ihn alle drei bis vier Jahre aufnimmt und teilt.
Auch die Goldgarbe sollte in diesem Rhythmus geteilt werden, sonst verabschiedet sie sich schnell aus dem Garten. Sie möchte keinen nährstoffreichen Boden, sie ist nur auf kargem Boden standfest.
Das Zarte Federgras wird nicht geschnitten, hier entfernt man nur abgestorbene Halme im Frühjahr.
Wichtig ist vor allem, dass Wasser gut abziehen kann, denn Staunässe schadet den Pflanzen.

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