Pflanzenporträts

Zimtahorn

13. November 2020

Ein kleiner Baum mit roter Herbstfärbung und attraktiver Rinde, die besonders im Winter eine Zierde ist.

Zimtahorn im Schaugarten der Gärtnerei Noack in Gütersloh
Zimtahorn im Schaugarten der Gärtnerei Noack in Gütersloh

Der Zimtahorn (Acer griseum) ist ein kleiner laubabwerfender Baum, der oft mehrstämmig wächst. Er ist das ganze Jahr über attraktiv. Die Äste wachsen aufrecht, und er hat eine ovale bis rundlich ovale Form. Er wächst langsam: im Alter von 10 Jahren ist er etwa 4 m hoch und 2 m breit, im Alter von 20 Jahren bis 6 m hoch und 3 m breit. Damit passt er gut in kleine Gärten.
Im April und Mai trägt er kleine gelbe Blüten. Das Laub ist dreigeteilt und treibt spät aus. Es färbt sich im Herbst in brillanten Gelb-, Orange- und Rottönen.
Gepflanzt wird er aber vor allem wegen seiner besonderen Rinde. Sie hat warme zimtrote bis braune Töne und schält sich in papierähnlichen, dünnen Schichten ab. Sie hängt in wie Locken gedrehten Fetzen am Stamm und den älteren Ästen und gibt den Blick auf die darunter liegende jüngere Borke frei. Dort, wo die Rinde noch intakt ist, ist sie glatt und glänzend.
Der Zimtahorn eignet sich als Solitärbaum und sollte dort gepflanzt werden, wo seine Borke im Winter gut zur Geltung kommt und vom Haus aus gesehen wird. Er passt in den Vordergrund von Gehölzgruppen, in gemischte Rabatten und in Pflanzungen, bei denen der Winteraspekt im Vordergrund steht.
Acer griseum gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) und stammt aus China.
Er gedeiht in der vollen Sonne und im Halbschatten. An einem sonnigen Standort färbt sich sein Laub am intensivsten und die Rinde glänzt besonders schön.
Der Zimtahorn wächst auf jedem nicht zu trockenen, gut durchlässigen Boden, bevorzugt aber leicht saure Böden.

Die Rinde des Zimtahorns leuchtet im Sonnenschein
Die Rinde des Zimtahorns leuchtet im Sonnenschein
Die Blätter des Zimtahorns haben eine hübsche dreiteilige Form
Die dreiteiligen Blätter haben eine hübsche Form
Das Herbstlaub des Zimtahorns (Acer griseum)
Rotes Herbstlaub mit Orangeanteilen

Blütezeit: April bis Mai
Licht: volle Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig, nicht zu trocken, bevorzugt leicht sauren Boden
Höhe: im Alter von 20 Jahren: 6 m
Breite: bis 3 m
Sonstiges: rote Laubfärbung im Herbst, attraktive Rinde
Pflege: Ein Schnitt ist nicht erforderlich.

Partner:
Da der Zimtahorn am besten in Einzelstellung zur Geltung kommt, gefällt er mir am besten unterpflanzt mit Stauden und Zwiebelpflanzen und mit kleineren Sträuchern.
Stauden mit schöner Herbstfarbe, sind die Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) und der Blausternbusch (Amsonia tabernaemontana). Beide blühen im Juni und Juli, die Dreiblattspiere in weiß oder rosa und der Blausternbusch in einem hellen Blau. Für Blütenschmuck im Winter passen Astern und winterharten Chrysanthemen dazu. Weiße oder rote Lenzrosen (Helleborus orientalis-Hybriden) blühen von Februar bis April, passen gut zur zimtbraunen Rinde und haben attraktives Laub, das auch im Winter grün ist.
Zaubernuss (Hamamelis) mit gelbem bis orangerotem Herbstlaub und Federbuschsträucher (Fothergilla) mit orangeroter Blattfärbung sind passende Gehölze. Hartriegel mit farbigen Zweigen wie der Sibirische Hartriegel (Cornus alba „Sibirica“) mit roten Trieben, die nach dem Abfallen des Laubes gut zu sehen sind, sind eine gute Ergänzung zu der warm braunen Rinde im Winter. Außerdem kann der Zimtahorn gut mit Winterheide (Erica carnea) unterpflanzt werden, die im Februar bis März blüht.
Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen und Blausternchen (Scilla siberica) sind eine schöne Ergänzung im späten Winter und Frühling, im Herbst passt die Herbstzeitlose (Colchicum) dazu.


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