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Vorher-nachher: ein kleines Beet mit Felsenbirne

1. Juni 2020
Beet mit der Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

So sah das Beet mit der Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) einmal aus. Die Beetfläche ist im Verhältnis zum Strauch viel zu klein und unproportioniert und wirkt ganz verloren im Rasen.
Die Herbstfärbung des Strauches bereichert den Garten aber auf jeden Fall. Und der Storchschnabel (Geranium „Rozanne“) zu seinen Füßen darf auch gern bleiben.


Beet neu anlegen, umgestalten
Das Beet während des „Umbaus“

Der Garten fällt an dieser Stelle ab. Damit das Beet ebener ist und Regenwasser nicht so schnell abfließt, wird es mit den gleichen Natursteinen gefasst, die im Garten schon vorhanden sind und am Ende etwas angehoben. Es wird vergrößert und die Ränder orientieren sich an dem daneben liegenden Beet.
Zur Trichterform der Kupfer-Felsenbirne passt der Zwerg-Federbuschstrauch (Fothergilla x media „Blue Shadow“), der hier seine herbstliche Laubfärbung zeigt. Beide Sträucher haben neben der Herbstfärbung im Frühling Blüten, die Insekten anziehen. Die Felsenbirne ist mit ihren Beeren im Juni ein Vogelnährgehölz und die Fothergilla hat attraktives bläuliches Laub.
Außerdem kamen ein Polsterphlox (Phlox subulata), ein Lampenputzergras (Pennisetum „Hameln“), Bergenien (Bergenia „Pink Dragonfly“) und ein Tuff Iris dazu. Mit den immergrünen Bergenienblättern, dem Gras und den schwertförmigen Irisblättern bekam das Beet viel Struktur für das ganze Jahr. Der Storchschnabel blüht den ganzen Sommer bis zum Frost.
Für den Frühling kamen noch Zwiebeln der kleinen Sterntulpen (Tulipa tarda) und Sommerknotenblumen (Leucojum aestivum) dazu, die mit den Bergenien im April und Mai blühen, die Sommerknotenblume sogar noch etwas länger.

Beet im Frühling mit Zwerg-Federbuschstrauch, Fothergilla "Blue Shadow"
So sieht das Beet im Frühling aus
Zwerg-Federbuschstrauch, Fothergilla "Blue Shadow"
Schön wirken die Bergenien, die noch ihr rotes Winterlaub strahlen lässt, Iris und Fothergilla im Gegenlicht. Im Hintergrund treibt das Lampenputzergras „Hameln“ mit seinen weichen, frischgrünen Halmen aus.
Clematis "Warszawska Nike", Beeren der Felsenbirne, Kombination
Die „zweite Blüte“ der Felsenbirne

Mein persönliches Highlight in diesem Beet ist aber, wenn die Clematis „Warszawska Nike“, die in die Felsenbirne klettert, blüht. Sie hat die gleiche Farbe wie deren Beeren, wenn sie im Juni reif sind und zusammen sehen sie ganz bezaubernd aus. – Zumindest so lange, bis die Amseln die Früchte geerntet haben und das geht meistens ziemlich fix. Aber es sei ihnen gegönnt, dafür machen sie uns eine Freude mit ihrem Morgen- und Abendkonzert …

Herbstbeet, Bergenie, Iris, Fothergilla "Blue Shadow"
Herbststimmung

Im Herbst färben sich wieder die beiden Sträucher, der Storchschnabel blüht bis zum Frost und das Lampenputzergras hat kleine flauschige Blütenähren. Die Bergenie hat hier noch kräftig grüne Blätter.

Selbst im Winter hat das Beet etwas zu bieten: die Bergenie hat bis zur Blüte im Frühjahr ihr rotes Laub, der Polsterphlox bleibt grün und das Pennisetum sieht auch noch gut aus, wenn es längst trocken und gelblich geworden ist. (s. Bitte stehenlassen!)

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2 Kommentare

  • Antwort Katharina 23. November 2020 at 11:26

    Hallo, eine echt tolle und gelungene Kombination.
    Und eine tolle Inspiration. Vielen Dank

    • Antwort Susanna 23. November 2020 at 13:35

      Hallo Katharina, wie schön, dass dir die Beetidee gefällt! Sie ist pflegeleicht und langlebig und sie macht mir auch nach Jahren noch Freude. Vielleicht kannst du sie so oder ähnlich umsetzen?

    Bitte hinterlassen Sie eine Antwort