Pflanzenporträts

Gelber Sonnenhut

10. Juli 2020
Rudbeckia fulgida var. sullivantii "Goldsturm" im botanischen Garten Gütersloh
Rudbeckia fulgida var. sullivantii „Goldsturm“ im botanischen Garten Gütersloh

Der Gelbe Sonnenhut aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) kommt aus Nordamerika.
Er ist eine horstbildende Staude mit dunkelgrünen ovalen Blättern. Ihre Oberfläche ist rau, behaart und durch die Blattnerven stark strukturiert.
Von August bis Oktober leuchten die Blüten, deren kräftig gelbe, strahlenförmige Blütenblätter um schwarzbraune kegelförmige Zentren herum angeordnet sind. Sie stehen auf aufrechten Stängeln.

Rudbeckia "Goldsturm" wirkt flächig gepflanzt wie purer Sonnenschein
Rudbeckia „Goldsturm“ wirkt flächig gepflanzt wie purer Sonnenschein

Wohl die bekannteste Sorte ist Rudbeckia fulgida var. sullivantii „Goldsturm“. Sie blüht am besten in der vollen Sonne, kommt aber auch im Halbschatten zurecht. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Die Pflanze bevorzugt gleichmäßig feuchten Boden, toleriert es aber, wenn sie eingewachsen ist, wenn etwas weniger Feuchtigkeit vorhanden ist.
Der Sonnenhut ist winterhart.

Die Staude eignet sich für gemischte Staudenpflanzungen und Präriegärten in Gruppen, Drifts oder flächig gepflanzt und als Schnittblume.

Im Frühling oder Herbst kann die Rudbeckia „Goldsturm“ durch Teilung vermehrt werden. Pflanzen, die aus Samen entstehen, haben andere Eigenschaften als die Elternpflanzen.

Partner:
Zum Sonnenhut „Goldsturm“ passen Gräser wie das Lampenputzergras „Hameln“ (Pennisetum alopecuroides „Hameln“) oder das Chinaschilf „Zebrinus“ (Miscanthus sinensis „Zebrinus“) und Hohe Fetthennen wie z.B. „Brilliant“ mit graugrünem oder „Matrona“ mit rotem Laub (Hylotelephium „Brilliant“ und „Matrona“).
Das gleiche Gelb, aber eine andere Blütenform hat die Goldrute, z.B. Solidago rugosa „Fireworks“ mit seitlich überhängenden Rispen.
Ein kräftiger Kontrast entsteht mit dunkel violetten Astern wie der Rauhblattaster (Symphyotrichum novae-angliae „Purple Dome“). Die Bergaster „Sternkugel“ (Aster amellus „Sternkugel“) hat ein zarteres Violett und nimmt mit ihrer gelben Mitte die gelben Blütenblätter des Sonnenhuts wieder auf. Kräftig violett ist auch die Kissenaster „Augenweide“ (Symphyotrichum dumosum „Augenweide“), zartviolett die Kissenaster „Professor Anton Kippenberg“ (Symphyotrichum dumosum „Professor Anton Kippenberg“). Die Kissenastern haben ebenfalls gelbe Mitten, bleiben klein (20-25 cm bzw. 30 cm) und passen in den Vordergrund des Sonnenhutes.

Blütezeit: August bis Oktober
Licht: volle Sonne bis Halbschatten
Boden: nährstoffreich, durchlässig, frisch bis feucht
Höhe: 60-80 cm
Breite: 50 cm
Sonstiges: Insektenweide, Vögel fressen Samen
Pflege: Durch Abschneiden verblühter Blüten könnt ihr die Bildung weiterer Blüten fördern. Den letzten Blütenflor lasse ich als Winterschmuck und für die Vögel stehen und schneide erst im Frühjahr zurück. In Trockenperioden muss die Rudbeckia gegossen werden.

Eine kräftige Farbzusammenstellung mit roter Sonnenbraut, gelbem Sonnenhut und Rutenhirse (Panicum virgatum)
Eine kräftige Farbzusammenstellung mit roter Sonnenbraut (Helenium „Rubinzwerg“) und Rutenhirse (Panicum virgatum) im Hintergrund
Rudbeckia "Goldsturm" mit Quirlblättrigem Mädchenauge (Coreopsis verticillata) im gleichen Gelb, Rosmarin und Perlkörbchen (Anaphalis triplinervis)
Rudbeckia „Goldsturm“ mit Quirlblättrigem Mädchenauge (Coreopsis verticillata) im gleichen Gelb, Rosmarin und Perlkörbchen (Anaphalis triplinervis)

Nach der Blüte sind die Blütenkegel noch lange haltbar und zieren den Garten den Winter hindurch. Ich freue mich immer, wenn die Distelfinken, die ich sonst in unserer Gegend nie sehe, die Blütenstände im Winter besuchen.

Im Gegenlicht wirken die Samenstände besonders schön.
Im Gegenlicht wirken die Samenstände besonders schön.

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