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Ein selbst gebauter Sprudelstein

30. Juli 2020

Selbstgebauter Sprudelstein aus Naturstein
So sieht der fertige Sprudelstein aus

Wasser ist ein wichtiges Element im Garten, das merken wir ganz besonders seit den heißen, trockenen Perioden der letzten Sommer. Aber nicht nur zur Versorgung der Pflanzen und Tiere nützt es uns, Wasser belebt mit seinem Geräusch den Garten und kann eine unangenehme Geräuschkulisse bis zu einer gewissen Lautstärke ausblenden. Vor allem in der Nähe eines Sitzplatzes ist das Plätschern angenehm.
Wir wollten ursprünglich einen Sprudelsteinstein kaufen, konnten aber nichts finden, das uns gefiel und zum Gartenstil passte. So hat mein Mann schließlich einen selbst gebaut. Die Beete und unser zweiter Sitzplatz im Garten sind mit Naturstein eingefasst und was würde besser dazu passen, als ein Quellstein aus dem gleichen Material?

Wie unser Sprudelstein entstanden ist

Zunächst wird ein Loch für das Wasserbecken ausgehoben.

Ein großer Kunststoffkübel wird in den Boden eingelassen. Damit der spätere Kiesbelag sich nicht mit der Erde mischt, wird ein wasserdurchlässiges Vlies ausgelegt und mit breiten Unterlegscheiben und Eisennägeln fixiert. Die Nägel sollen im Boden rosten und sich dadurch verankern.

Ein Kunststoffkübel, im Boden eingelassen

Ein Schwerlastrost liegt auf dem Kübel, darüber wird ein feinmaschiges Metallgewebe gebreitet und fixiert. Die Öffnung ist schon im Rost vorhanden. Durch sie kann die Pumpe eingebracht und zum Winter herausgenommen werden.

Abdeckung aus feinem Metallgewebe

Unten liegen zwei Steine mit etwas Abstand zueinander, durch den Zwischenraum wird später ein Schlauch geführt. Die oberen Steine werden mit einem Steinbohrer durchbohrt. Der Schlauch wird mit einer Pumpe verbunden, die im Kübel steht und von unten durch eines der Gitterquadrate und durch die Bohrungen in den Steinen geschoben. Um die Steine herum wird mit Kies abgedeckt. Die Öffnung für die Pumpe wird nun mit Draht und Metallgewebe bedeckt, damit kein Kies hineinfällt.

Natursteine für den Brunnen

Den restlichen Boden im Beet – auch um die Trittplatten herum- haben wir später auch Kies bedeckt.

Natursteinbrunnen

Ein kleinerer Stein verdeckt das Schlauchende. Wasser kann einfach über den Kies eingefüllt werden. Das Kabel der Pumpe führt durch die Öffnung im Schwerlastrost und kann unter dem Holzdeck in eine Außensteckdose eingesteckt werden. Unsere Steckdose ist vom Wohnraum aus zu schalten, das hat der Installateur praktischerweise so mit vorgesehen.

Das Wasser läuft!

Die Lautstärke des Wassers variiert mit dem Wasserstand im Kübel: je tiefer das Wasser fällt, desto lauter gluckert es.
Unser Brunnen ist inzwischen zehn Jahre alt, den Bottich mussten wir bisher nicht reinigen. Wenn das Wasser längere Zeit nicht bewegt wurde, riecht es beim Anschalten der Pumpe unangenehm. Das legt sich aber nach ein paar Minuten.

Wir genießen das leise Plätschern an der Terrasse, und hin und wieder kommt der eine oder andere mutige Vogel ganz nah und trinkt am Brunnen.

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