Querbeet

Dickmaulrüssler

15. März 2020
Buchtenfraß an einer Kriechspindel, Dickmaulrüssler
Buchtenfraß an einer Kriechspindel (Euonymus fortunei „Emerald and Gold“)

Besonders an Pflanzen mit festem immergrünem Laub wie Rhododendron, Lorbeerkirschen oder Kriechspindel kann man oft Fraßspuren des Dickmaulrüsslers erkennen, aber auch Rosen, Hortensien und andere Pflanzen können betroffen sein. Es sind halbrunde Einbuchtungen am Rand der Blätter, die unschön aussehen, der Pflanze aber keinen großen Schaden zufügen. Den Käfer selbst sieht man kaum, denn er ist nachtaktiv. Man kann ihn im Dunkeln mit der Taschenlampe aufspüren.
Die optische Beeinträchtigung ist aber nur die Spitze des Eisbergs: die Larven des Dickmaulrüsslers entwickeln sich im Boden und fressen an den Wurzeln, und dies kann die Pflanze erheblich in ihrem Wachstum beeinträchtigen bis hin zum Absterben.

Eine Möglichkeit, die Zahl der Käfer zu reduzieren, ist, unter den befallenen Pflanzen Tontöpfe, gefüllt mit Holzwolle aufzustellen oder gefurchte Bretter mit den Rillen nach unten auszulegen. Die Käfer verkriechen sich darin und können am Tage eingesammelt werden.
Eine weitere Maßnahme ist, sie schon im Larvenstadium zu bekämpfen. Dazu bringt man sogenannte Nematoden, winzig kleine Fadenwürmer, im Wurzelbereich der Pflanzen aus. Man gibt sie in Wasser und gießt sie um die Pflanzen herum aus, sobald der Boden im Frühjahr (April/Mai) eine Temperatur von 15° Celsius erreicht hat. Zuvor wässert man die Pflanzen gründlich, denn die Nematoden können sich nur im feuchten Boden fortbewegen. Die Nematoden dringen in die Larven ein und töten sie ab. In den folgenden Wochen sollte der Boden weiter feucht gehalten werden, damit die Fadenwürmer aktiv bleiben können. Dieser Vorgang muss im August/September wiederholt werden.
Die Nematoden kann man bei verschiedenen Firmen bestellen.

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