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Mit mehrfarbigen Blättern im Garten gestalten: Panaschierung

29. Mai 2026
Mit panaschierten Blättern gestalten: weiße Borke einer mehrstämmigen Birke, die Blüten des Tränenden Herzens (Lamprocapnos spactabilis) 'Alba' und eine weißrandige Hosta

Ihr Lieben,
heute geht es bei mir mal wieder um Blätter. Wer schon länger meine Beiträge liest, weiß, dass mir hübsches Laub fast genauso wichtig ist wie schöne Blüten. Denn Blüten haben eure Pflanzen nur einige Wochen im Jahr, attraktive Blätter zieren den Garten dagegen während der ganzen Saison und zum Teil auch im Winter.

Mit panaschierten Blättern gestalten: weiße Borke einer mehrstämmigen Birke, die Blüten des Tränenden Herzens (Lamprocapnos spactabilis) 'Alba' und eine weißrandige Hosta
Mit panaschierten Blättern gestalten: weiße Borke einer mehrstämmigen Birke, die Blüten des Tränenden Herzens (Lamprocapnos spactabilis) 'Alba' und eine weißrandige Hosta

Inhalt:
– Was bedeutet "panaschiert"?
– Verschiedenes panaschiertes Blattwerk
– Blätter mit rosa oder violetter Panaschierung
– Mit mehrfarbigen Blättern im Garten gestalten
– Fern- und Nahwirkung von panaschiertem Laub
– Revertieren bei Pflanzen mit Panaschierung
– Einige meiner liebsten panaschierten Pflanzen

Was bedeutet "panaschiert"?

"Panaschiert" nennt man die Blätter von Pflanzen, wenn sie nicht einheitlich grün sind. Sie können hellere bis weiße oder gelbe Bereiche haben. Ein anderer Begriff für "Panaschierung" ist "Variegation". Viele Pflanzen mit buntem Laub haben deshalb den Sortennamen 'Variegata'. ("Panaschiert" kommt vom französischen "panacher" für mischen, "Variegata" vom lateinischen "variegare" für abwechslungsreicher machen oder variieren.)

Panaschierung: weißbunte Blätter des Pagoden-Hartriegels (Cornus controversa) 'Variegata'
Panaschierung: weißbunte Blätter des Pagoden-Hartriegels (Cornus controversa) 'Variegata'

Die Panaschierung entsteht dadurch, dass die helleren Stellen weniger oder gar kein Chlorophyll enthalten. Diese Färbung der Blätter kann durch Mutation entstehen. Dies machen sich Züchter zunutze, um die Vielfalt im Angebot zu erweitern: fällt bei einer normalerweise gleichmäßig gefärbten Pflanze z.B. ein interessanter weißer Rand um das Blatt herum auf, kann diese Pflanze vegetativ (dass heißt nicht durch Saatgut, sondern z.B. durch Stecklinge) weiter vermehrt werden und es entsteht eine neue Sorte.
Helle Stellen an Pflanzen sind nicht immer Panaschierungen; sie können auch durch Viren oder Mangelerscheinungen auftreten.

Verschiedenes panaschiertes Blattwerk

Panaschierungen können als Ränder, Aderungen, Tupfen, Sprenkel und Streifen auftreten. Sie sind meistens weiß, Gelb oder hellgrün.

Ränder

Bei der Stechpalme (Iex aquifolium) 'Argentea Marginata' steckt der helle Rand im Namen. (Vom lateinischen "margo" – Rand).

Panaschierung: die Stechpalme (Iex aquifolium) 'Argentea Marginata' mit hell gerandeten Blättern
Panaschierung: die Stechpalme (Iex aquifolium) 'Argentea Marginata' mit hell gerandeten Blättern

Umgekehrt ist es bei der Gefleckten Taubnessel (Lamium maculatum) 'Pink Chablis' . Ihre schmalen Blattränder sind dunkelgrün und umgeben eine silbrig-weiße Mitte. Sie blüht im Mai/Juni rosa und bildet über Monate eine Nachblüte. Im Halbschatten und Schatten ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für unsere Insekten.

Die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) 'Pink Chablis' hat hübsches Blattwerk mit weißer Panaschierung
Die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) 'Pink Chablis' hat hübsches Blattwerk mit weißer Panaschierung

Aderungen

Die pfeilförmigen Blätter des Italienische Aronstabs (Arum italicum) sind von attraktiven hellen Adern durchzogen:

Panaschierte Blätter: Italienischer Aronstab (Arum italicum)
Panaschierte Blätter: Italienischer Aronstab (Arum italicum)

Sehr dekorativ ist auch das Blattwerk der Marien-Distel (Silybum marianum). Leider ist es auch ausgesprochen stachlig – also keine gute Idee, sie nah an Wege zu pflanzen! Sie wird bis zu zwei Meter hoch und blüht im Juli und August violett.

Marien-Distel (Silybum marianum) mit weiß geadertem Laub
Marien-Distel (Silybum marianum) mit weiß geadertem Laub

Auch das geht umgekehrt: Das Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) 'Jack Frost' hat eine grüne Nervatur auf weißem Grund.

Attraktive Blätter: Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) 'Jack Frost'
Attraktive Blätter: Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) 'Jack Frost'

Sprenkel und Flecke

Die Japanische Aukube oder Metzgerpalme (Aucuba japonica) 'Variegata' hat feine gelbe Sprenkel auf den dunkelgrünen immergrünen Blättern und knallrote Früchte, die sich gut vom Laub abheben:

mmergrüner Strauch mit gesprenkelten Blättern: Japanische Aukube oder Metzgerpalme (Aucuba japonica) 'Variegata'
Immergrüner Strauch mit gesprenkelten Blättern: Japanische Aukube oder Metzgerpalme (Aucuba japonica) 'Variegata'

Das Lungenkraut (Pulmonaria) gibt es in verschiedenen Arten und Sorten, deren Flecke unterschiedlich groß sind.

Panaschierung: Lungenkraut (Pulmonaria) mit weißen Flecken auf den Blättern
Panaschierung: Lungenkraut (Pulmonaria) mit weißen Flecken auf den Blättern

Streifen

Gestreifte Blätter haben oft den Artnamen "striatus" oder "striatum" (vom lateinischen "striatus" – gestreift"). Auf den Blättern des gestreiften Maiglöckchens (Convallaria majalis) sehen die Linien aus wie mit dem Pinsel gezogen:

Maiglöckchen (Convallaria majalis): eine Sorte mit gestreiften Blättern
Maiglöckchen (Convallaria majalis): eine Sorte mit gestreiften Blättern

Auch das Japan-Berggras (Hakonechloa macra) 'Aureola' wirkt durch die Streifen interessanter:

Japan-Berggras (Hakonechloa macra) 'Aureola' mit gelben Streifen
Japan-Berggras (Hakonechloa macra) 'Aureola' mit gelben Streifen

Blätter mit rosa oder violetter Panaschierung

Mehrfarbiges Laub kann auch Rotanteile haben. Diese Färbungen entstehen durch rote Farbstoffe, die in den Pflanzen enthalten sind.
Die Berberitze (Berberis) 'Rose Glow' treibt rot aus und bekommt später eine weißlich rosa Marmorierung.

Rote Panaschierung: Berberitze (Berberis) 'Rose Glow'
Rote Panaschierung: Berberitze (Berberis) 'Rose Glow'

Der Gewürzsalbei (Salvia officinalis) 'Tricolor' hat neben Weiß und Grün auch pink-violett überlaufene Partien:

Mehrfarbige Blätter: Gewürzsalbei (Salvia officinalis) 'Tricolor'
Mehrfarbige Blätter: Gewürzsalbei (Salvia officinalis) 'Tricolor'

Fern- und Nahwirkung von panaschiertem Laub

Je weiter entfernt, desto weniger nimmt unser Auge das Muster einer panaschierten Pflanze wahr, vor allem, wenn die Blätter klein oder die hellen Ränder fein sind. Dadurch wirken panaschierte Blätter mit hohem Gelbanteil von Weitem eher gelb. Weißbuntes Laub wirkt aus der Ferne auch einfarbig, der Farbton hat dann eine pastellige Wirkung.

Die weißbunte Kriechspindel (Euonymus fortunei) 'Emerald Gaiety' ist grün und weiß gemustert und wirkt von Weitem Pastellgrün:

Die gelbbunte Kriechspindel (Euonymus fortunei) 'Emerald and Gold' in unterschiedlichen Entfernungen: aus der Ferne ist kein Blattmuster mehr zu erkennen.

Tipp:
Die buntlaubigen Sorten brauchen meistens etwas mehr Licht als gleichmäßig gefärbte Sorten der selben Art, dies solltet ihr bei der Standortwahl berücksichtigen.

Revertieren bei Pflanzen mit Panaschierung

Achtung:
Buntlaubige Pflanzen bilden oft Triebe mit einfarbigen Blättern aus. Dies nennt man Revertieren oder in die Art zurückschlagen. Diese Triebe haben die Merkmale der Elternpflanze, aus der die panaschierte Form hervorgegangen ist. Sie wachsen kräftiger als die gemusterten Pflanzenteile und sollten herausgeschnitten werden, damit sie nicht überhandnehmen und der mehrfarbige Eindruck verloren geht.
Im Bild unten sieht man bei der Bartblume (Caryopteris x clandonensis) 'Summer Sorbet' mit dem hübschen zweifarbigen Laub auf der linken Seite die revertierten Triebe mit einfarbigen, dunkler grünen Blättern.

Zum Teil ohne Panaschierung: Bartblume (Caryopteris x clandonensis) 'Summer Sorbet' mit revertierten Trieben
Zum Teil ohne Panaschierung: Bartblume (Caryopteris x clandonensis) 'Summer Sorbet' mit revertierten Trieben auf der linken Seite

Mit mehrfarbigen Blättern im Garten gestalten

Panaschierte Pflanzen können durch die auffällige Laubfärbung ein Blickfang zwischen einfarbig grünen Pflanzen sein und Spannung erzeugen. Besonders wenn in einem Beet gerade nichts blüht, sorgen sie für Abwechslung und hübsche Hingucker. Das Kaukasus-Vergissmeinnicht 'Jack Frost' strukturiert mit seinen hellen Blättern als ruhiger Drift zwischen ähnlichen Grüntönen dieses Beet:

Mit mehrfarbigem Laub gestalten: Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) 'Jack Frost' als Drift zwischen einheitliches Grün gepflanzt
Mit mehrfarbigem Laub gestalten: Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) 'Jack Frost'

Panaschierungen wirken besonders gut vor dunklen Hintergründen und können lichtärmere Partien ebenso aufhellen wie gelbgrüne Blätter. Das Japan-Berggras 'Aureola' setzt unter dem lichten Schatten von Bäumen einen freundlichen Akzent:

Japan-Berggras (Hakonechloa macra) 'Aureola' im lichten Schatten von Bäumen
Japan-Berggras (Hakonechloa macra) 'Aureola' im lichten Schatten von Bäumen

Man sollte Panaschierungen jedoch mit Vorsicht dosieren: Setzt man verschiedene panaschierte Pflanzen nebeneinander oder verwendet zu viele davon, wird es leicht zu unruhig.
Haben die Blätter jedoch die gleiche Form, wirken sie trotz unterschiedlicher Muster harmonisch. Die Blattfärbungen der Funkien machen eine Sammlung interessant:

Verschiedene Muster machen die Hosta in einem Topfgarten interessant
Verschiedene Muster machen die Hosta in einem Topfgarten interessant

Schön ist es, wenn Panaschierungen Blüten, Rinden oder Gartenaccessoires in der gleichen Farbe aufgreifen. Hier bilden die weiße Borke einer mehrstämmigen Birke, die Blüten des Tränenden Herzens (Lamprocapnos spectabilis) 'Alba' und der Rand der Hosta ein perfektes Trio:

Mit panaschierten Blättern gestalten: weiße Borke einer mehrstämmigen Birke, die Blüten des Tränenden Herzens (Lamprocapnos spectabilis) 'Alba' und eine weißrandige Hosta
Mit panaschierten Blättern gestalten: weiße Borke einer Birke, Blüten des Tränenden Herzens (Lamprocapnos spectabilis) 'Alba' und eine weißrandige Hosta

Der Weißbunte Hartriegel (Cornus alba) 'Elegantissima' ist ein guter Partner für die weiße Wald-Hortensie (Hydrangea arborescens) 'Annabelle':

Harmonisch: Weißbunter Hartriegel (Cornus alba) 'Elegantissima' und weiße Wald-Hortensie (Hydrangea arborescens) 'Annabelle'
Harmonisch: Weißbunter Hartriegel (Cornus alba) 'Elegantissima' und weiße Wald-Hortensie (Hydrangea arborescens) 'Annabelle'

Der Gelbe Scheinlerchensporn (Pseudofumaria alba) blüht monatelang und nimmt das Gelb in den Blättern der gelbbunten Kriechspindel (Euonymus fortunei) 'Emerald and Gold' wieder auf:

Gelber Scheinlerchensporn (Pseudofumaria alba) und gelbbunte Kriechspindel (Euonymus fortunei) 'Emerald and Gold'
Gelber Scheinlerchensporn (Pseudofumaria alba) und gelbbunte Kriechspindel (Euonymus fortunei) 'Emerald and Gold'

Einige meiner liebsten panaschierten Pflanzen

Zu meinen liebsten panaschierten Pflanzen in unserem Garten gehört auf jeden Fall die Bartblume 'Summer Sorbet' (s.o.).
Zur Zeit macht mir besonders die Sterndolde (Astrantia major) 'Sunningdale Variegated' Freude. Sie treibt gelbbunt aus und vergrünt, wenn im Juni/Juli ihre rosa-weißen Blüten erscheinen. Nach einem Remontierschnitt treibt sie nochmals bunt aus und bildet eine schwächere Nachblüte im September. Sie möchte einen sonnigen bis halbschattigen Platz auf frischem bis feuchtem Boden.

Sterndolde (Astrantia major) 'Sunningdale Variegated' mit farbigem Austrieb
Sterndolde (Astrantia major) 'Sunningdale Variegated' mit farbigem Austrieb

Die Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) 'Variegata' setzt mit ihrem gestreiften Laub besondere aufrechte Akzente. Sie gedeiht bei uns am besten im Magerbeet an einem vollsonnigen Platz.

Besondere Blätter: Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) 'Variegata'
Besondere Blätter: Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) 'Variegata'

Ich würde sie selbst dann pflanzen, wenn sie nicht blühen würde. Dennoch freue ich mich über ihre blau-violetten Blüten im Mai/Juni:

Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) 'Variegata'
Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) 'Variegata'

Noch neu ist in unserem Garten das Salomonssiegel (Polygonatum) 'Striatum' oder 'Grace Baker'. Es wird etwa 50 cm hoch. Die anfangs cremeweißen Streifen, die später reinweiß werden, sehen aus wie gemalt. Es blüht im Mai/Juni, möchte frischen Boden und gedeiht im Halbschatten und im Schatten. Die giftige Staude passt gut an den Gehölzrand.

Hübsches Blattmuster: Salomonssiegel  (Polygonatum) 'Striatum' oder 'Grace Baker'
Hübsches Blattmuster: Salomonssiegel (Polygonatum) 'Striatum' oder 'Grace Baker'

Die Wolfsmilch (Euphorbia characias) 'Tasmanian Tiger' wird etwa 80 cm hoch und hat weiße Blattränder.

Blattschmuckstaude: Wolfsmilch (Euphorbia characias) 'Tasmanian Tiger' mit weißbunten Blättern
Blattschmuckstaude: Wolfsmilch (Euphorbia characias) 'Tasmanian Tiger'

Die unscheinbaren gelben Blütchen werden von grün-weißen Hochblättern gerahmt. Sie mag trockenen Boden und volle Sonne und ist immergrün.

Blüten der Wolfsmilch (Euphorbia characias) 'Tasmanian Tiger'
Blüten der Wolfsmilch (Euphorbia characias) 'Tasmanian Tiger'

Und hätte ich mehr Platz, würde ich den Pagoden-Hartriegel (Cornus controversa) 'Variegata' pflanzen, der mich bei einem Besuch im RHS Garten Wakehurst vor einigen Jahren verzaubert hat. Er wird in England auch Wedding Cake Tree genannt, was seinen malerischen Wuchs in Etagen wunderbar beschreibt. So schließt sich der Kreis, denn sein Laub habe ich euch schon ganz oben gezeigt.

Malerischer Baum mit panaschierten Blättern: Pagoden-Hartriegel (Cornus controversa) 'Variegata' oder Wedding Cake Tree
Malerischer Baum mit panaschierten Blättern: Pagoden-Hartriegel (Cornus controversa) 'Variegata' oder Wedding Cake Tree

Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen.
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, herzliche Grüße
eure Susanna

29 Kommentare

  • Antwort Martina Graw 14. Juni 2020 at 12:20

    Dieser Beitrag hat wieder eine Wissenslücke geschlossen. Jetzt kann ich aufmerksamer durch Natur und auch Gärtnereien gehen.

    • Antwort Susanna 14. Juni 2020 at 20:36

      Die Wirkung von mehrfarbigen Blättern wird uns tatsächlich oft gar nicht bewusst. Erst beim genauen Hinsehen fällt das Muster zwischen all dem anderen Blattwerk auf. Und dann wieder sind da die Blattstars wie das Kaukasus-Vergissmeinnicht 'Jack Frost', dessen Farbenspiel die Aufmerksamkeit auf jeden Fall auf sich lenkt.
      Liebe Grüße,
      Susanna

  • Antwort Sabine Suttmann-Arndt 3. August 2025 at 20:45

    Ich suche eine Pflanze mit hellem Laub als Kontrast vor einer dunklen Eibenhecke.
    Da fand ich deine Liste von Pflanzen mit panaschierten Blättern sehr hilfreich.
    Danke!

    • Antwort Susanna 4. August 2025 at 8:23

      Liebe Sabine,
      ich freue mich, wenn etwas Passendes dabei war! Eibenhecken sind ein toller Hintergrund für Beete.
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Queen All 29. Mai 2026 at 6:57

    Meist sind mir die einfarbigen Vertreter ihrer Art lieber – ich habe wohl eher eine Vorliebe für saftiges, üppiges Grün. Für ein paar buntlaubige Hingucker kann ich mich aber durchaus begeistern, wie ich gerade merke. Die Kriechspindel findet sich hier auch wieder und die Wolfsmilch übernimmt von den Vergissmeinnicht gerade den Staffelstab als Blickfang im Beet. War mir gar nicht bewusst, wie viel buntes Laub hier im Garten schon eingezogen ist, obwohl ich das doch gar nicht mag 😄.
    Sonnige Grüße!

    • Antwort Susanna 29. Mai 2026 at 8:08

      Grün tut unseren Augen gut, liebe Vanessa, besonders das üppige, frische Frühlingsgrün. In irgendeiner Weise müssen dich deine buntlaubigen Pflanzen doch angesprochen haben. Ich könnte mir den Garten nur in Grün nicht vorstellen, aber das ist natürlich Geschmackssache.
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Sabine 29. Mai 2026 at 8:53

    Guten Morgen, Susanna,
    wunderbar! Vielen Dank! Und wieder einmal hätte ich gerne viel mehr Platz, weil ich sie ja nun mal nicht alle haben kann. (Aber für die Iris müsste doch noch irgendwo…)
    Das chice gestreifte Maiglöckchen wird bei mir leider vom Nesselkönig überragt. Seine Majestät hält immer noch stolz vor der Eibenhecke Hof. Und das Fußvolk ist nicht so tapfer wie die schlicht grüne Variante, die ich aus dem elterlichen Garten mitgenommen habe. Seitdem gilt in den halbschattigen Hangpartien: Einmal Maiglöckchen – immer Maiglöckchen! Und überall…
    Im mittleren Hangbeet, wo ich mich gerade gedanklich befinde, steht bei mir ja der Hollerbusch, den jedes Haus haben sollte. In meinem Fall die Variante “Black Lace“ oder auch “Eva“. Nicht panaschiert, aber rotes und grünes Blattwerk zurzeit. Nach dem radikalen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr herrlich ausgetrieben – und dann kam die Holunderblattlaus. Alle Stängel dicht besetzt. Seit Jahren nisten aber irgendwo in den Dachsparren Hornissen. Wenn man auf den Spitzboden geht, kommt einem immer mal wieder eine entgegengetaumelt und man muss sie aus dem Wohnbereich nach draußen geleiten. Kein aggressiver Schwarm wie in einem B- Movie. Eher verirrte verwirrte Exemplare. Warum ich das schreibe?
    Tatsächlich sah ich sie die Tage um mein geplagtes Evchen tanzen.
    Und: Aus die Laus! Gastfreundschaft wird auch schon mal vergolten.
    Ein schönes Wochenende allen!
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Antwort Susanna 29. Mai 2026 at 9:07

      Guten Morgen, Sabine,
      bei den Maiglöckchen ist die Art wegen ihres Ausbreitungsdranges wirklich mit Vorsicht zu genießen. Als sich mal eins in unseren Garten verirrte, habe ich es deshalb lieber entfernt.
      Wie schön, dass dir die Hornissen bei deiner Läuseplage zu Hilfe gekommen sind! Mein Mann hatte vor Kurzem auf dem Dachboden zu tun, wo wir sonst nie hinkommen und hat ein riesiges, anscheinend verlassenes Hornissennest entdeckt. Vielleicht haben die Bewohner letztes Jahr bei uns im Garten "gearbeitet"? Blattläuse hatten wir kaum …
      Liebe Grüße
      Susanna

      • Antwort Sabine 29. Mai 2026 at 9:44

        Ja – es ist immer ein Abwägen der Interessen. Geranium phaeum – auch einige mit sehr hübsch panaschiertem Laub hier – wird mir durch Selbstaussaat schnell lästig. Daher ist mir eigentlich der zeitige Rückschnitt wichtig. Dies läuft aber wiederum den Wünschen der Waldmäuse zuwider. Und gibt es etwas Entzückenderes als eine Waldmaus, die einen Geraniumstängel hochklettert, um Samen zu naschen?
        Also bin ich dann doch nicht ganz so flott mit der Schere unterwegs und beruhige den Schornsteinfeger, dass auch Hornissen Freunde sein können.

        • Antwort Susanna 29. Mai 2026 at 10:33

          Beim Braunen Storchschnabel bin ich noch zögerlich: Ich finde 'Samobor' toll mit der Süßdolde und späten Tulpen in Orange und 'Raven' mit der Dreiblattspiere, aber ich möchte ihn nicht am Ende überall haben und beim Rückschnitt bin ich nicht so diszipliniert. Wie schön, dass sich die Mäuschen von dir bei ihrer Akrobatik beobachten lassen. So "zahm" sind unsere nicht.
          LG Susanna

  • Antwort Ron Vollandt 29. Mai 2026 at 9:58

    Liebe Susanna,

    Dein Satz weiter oben – dass uns die Wirkung von mehrfarbigem Laub oft gar nicht bewusst wird und erst beim genauen Hinsehen das Muster auffällt – ist mir beim Lesen hängengeblieben. Eigentlich beschreibst Du da etwas viel Größeres als nur Blattfärbung: nämlich die Kunst, langsamer zu schauen. Ein panaschiertes Blatt verlangt uns etwas ab, das wir verlernt haben. Es lässt sich nicht im Vorbeigehen konsumieren wie eine knallige Blüte, sondern will betrachtet werden.

    Besonders schön finde ich den Gedanken mit dem Revertieren – dass die einfarbigen Triebe kräftiger wachsen und die bunten verdrängen, wenn man nicht eingreift. Das hat fast etwas Gleichnishaftes. Das Schlichtere, Robustere setzt sich durch, wenn man das Besondere nicht aktiv schützt. Ich werde künftig mit anderen Augen an Stechpalmen vorbeigehen.

    Und der "Wedding Cake Tree" am Ende – was für ein wunderbarer Name. Manchmal trifft die volkstümliche Bezeichnung das Wesen einer Sache besser als die botanisch korrekte. Pagoden-Hartriegel klingt nach Lehrbuch, Hochzeitstortenbaum nach einem Lächeln.

    Ein schönes Wochenende Dir und herzliche Grüße,
    Ron

    • Antwort Susanna 29. Mai 2026 at 10:46

      Genau das ist es, lieber Ron, was gute Beetplanung ausmacht: genau hinsehen, aufnehmen, wie Pflanzen miteinander zu kommunizieren scheinen in ihrer Form, Gestalt und Farbe. Das wird mir immer wichtiger und ich kann gelungene Kombinationen lange betrachten und genießen.
      Botanische Namen sind notwendig, aber Trivialnamen beschreiben Pflanzen oft so wunderbar. Das Tränende Herz ist so passend benannt. Das botanische "Dicentra spectabilis" war noch klangvoll, aber der neue botanische Name "Lamprocapnos spectabilis" dagegen klingt furchtbar hart für dieses zarte Kunstwerk.
      Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
      Susanna

  • Antwort Inge 29. Mai 2026 at 10:16

    Liebe Susanna,
    panaschiertes Laub gibt es bei uns vor allem bei den Funkien. Da gibt es ja unendlich viele Varianten. Vor Jahren haben mir Freunde aus Frankreich eine panaschierte Yucca mitgebracht, sie hat gelbe Blattspreiten mit weißem Streifen. Dazu blüht sie noch wunderschön in creme Weiß. Brunnera Jack Frost ist natürlich auch in unserem Garten ein Hingucker, neben Farn und Hortensie Annabel.
    Allzu viel Panaschiertes soll es dann aber nicht sein, das wäre mir auch zu unruhig.
    Deine bleiche Schwertlilie sieht ganz toll aus, sie scheint sogar recht wüchsig zu sein.
    Zur Zeit macht mir die Trockenheit und Hitze große Sorgen, bei uns hat es schon lange keinen Tropfen mehr geregnet. Ich werde wohl schon jetzt unser unterirdisches Wasserreservoir anzapfen müssen, um den Garten zu retten. Sogar das Gras auf unserer Schafwiese ist fast völlig verdorrt. Und das Ende Mai !
    Lieber Gruß
    Inge

    • Antwort Susanna 29. Mai 2026 at 10:37

      Yucca gefielen mir lange Zeit nicht, liebe Inge. Inzwischen könnte ich sie mir auch hier gut vorstellen. Sie bringen so prägnante Struktur ins Beet.
      Bei uns gab es noch Mitte Mai ergiebigen Regen, doch nun erscheint es mir auch schon wieder zu trocken. Das wird die größte Herausforderung für Landwirtschaft und Garten in der Zukunft sein, auch wenn es immer noch Menschen gibt, die den Klimawandel leugnen.
      Heute Abend soll es zumindest mal gewittern …
      Liebe Grüße
      und dir ein schönes Wochenende
      Susanna

  • Antwort Carola Falkenstein 29. Mai 2026 at 12:13

    Liebe Susanna, beim Einstieg in dieses Thema, hätte ich felsenfest behauptet: “in meinem Garten eher nur vereinzelt panaschiertes Laub zu haben“ … doch falsch gedacht . Überall hab ich es entdeckt. Und ich mag es in Kombination … Danke für diesen Impuls, noch einmal genauer hinzusehen. Liebes Grüssleeeee Carola

    • Antwort Susanna 29. Mai 2026 at 17:22

      Je mehr ich mich mit der Gartengestaltung und der Pflanzenverwendung beschäftigt habe, desto mehr hat sich mein Sinn für diese Feinheiten geschärft, liebe Caro. Vielleicht hast du mit Bauchgefühl genau das richtige ausgewählt, das schöne Kombinationen ergibt ohne zu "laut" zu sein.
      Ganz liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Elke Schwarzer 29. Mai 2026 at 16:09

    Hallo Susanna,
    besonders faszinieren mich immer Panaschierungen bei Geophyten, also wie beim hier gezeigten Maiglöckchen oder auch bei Tulpen oder Salomonssiegel. Warum gibt es noch keine Schneeglöckchen mit gestreiftem Laub? 😉
    VG
    Elke

    • Antwort Susanna 29. Mai 2026 at 17:24

      Das ist eine gute Frage, Elke. Es gibt so viele Sorten, vielleicht wird eines Tages eins mit Streifen gefunden.
      Viele Grüße
      Susanna

  • Antwort Bernd Stöckle 31. Mai 2026 at 2:29

    Liebe Susanna,
    beim Durchlesen Deines neuen Beitrags dachte ich zuerst, ich weiß nicht so recht ob panaschierte Pflanzen wirklich so meins sind.
    Aber dann habe ich bemerkt wie viele panaschierte Pflanzen bei uns im Garten sind.
    Yuccas, Funkien, Bambus, Stechpalmen, Taglilien, Aronstab, eine Deutzie, Gräser, Prärielilien, im Kübel ein Abutilon und eine Engelstrompete und Pelargonien, und sogar einen panschierten Giersch gibt es – aber im Kübel 🙂
    Es ist bestimmt noch mehr, aber es ist schon eine Menge was mir so spontan einfällt.
    Erstaunlich: nicht bewusst gesammelt und trotzdem so viel.
    Also auf jeden Fall eine Gartenbereicherung.
    Danke für den schönen Beitrag und die Horizonterweiterung, liebe Grüße Bernd

    • Antwort Susanna 31. Mai 2026 at 8:43

      Es hätte mich sehr gewundert, lieber Bernd, wenn du als Pflanzenliebhaber keine panaschierten Blätter im Garten hättest. Beim Kauf denkt man nicht daüber nach "Ist das jetzt panaschiert oder nicht?", sondern die Pflanze gefällt uns ganz einfach. Den Giersch würde ich auch vorsichtig sein und ihn in einen Topf setzen. Wenn der revertiert wird es schwierig …
      Herzliche Grüße
      Susanna

  • Antwort Pfälzerin 31. Mai 2026 at 7:55

    Blattschmuck-Pflanzen sind genauso schön wie blühende Blumen. Du hast eine große Anzahl panaschierter Pflanzen gefunden und uns vorgestellt. Ein Garten mit solchen Pflanzen hebt sich von anderen Gärten optisch ab.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und morgen einen guten Start in den Monat Juni.
    Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

    • Antwort Susanna 31. Mai 2026 at 8:57

      Buntes Laub ist für mich unverzichtbar, liebe Ingrid und unseren Garten könnte ich mir gar nicht ohne panaschierte Pflanzen vorstellen.
      Ich wünsche dir auch einen schönen Sonntag und viel Freude am Garten im Juni,
      liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Siegfried KLEFGES 31. Mai 2026 at 15:17

    Hallo Susanna und Heinfried,
    erst jetzt komme ich dazu Euch ein paar kurze Zeilen zu schreiben.
    Die letzten Tage war ich sehr häufig in unserem Hausgarten tätig.
    Im Gewächshaus habe ich Tomatenpflanzen und eine Gurkenpflanze eingesetzt.
    Zusätzlich noch Schnittsalat und Radieschen.
    Euer beider Bericht zu den panaschierten Pflanzen und Gehölzen war mal wieder sehr interessant zu lesen.
    In unserem Hausgarten sind auch mehrere dieser wunderschönen Gewächse vorhanden.
    Meine Frau und auch ich sind fasziniert von der unterschiedlichen Blattgestaltung.
    Besonders stolz bin ich immer wieder über meinen übergroßen Etagenhartriegel und die vielen Funkien in den Kübeln.
    Nochmals vielen Dank für Euren ausführlichen Bericht.
    Liebe Grüße aus Schlangen
    senden Euch Siegfried u. Ingrid

    • Antwort Susanna 31. Mai 2026 at 15:24

      Hallo lieber Siegfried,
      die verschiedenen Muster der Panaschierungen finde ich auch immer wieder faszinierend. Euren Pagoden-Hartriegel habe ich sehr bewundert und habe ihn noch gut in Erinnerung.
      Ich hoffe, die Gewitter vorgestern und heute haben keinen Schaden bei euch angerichtet und wünsche euch eine tolle Ernte im Gewächshaus,
      liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Margeranium 31. Mai 2026 at 22:37

    Ich dachte eigentlich, ich hätte gar keine panaschierten Blätter… bis ich Deine Beispiele gesehen hab. Man nimmt sie teilweise gar nicht so bewusst war.
    Wieder ein sehr interessanter Beitrag!
    Viele Grüße von
    Margit

    • Antwort Susanna 1. Juni 2026 at 7:46

      Vermutlich ist das vielen nicht so bewusst, liebe Margit. Wir gehen ja nicht in die Gärtnerei und suchen gezielt nach panaschierten Pflanzen. Sie fallen uns einfach ins Auge und dürfen mit nach Hause.
      Ich wünsche dir eine gute neue Woche,
      viele Grüße
      Susanna

  • Antwort Traudi Gartendrossel 1. Juni 2026 at 19:59

    Liebe Susanna,
    vielen Dank fürs Vorstellen der panaschierten Schönheiten. Viele von Ihnen kenne ich nicht, finde sie aber sehr beeindruckend. Allen voran die Sterndolde, von der ich richtig begeistert bin.
    Ich wünsche Dir einen schönen Abend.
    Liebe Grüße von Traudi.💚

    • Antwort Susanna 1. Juni 2026 at 20:03

      Die Vielfalt der panaschierten Pflanzen ist unglaublich groß; ich kann hier nur einen Ausschnitt zeigen, liebe Traudi. Die Sterndolde ist wirklich ein Hingucker – mit und ohne Blüten!
      Ich wünsche dir auch einen schönen Abend und eine gute neue Woche,
      liebe Grüße
      Susanna

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