Pflanzenkombinationen

Eine Kombination für das ganze Jahr mit Schachbrettblume und Primel

16. April 2021
Schachbrettblume und Kugelprimel

Diese Kombination fällt besonders im Frühling auf, bietet aber das ganze Jahr über etwas Attraktives im Garten. Sie passt in eine gemischte Pflanzung im Halbschatten, wo der Boden durchlässig ist, aber nicht austrocknen sollte.

Kombination mit Schachbrettblume, Kugelprimel, Prachtspiere und Rotholz-Hartriegel
Schachbrettblume, Kugelprimel, rötlicher Austrieb der Astilbe und rote Äste des Sibirischen Hartriegels

Im Frühling leuchtet die weiße Kugelprimel (Primula denticulata „Alba“) mit ihren Blütenbällen durch den Garten. Gleichzeitig blüht die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris). Sie wird wegen ihres feinen Musters auch „Kiebitzei“ genannt. Im Vordergrund treibt die Astilbe oder Prachtspiere „Glut“ (Astilbe arendsii „Glut“) rötlich aus, und im Hintergrund leuchtet passend dazu die rote Rinde des Sibirischen Hartriegels (Cornus alba „Siberica“).
Wenn die Schachbrettblume verblüht ist und ihre Blätter unansehnlich sind, wird die Astilbe so groß, dass sie es verdeckt. Sie blüht im Juni und Juli rot und hebt sich gut vom grünen Blattwerk des Hartriegels ab. Der Hartriegel blüht im Mai bis Juni weiß und eher unscheinbar, zieht aber dennoch Insekten an.
Im Herbst färben sich die zierlichen Samenstände der Astilbe braun, und das Blattwerk des Hartriegels färbt sich rot. Nach dem Laubfall kommen wieder seine roten Äste zum Vorschein.

Weitere Partner:
Die weiße Schachbrettblume (Fritillaria meleagris „Alba“) passt farblich zur Kugelprimel und hat die gleiche Blütenform wie ihre dunkelrote Schwester. Damit verbindet sie beide Pflanzen miteinander. Die kleinen Blausternchen (Scilla siberica) oder ein Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis) passen gut dazu.
Eine Bergenie (Bergenia) würde mit ihren immergrünen großen, rundlichen Blättern das Bild im Winter bereichern und im April und Mai weiße oder pinke glockenförmige Blüten beisteuern.
Für weitere Blüten im Sommer kann eine weiße Astilbe dazu gepflanzt werden. Grüne oder weißbunte Japanische Seggen (z.B. Carex morrowii „Variegata“) kontrastieren mit ihrem grasähnlichen Blattwerk mit der Bergenie. Funkien (Hosta) bereichern das Beet während der ganzen Vegetationsperiode mit ihren großen herzförmigen Blättern.

Schachbrettblume (Fritillaria meleagris)

Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) ist eine Zwiebelpflanze mit sehr schmalem mittelgrünem Laub und glockenförmigen Blüten mit feiner schachbrettartiger Zeichnung. Sie hängen im April und Mai einzeln oder paarweise an grazilen, aufrechten Stängeln. Schachbrettblumen wirken auch sehr hübsch, wenn sie auf Wiesen verwildern. Sie ziehen bald nach der Blüte ein.
Sonne bis Halbschatten; Höhe 30 cm, Breite 5-8 cm; winterhart

Kugelprimel (Primula denticulata "Alba")

Die Kugelprimel „Alba“ (Primula denticulata „Alba“) ist eine horstbildende Staude mit länglich ovalen Blättern und winzigen strahlend weißen Blüten, die in kugeligen Blütenständen angeordnet sind. Sie blüht von März bis Mai.
Sonne bis Halbschatten; Höhe 30 cm, Breite 15 cm;
winterhart

Prachtspiere "Glut" (Astilbe arendsii "Glut")

Die Prachtspiere „Glut“ (Astilbe arendsii „Glut“) ist eine horstbildende Staude mit winzigen kräftig roten Blüten, die im Juli und August in fluffigen Rispen über dem Blattwerk stehen. Die Blätter sind dunkelgrün, zusammengesetzt und fein gezähnt. Die Samenstände halten den ganzen Winter.
Halbschatten; Höhe 60-80 cm, Breite 45 cm; winterhart

Rotholz-Hartriegel (Cornus alba "Sibirica")

Der Sibirische oder Rotholz-Hartriegel (Cornus alba „Sibirica“) ist ein mittelgroßer, laubabwerfender Strauch mit ovalen, spitz zulaufenden Blättern und kleinen cremefarbenen Blüten im Mai und Juni, die in Dolden zusammensitzen. Daraus entwickeln sich weiße Beeren, und das Laub färbt sich im Herbst rot. Im Winter und Frühling ist die leuchtend rote Rinde sichtbar.
Sonne bis Halbschatten; Höhe 1,50 – 2,50 m, Breite 1,50-2 m; winterhart

Pflege:
Beim Hartriegel werden die alten Triebe, die keine rote Färbung mehr haben, im späten Winter (Ende Februar) auf
10 cm über dem Boden zurück geschnitten, damit er neue, rot gefärbte Äste bildet. Man kann ihn auch jedes zweite oder dritte Jahr komplett zurück schneiden, dann leuchten die Äste besonders intensiv, sie sind aber dann sehr dünn.
Die Primel sieht schöner aus, wenn Verblühtes entfernt wird. Die Samenstände der Astilbe werden erst im späten Winter abgeschnitten. Die Schachbrettblume braucht keinen Schnitt.

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