Querbeet

Sommerschnitt bei öfterblühenden Strauch- und Kletterrosen

5. Juli 2020
Englische Rose "Graham Thomas" mit einigen schon verblühten Blüten
Die englische Rose "Graham Thomas", hier als Hochstamm, mit einigen schon verblühten Blüten

Man unterscheidet einmal blühende Rosen, die eben nur eine Blühperiode im Jahr haben und öfterblühende Rosen, die im Juni/Juli das erste Mal blühen und nach einer Pause nochmals etwa von der zweiten Augusthälfte bis zum Frost.
Hier geht es nun um den Sommerschnitt bei öfterblühenden Strauch- und Kletterrosen.

Im Laufe des ersten Blütenflors blühen die einzelnen Knospen einer Rose nacheinander auf. Dadurch sind schon einige Blüten verblüht, wenn die letzten noch in der Knospe sind, und sie stören das Gesamtbild. Damit die Rosen immer ansehnlich sind, kann man das Verblühte laufend herausschneiden.

Einzelne Blüten entfernen

Entfernen einzelner Rosenblüten aus einer Dolde
Entfernen einzelner Blüten aus einer Dolde

Einzelne verblühte Blüten entfernt man mit einem ganz kurzen Stiel, sodass die übrigen Blüten und Knospen am Strauch bleiben.

Ganze Dolden entfernen

Verblühte Dolde einer Rose wird geschnitten
Die Dolde ist komplett verblüht.

Sind alle Blüten einer Dolde verblüht, wird diese komplett entfernt. Dabei wird oberhalb des nächsten vollständigen Blattes mit fünf Teilblättern geschnitten. Das ist auf dem Bild oben gut zu sehen. Unten sieht man ein dreiteiliges Blatt, das mit den verblühten Blüten entfernt wurde.

Verblühte Rosenblüten
Dreiteiliges Blatt und Verblühtes

Dieser Sommerschnitt hat nicht nur unmittelbare ästhetische Gründe. Würde man Verblühtes nicht entfernen, würde die Rose ihre Kraft für die Bildung von Hagebutten verwenden, um Samen zu bilden. Dann gäbe es nicht den zweiten Blütenflor im späten Sommer.

Englische Rose "Graham Thomas"
Nach dem Schnitt kommen die restlichen Blüten und Knospen wieder schön zur Geltung.

Rosen nochmals düngen

Nach dem ersten Blütenschub bekommen die Rosen nochmals eine Gabe Rosendünger, der Boden wird vorsichtig mit der Rosengabel gelockert und Beikräuter werden um die Rose herum entfernt, sodass sie Nährstoffe und Wasser nicht mit Konkurrenten teilen muss.

4 Kommentare

  • Antwort Carole Risch 8. Juni 2022 at 22:31

    Liebe Susanna
    Wieder schön und leicht verständlich hast du diese Arbeit beschrieben.Wir haben nur öfters blühende Rosen im Garten, jetzt nach dem vielen Regen werde ich am Wochenende den Rückschnitt der verblühten Rosen und auch vieler Stauden durchführen und somit viel zu tun haben. Ich bin in dieser Arbeit immer ganz akribisch, weil ich nicht möchte dass die Kraft der Pflanzen in die Bildung von Samen gehen , die Pflanzen sehen danach wieder schöner aus und durch den Rückschnitt fördere ich weitere Blüten.
    Liebe Grüße
    Carole

    • Antwort Susanna 9. Juni 2022 at 1:07

      Liebe Carole,
      ich finde auch, vor allem bei den Rosen, dass sie schöner aussehen, wenn ich Verblühtes sofort entferne. Schade ist, dass man es in den großen Gärten nicht schaffen kann, alles laufend wegzuschneiden, darum sehen die Rosen dort leider oft etwas traurig aus.
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Loretta Nießen 9. Juni 2022 at 19:35

    Liebe Susanna, ich schneide das Verblühte auch aus, zupfe die kranken Blätter ab. Danach sieht alles nicht nur schöner aus, das verhindert auch die Ausbreitung von Pilzkrankheiten, besonderes bei nassem Wetter. Bei uns ist sehr verregnet zur Zeit. Am Wochenende soll es besser werden.
    Liebe Grüße
    Loretta

    • Antwort Susanna 9. Juni 2022 at 19:40

      Liebe Loretta,
      ja, wenn es viel regnet und der Wind zum Abtrocknen fehlt, leiden die empfindlichen Rosen. Ich habe zum Glück überwiegend gesunde Rosen, denen das nicht so viel ausmacht. Aber die wenigen anderen dürfen bleiben, die Blüten machen ja trotzdem Freude!
      Ich hoffe auch auf schönes Wochenendwetter,
      liebe Grüße
      Susanna

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