Ihr Lieben,
der Mai ging turbulent zu Ende. Es gab Sturmböen, Starkregen, Hagel, vollgelaufene Keller und einige umgestürzte Bäume. Zum Glück wurden bei uns im Garten nur die Hostablätter zerfetzt und Waldgeißbart und einige andere Stauden zeigten mir, dass sie einen Spagat können. Ich bin froh und dankbar, dass es wieder einmal glimpflich verlaufen ist.
Nach 80 Litern pro Quadratmeter am Sonntag und täglichen Schauern seitdem haben wir eigentlich genug Regen. Wer noch Bedarf hat: Ich schicke euch gerne ein paar Wolken …

Die Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist sommergrün, bereichert das Gartenbild aber fast das ganze Jahr über. Sie wirkt zierlich und romantisch. Eigentlich verwunderlich, dass diese elegante Schönheit in unseren Gärten noch wenig verwendet wird!
Die Staude ist geeignet für Beete und gemischte Rabatten, fügt sich natürlich am Gehölzrand ein und passt in Bauerngärten und weiße Beete. Eine gute Wirkung erzielt man durch die Pflanzung in größeren Gruppen oder Drifts. Die englische Gartenschriftstellerin Val Bourne bezeichnete sie einmal so treffend als "das schattige Pendant zum Schleierkraut".
Der Wuchs ist buschig und aufrecht, was die Staude fast wie einen Strauch erscheinen lässt. Die drahtigen Stiele sowie der Austrieb im Frühling sind rötlich.

Das Laub ist mittelgrün, aus drei länglichen Teilblättern zusammengesetzt und bekommt durch die Blattnerven eine attraktive Textur.

Im Juni und Juli erscheinen die zarten, strahlend weißen, sternförmigen Blüten und tanzen wie Schmetterlinge über der Dreiblattspiere. Die rötlichen Blütenkelche kontrastieren hübsch mit ihnen und sind nach dem Verblühen noch interessante Farbtupfer.

Im Herbst färben sich die Blätter leuchtend gelb bis orange-rot und wirken zusammen mit im Herbst blühenden oder ebenfalls laubfärbenden Pflanzen noch einmal bereichernd im Beet.

Für den Winter bleiben uns die kleinen Samenstände:

Gillenia trifoliata gedeiht am besten im Halbschatten auf normalem, durchlässigem Gartenboden. Ist der Boden feucht genug, kann sie auch sonnig stehen. Sie ist zuverlässig winterhart, braucht kaum Pflege und kann lange am selben Platz stehen bleibt. Sie wird 60 bis 80 cm hoch und etwa 40 cm breit.
Die Sorte 'Pink Profusion' hat zartrosa Blütenblätter und bleibt mit 50 bis 60 cm kleiner und gedrungener als die Art.

Auf einen Blick
Blütezeit: Juni bis Juli
Licht: bevorzugt Halbschatten; sie kann auch sonnig stehen, benötigt dann aber genügend Feuchtigkeit und mag keine Mittagshitze
Boden: normaler frischer Gartenboden, durchlässig
Höhe: 60-80 cm
Breite: 40 cm
Sonstiges: attraktive Herbstfärbung, Schnittblume
Pflege: Bodentiefer Rückschnitt im späten Winter/frühen Frühjahr vor dem Neuaustrieb; Teilung zu groß gewordener Pflanzen im Frühling; mit Kompostmulch mulchen
Was passt zur Dreiblattspiere?
Die Dreiblattspiere ist eine hübsche Rosenbegleiterin.
Sie passt zu Katzenminze (Nepeta), Storchschnabel (Geranium) und Sterndolden (Astrantia). Gut wirkt sie neben anderen weißblühenden Stauden wie weißem Storchschnabel (z.B. Geranium sanguineum 'Album') und Pfirsichblättriger Glockenblume (Campanula persicifolia 'Alba'). Ihre Zartheit kommt in Gesellschaft der großen Blüten von Edel-Pfingstrosen (Paeonia lactiflora) besonders gut zur Geltung. In der Sonne sind auch Stauden mit silbrigem Laub wie Vexiernelke (Silene coronaria) oder Beifuß (Artemisia) gute Partner.
Kühl und edel wirkt die weiße Gillenia zusammen mit blauen Blüten wie denen von der Pfirsichblättrigen Glockenblume (Campanula persicifolia) oder Blauem Eisenhut (Aconitum napellus).
Auch hoher Zierlauch ist ein schöner Partner. Mir gefällt besonders der Granat-Kugellauch (Allium atropurpureum) zur Dreiblattspiere, weil er farblich die roten Stiele und Blütenkelche aufnimmt. Ton in Ton passt zum Beispiel der Schwarze Lauch (Allium nigrum) mit seinen weißen Blüten.
Stimmige Kombinationen entstehen im Vordergrund von weißblühenden Gehölzen wie Bauernjasmin (Philadelphus coronarius) oder Ballhortensie ( z.B. Hydrangea 'Annabelle') sowie weißgrün panaschierten Sträuchern wie Weißbuntem Hartriegel (Cornus alba 'Elegantissima') oder hinter Blattschmuckstauden mit Weißanteilen im Laub wie Lungenkraut (Pulmonaria) oder Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) 'Jack Frost' oder 'Variegata'.
Das gefärbte Laub passt gut ins herbstliche Beet mit Astern, Dahlien und Gräsern.
Dass Pflanzen in der botanischen Nomenklatur umbenannt werden, wenn sie in eine andere Gattung eingeordnet werden, ist oft mühsam, weil man sich an die neuen Namen erst gewöhnen muss. Im Fall der Dreiblattspiere finde ich es aber ganz angemessen: der alte Name "Porteranthus trifoliatus" klingt viel zu grob für so eine grazile Erscheinung. "Gillenia trifoliata" wird ihrer anmutigen Ausstrahlung viel eher gerecht …
Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) kombinieren
Schöne Kombinationen haben wir im weißen Garten von Sissinghurst gesehen, wo sich Dreiblattspiere und weiße Pfingstrose einmal mit weißem Storchschnabel (Geranium sanguineum) 'Album' ergänzen …

… und einmal mit der graulaubigen Vexiernelke (Silene coronaria) und weißen Weidenröschen (Epilobium angustifolium) 'Album' Ton in Ton ergänzen.

Zauberhaft ist die Kombination aus Dreiblattspiere und dem Braunen Storchschnabel 'Raven'. Seine dunkel violetten Blüten erscheinen von Juni bis August und scheinen mit den Sternchen der Spiere zu tanzen. Er wird 50 cm hoch und mag sonnige Plätze mit frischem bis feuchtem Boden. Er bildet zwar Horste, versamt sich aber munter. Wer das nicht möchte, sollte ihn zurückschneiden, bevor die Samen reifen.

Der Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum) überragt die Dreiblattspiere mit seinen violetten Blütenkerzen. Mir gefallen die architektonischen Blätter der aufrechten horstbildenden Staude fast genauso gut. Auch die Samenstände sind attraktiv und geben dem Beet bis in den Winter hinein Struktur.

Die Dreiblattspiere 'Pink Profusion' gefällt mir auch in dieser Kombination, die auch vor der Blütezeit durch den Blattkontrast schon hübsch ist. Die rötliche Gillenia kommt vor den bläulichen schwertförmigen Blättern der Iris gut zur Geltung. Daneben passt das Zwerg-Johanniskraut (Hypericum polyphyllum) 'Grandiflorum' mit schmalen bläulich-grünen Blättern und das silbrige Laub des Currykrauts (Helychrysum italicum):

Hier wurde die Art mit der Sorte 'Pink Profusion' kombiniert und man kann den Größenunterschied erkennen. Die kleinere 'Pink Profusion' wirkt auch kompakter als ihre größere Schwester.
Zusammen mit dem kräftig violetten Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) ergibt sich ein hübscher Kontrast. Die Mazedonische Witwenblume (Knautia macedonica) bringt mit magentafarbenen Blüten auf hohen schlanken Stielen weitere Leichtigkeit ins Beet:

Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) begleitet die Dreiblattspiere für eine Weile. Die zarte Staude ist kurzlebig und wandert durch Selbstaussaat durch die Beete.

Auch zur Roten Spornblume (Centranthus ruber) passt die zarte Staude. Ihre rötlichen Kelche und Stiele rahmen zusammen mit den roten Blüten ganz links die pinke in der Mitte ein:

Der Blausternbusch (Amsonia tabernaemontana) bildet schöne kompakte Horste und blüht ebenfalls im Juni /Juli in einem hübschen Hellblau. In diesem Garten ist er mit seinen Blüten der Dreiblattspiere etwas voraus, doch bald wird sie ihn mit ihrem Weiß begleiten. Im Hintergrund blüht noch die Gold-Wolfsmilch (Euphorbia epithymoides).

Zusammen mit dem Röhrenstern (Amsonia hubrichtii) mit den nadelförmigen Blättern ergibt sich ein hübsches herbstliches Bild, wenn der Röhrenstern eine leuchtend gelbe und die Dreiblattspiere die rote Herbstfärbung annimmt. Hier beginnt die Amsonia gerade sich zu färben:

Mit dem weißbunten Hartriegel (Cornus alba 'Elegantissima'), dem Bauernjasmin (Philadelphus coronarius) und anderen überwiegend weißen Blüten ist bei uns im Garten ein kleiner weißer Gartenraum entstanden. Einige rosa Blüten von Gartenwanderern wie Akelei und Fingerhut steuern die notwendigen kleinen Farbtupfer bei.

Im Herbst ergänzt das gefärbte Laub der Dreiblattspiere die Blüten des Schecken-Knöterichs und der Hortensie.

Veranstaltungen
Heute möchte ich euch noch auf einige Veranstaltungen hinweisen:
Am 13. und 14. Juni 2026 gibt es wieder die Tage der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe. Dieses Jahr stehen sie unter dem Motto "Wertvolles Wasser" und es beteiligen sich rund 250 öffentliche Parks und private Gärten daran. Das Programm findet ihr auf der Webseite des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Wer in OWL oder in der Nähe wohnt, findet dort bestimmt ein paar lohnenswerte Ziele.
Dieses Jahr gibt es in Deutschland vier Landesgartenschauen:
– Die Landesgartenschau Nordrhein-Westfalen findet in Neuss bis zum 11. Oktober statt.
– Die LGS Thüringen in Leinefeld-Worbis geht ebenfalls bis zum 11. Oktober.
– Die Landesgartenschau Baden-Württemberg in Ellwangen ist bis zum 4. Oktober geöffnet.
– Die LGS Niedersachsen in Bad Nenndorf könnt ihr bis zum 18. Oktober besuchen.
Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen.
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, herzliche Grüße
eure Susanna




41 Kommentare
Auch bei mir wächst die Dreiblattspiere. Schön, dass sie immer mehr Liebhaber findet.
Liebe Anja,
ich habe sie in privaten Gärten noch nicht so häufig gesehen. Vielleicht, weil sie mit ihren zarten Blüten nicht jedem gleich ins Auge fällt, zumal die Rosen gleichzeitig blühen und ihr die Schau stehlen? Aber wenn man sie einmal im Garten hat, möchte man auf sie wohl nicht mehr verzichten! Liebe Grüße,
Susanna
Bei meinen offenen Gartenpforten ist es die am meisten nachgefragte Pflanze und alle wollen sie haben , aber du hast recht, kennen tut sie kaum jemand .
Liebe Petra,
sie ist so eine Hübsche – mich wundert auch, dass sie nicht bekannter ist. Bei dir sind mir die leuchtend roten Tuffs sofort ins Auge gefallen.
Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!
liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna
Danke für die ausführliche Präsentation, ich habe diese wunderbare Staude nicht gekannt und meines Wissens auch noch nie gesehen In weiß und rosa sieht sie traumhaft aus.
Liebe Grüße
Carole
Liebe Carole,
ich freue mich, wenn ich einer so erfahrenen Gärtnerin wie dir noch etwas Neues zeigen kann! Vielleicht zieht sie ja auch irgendwann in deinen Garten ein?
Liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
ich habe die Staude ebenfalls noch nicht gekannt. Sie sieht sehr zart und besonders hübsch aus. Mal sehen, vielleicht passt sie bei uns im Garten als Rosenbegleiterin. Der Lavendel hat sich bei unseren Rosen ja nie wohl gefühlt. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, das Wetter scheint sich ja gebessert zu haben. Wir fahren gleich aufs Land, in unseren großen Garten. Einen kleinen Ausschnitt kannst du auf Instagram in meiner Story „old house“ sehen. Auch der große Rosenbusch auf meinem Account ist aus dem Garten am Rhein.
Ganz liebe Grüße
Olga
Liebe Olga,
mit Rosen gefällt mir die Dreiblattspiere besonders gut, sie würde dir bestimmt Freude machen. Allerdings ist sie deutlich höher als der Lavendel, da sind dann die Proportionen anders.
Deinen Garten habe ich mir gerade angeschaut: er ist wunderschön und die Lage am Fluss ist etwas ganz Besonderes! Ich wünsche dir einen schönen Tag auf dem Land, genieß deinen Garten und das Wochenende!
Liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
letztes Jahr hat diese schöne Staude auch bei uns im Garten einen Platz gefunden. Sie ist noch klein, ich bin gespant, ob der Standort ihr gefällt. Dreiblattspiere mit braunem Storchschnabel machen eine tolle Farbkombination.
Liebe Grüße
Loretta
Liebe Loretta,
die Dreiblattspiere wird dir bestimmt Freude machen. Sie braucht nur eine Weile, um sich richtig prächtig zu entwickeln. Die Kombination mit dem Storchschnabel mag ich auch, weil beide sich so zart umspielen.
Liebe Grüße
Susanna
Hallo Susanna,
sehr schön präsentierst du hier die Dreiblattspiere, besonders gut gefällt mir die Kombination mit dem Storchschnabel und die pinke Variante, so schön sehen die Blüten aus.
Bisher kannte ich sie noch nicht, nur die Prachtspiere. Sind die Blüten bei beiden ähnlich oder täuscht das am Monitor? Denn mit der Prachtspiere hatte ich schon mal geliebäugelt. Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag,
liebe Grüße
Gabi
Hallo Susanna,
ich habe Blödsinn geschrieben…ich suche noch die Pflanze, die ich meinte. 🙂
LG Gabi
So, gefunden.
Ich meinte die Prachtkerze (Gaura lindheimerii).
Sorry für die vielen Kommentare, aber es ließ mir keine Ruhe.
Hallo Gabi,
die Dreiblattspiere und die Prachtkerze haben beide eine ähnliche Leichtigkeit. Bei der Prachtkerze schweben die Blüten an den langen Blütenstielen noch etwas mehr über der Pflanze und die Blütenform ist schon anders, da täuscht dich der Bildschirm tatsächlich. Die Prachtkerze braucht es aber richtig sonnig, die Dreiblattspiere kommt mit weniger Sonnenstunden aus. Die rosa Sorte ist ja neu in unserem Garten, ich bin gespannt, ob sie sich auch so gut entwickelt.
Liebe Grüße
Susanna
Hallo Susanna,
ich dachte schon, ich hätte den falschen Artikel angeklickt, aber er ist wirklich von 2021.
Diese Staude ist ja eine echte In-Pflanze, ich habe sie nicht. Wäre einen Versuch wert.
VG
Elke
Hallo Elke,
bei mir steht sie an einer Stelle halbschattig und entwickelt sich gut. Sie könnte bei dir eine Chance haben. Versuch macht kluch …
Liebe Grüße
Susanna
Hallo Susanna,
ja, diese tolle Staude fehlt mir noch. Warum eigentlich? Sie ist laut Mr. Google Schneckenresistent und insektenfreundlich. Danke für die in Erinnerung gerufene, werde schleunigst eine besorgen. Schöner Post…
LG…Stephanie
Hallo Stephanie,
schneckenresistent und insektenfreundlich, das kann ich bestätigen – habe ich das gar nicht erwähnt? Dann kann ich es noch einfügen … Bei den Heerscharen von Schnecken, die bei uns Lupinen, Sterndolden und Hosta durchlöchern ist Schneckenresistenz eine wichtige Eigenschaft! Du wirst bestimmt Freude an der Dreiblattspiere haben!
Liebe Grüße
Susanna
Moin Susanna,
die Dreiblattspiere Pink Profusion hat bei mir vor einigen Wochen Einzug gehalten. Scheinbar gefällt ihr der Standort, den ich ausgewählt habe, gut, denn sie trägt bereits die ersten dieser wundervollen zarten Blüten.
Die Pflanze war beim Kauf noch recht klein, hat aber schon an Umfang gewonnen.
Ich freue mich schon sehr, sie im nächsten Jahr üppiger wachsend und blühend bewundern zu können,
Dankeschön, für diesen schönen Pflanzentipp!
Ich wünsche Dir und allen Gartenfreunden wieder sonnige Tage und feinen Landregen des Nachts (wenn Wünsche wahr werden könnten…).
Liebe Grüße
Ulla aus dem hohen Norden
An der Dreiblattspiere wirst du bestimmt viel Freude haben, liebe Ulla, wenn sie sich richtig bei dir etabliert hat. Ich hoffe, Petrus liest hier mit. Nächtlicher Landregen wäre toll. Oder noch besser ganz früh am Morgen, sonst habe ich ein Schneckenproblem …
Ganz liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
80 Liter ! Ich fasse es nicht ! Wir haben endlich mal 8 Liter abbekommen, nachdem es im Mai ein einziges mal 2 Liter gab. Aber zerfetzte Funkien brauche ich dann doch nicht.
Die Dreiblattspiere steht schon länger auf meiner Wunschliste, in diesem Jahr hat sich endlich ein Platz ergeben, neben einer weißen Pfingstrose, so wie du es in deiner Aufnahme zeigst. Ich wusste gar nicht, dass sie gleichzeitig blühen. Schwarzer Lauch steht auch schon in der Nähe … Besonders schön finde ich die Herbstfärbung und den Schmuck im Winter. Mal sehen, wo ich eine schöne Pflanze her bekomme, ins Gartencenter wollte ich ohnehin mal wieder. Jetzt hoffe ich noch mal auf ein wenig Regen, er ist leider sehr unterschiedlich verteilt.
Lieber Gruß
Inge
Guten Morgen, liebe Inge,
wenn deine Pfingstrose zu den schönen Herbstfärbern gehört, ist das eine umso schönere Kombination und mit dem Schwarzen Lauch eine tolle Ton-in-Ton-Zusammenstellung. Ich wünsche dir viel Freude daran!
Ja, die Verteilung der Niederschläge ließe sich verbessern. Wäre sie gleichmäßig, hätten wir vermutlich in diesem Frühling alle ein gutes Maß davon.
Liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
80 Liter pro Quadratmeter an einem Sonntag – das ist die Sorte Wetterereignis, bei der man sich fragt, ob man nun jubeln oder das Sandsackdepot aktivieren soll. Schön, dass Ihr glimpflich davongekommen seid und der Garten den Spagat gewagt hat, ohne dass die Hauptdarsteller umgeknickt wären. Eure Hosta hat dabei vermutlich eine Geste der späten Romantik geprobt: lieber dramatisch zerfleddert als heimlich vergangen.
Was mich an Deinem Beitrag fasziniert, ist nebenbei der kleine Exkurs zur Umbenennung von "Porteranthus" zu "Gillenia". Da steckt eine ganze Philosophie drin: dass Worte nicht beliebig sind, dass die alte Bezeichnung zur grazilen Erscheinung dieser Staude wirklich nicht passt. Auch in der Botanik gibt es offenbar eine Art Höflichkeit, eine Bereitschaft, die Dinge beim besseren Namen zu nennen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Wir Schreibenden sollten uns davon eine Scheibe abschneiden – wie oft hängt man an einem Wort fest, nur weil es einmal gewählt wurde, obwohl längst ein passenderes greifbar wäre.
Ein schönes Wochenende Dir und herzliche Grüße,
Ron
Die 80 Liter hätte ich so gerne geteilt, lieber Ron, hätte Eimer aufgestellt zur kostenlosen Abholung, aber so einfach ist es leider nicht. Über Sandsäcke habe ich tatsächlich schon nachgedacht, wir haben vor einem Kellerfenster eine Schwachstelle, die ich bei solchen Ereignissen beobachte …
Die neuen Namen der Pflanzen entstehen nicht wirklich aus Höflichkeit. Pflanzen werden umbenannt, wenn durch neuere Erkenntnisse deutlich wird, dass sie bisher der falschen Gattung zugeordnet wurden. l
Leider geht es ach andersherum: Das Tränende Herz zählte zur Gattung Dicentra, bis es da heraus genommen wurde und von "Dicentra spectablis" in "Lamprocapnos spectabilis" umbenannt wurde und nun ganz allein in dieser Gattung steht. Ein harter Name für solch ein zartes Pflänzchen …
Liebe Grüße
Susanna
Hallo, Susanna,
ich habe nur “Pink Profusion“ an mehreren Stellen und besonders an der einen fühlt sie sich besonders wohl. Ein riesiger bezaubernder Puschel…
Leider auch durch Hagel, Wind und Regen auseinandergefallen. Aber da die Dreiblattspiere so filigran und leicht ist, hoffe ich, dass sie nach meinem zärtlichen Aufrichten und Wuscheln doch wieder zum aufrechten Busch wird.
Der Gang durch den Garten heute Morgen erforderte doch einiges an Tapferkeit. “Ghislaine de Féligonde“ – im Vorgarten in voller Blüte – meint nun, sie sei eine Bodendeckerrose. Zum Unmut der darunterliegenden Stauden. Und so geht es wenig munter weiter. Was gestern Morgen noch stolz und strack in der Rabatte stand…“Lamento da flora“ oder so.
Beim Versuch, Fingerhüte aufzurichten, wurde ich von verärgerten Hummeln umschwirrt und angebrummelt. Und das noch vor dem Frühstück!
Ich lasse jetzt erst einmal alles trocknen (einschließlich meiner Person) und dann wird die Rosenschere gezückt. Neues Spiel, neues Glück!
Ein schönes ruhiges Wochenende für uns alle. Denn sooo stürmisch wünscht es sich vermutlich keiner hier 😉.
Liebe Grüße
Sabine 👩🏼🌾
Heute Morgen? Hab' ich etwas verschlafen, Sabine? Ich muss doch gleich mal raus und nachsehen. Mit reicht eigentlich das Ergebnis des Wetters vom vergangenen Wochenende! Ich hätte auch jede Menge zu schnippeln, aber es ist so unwirtlich da draußen.
Deinem Wunsch schließe ich mich gerne an und hoffe auf eine Pause vom Regen, die leider nicht in Sicht ist.
Liebe Grüße
Susanna
Ja….Wir hatten den Hagel gestern dabei. Hat sogar ein Stückchen aus dem Schlappohr eines Steinguss-Welpen gefetzt.
Letzte Woche waren hier „nur“ heftige Böen und auch Starkregen. Musste die Hälfte meines Klatschmohns aus den Beeten ziehen 🥺.
So langsam reicht es …
guten Morgen liebe Susanna,
die Dreiblattspiere kenne ich tatsächlich nicht, finde sie aber sehr hübsch.
"Romantisch" bringt es auf den Punkt, ich kann sie mir sehr gut zu großen üppigen Blüten vorstellen, die Zusammenstellung mit den Pfingstrosen und dem Storchschnabel gefällt mir sehr gut.
Das wirkt dann tatsächlich wie ein großes romantisches Arrangement.
Bei uns hat es nach der Trockenheit zum Glück nur ausgiebig geregnet.
Aber ich habe das mit dem Unwetter in den Nachrichten gesehen und an Dich gedacht.
Uns traf es haargenau vor 10 Jahren, unser Garten war komplett überschwemmt, danach war alles mit feinem steinhartem Schlamm überzogen, viele Pflanzen gingen deshalb kaputt.
Zudem musste der Keller ausgepumpt werden.
Wir waren zu dem Zeitpunkt im Urlaub, und mussten dann aus der Ferne einiges organisieren, es war eine Herausforderung.
Die Nachbarn traf es noch schlimmer, da wurden die kompletten geschotterten Einfahrten weggespült und die Sperrmüllberge mit zerstörtem Mobiliar waren danach gigantisch.
Euer Garten ist jetzt sicher in der schönsten Blütezeit,
gut, dass die Verwüstung bei Euch persönlich nicht so schlimm ist und dass Ihr mit einem "blauen Auge" davongekommen seid.
Schon alleine die Unwetterankündigungen kosten mich mit unseren vielen großen Bäumen immer einiges an Nerven.
für heute viele Gartengrüße von Bernd
Guten Morgen, lieber Bernd,
das klingt ja schaurig! Da weiß man beim Aufräumen wohl gar nicht, wo man anfangen soll.
Ich stehe bei solchem Wetter am Fenster, denke an den Tornado von 2022, der ganz nah hier vorbei zog und im 10 km entfernten Paderborn Häuser beschädigt und zahlreiche stattliche Bäume entwurzelt hat und hoffe, dass sich das nicht wiederholt. Darum kann ich deine Sorge um eure Bäume gut verstehen!
Bei uns stehen die Rosen in den Startlöchern, auf ihre volle Blüte freue ich mich riesig.
Herzliche Grüße
Susanna
Hallo liebe Susanna
Da hast du dir eine wunderschöne, nicht sehr gängige Staude, für dein Pflanzenportrait ausgewählt. Herzlichen Dank für dies und die wundervollen Kombinationsmöglichkeiten die du vorschlägst.
Bei mir ist sie auch noch nicht in meinen Beeten vertreten… vielleicht ja ganz bald, wenn sie mir einmal in meiner Lieblingsbaumschule über den Weg läuft. Herzliches Grüssleeeee Carola
Davon könnte ich auch noch mehr pflanzen … Dir viel Spaß beim nächsten Besuch deiner Baumschule, liebe Caro!
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende,
herzliche Grüße
Susanna
Hallo Susanna,
das ist wirklich eine Staude für alle Jahreszeiten!
Auch im Herbst sieht die gut aus.
Viele Grüße
Elke
Hallo liebe Susanna
Vielen Dank für die schöne Vorstellung dieser Pflanze! 🌿 Ich finde es immer spannend, neue Gartenpflanzen kennenzulernen. Die Dreiblattspiere sieht wirklich hübsch aus und scheint viele Vorzüge zu haben. Mit meinem Spierstrauch hatte ich leider das Problem, dass er viele Ausläufer gebildet hat, deshalb bin ich etwas vorsichtig geworden. Dein Artikel macht aber Lust, sich die Pflanze trotzdem einmal näher anzuschauen. 😊
Schönen Sonntag wünsche ich dir und deiner Familie 🫶💛🌞
Guten Morgen liebe Eva,
die Dreiblattspiere ist mit dem Spierstrauch nicht verwandt, die deutschen Namen sind da immer etwas verwirrend. Ich habe sie schon viele Jahre im Garten und sie wächst brav horstig. Vielleicht zieht sie ja auch in deinen Garten ein?
Liebe Grüße und auch dir einen schöne Sonntag
Susanna
Dankeschön für deine Info! 🫶🙏
Sehr gern!
Wieder durfte ich eine Pflanze kennenlernen, die ich bisher nicht kannte.
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung der Dreiblattspiere.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin
Wie schön, wenn ich dir nach so vielen Jahren Gartenerfahrung noch etwas Neues zeigen kann, liebe Ingrid.
Ich wünsche dir eine gute neue Woche,
liebe Grüße
Susanna
Hallo liebe Susanna,
na die gefällt mir aber sehr die Spiere – erinnerte mich auf den ersten Blick an die Waldaster die bei uns unter den Kastanien wächst. Du schreibst ja Halbschatten mag sie, ich muss doch mal schauen ob sie auch in dieses Beet passt – im Herbst ist die Färbung ja ein Traum. Danke für die Vorstellung.
Die Fotos in den Jahreszeiten sind einfach wunderschön anzuschauen mit dieser Blume,
liebe Grüße
Kirsi
Die Waldaster mag ich auch gerne, liebe Kirsi. Die Dreiblattspiere wächst kompakter aufrecht. Ob sie im Halbschatten im Herbst so gut ausfärbt, da habe ich allerdings Zweifel.
Liebe Grüße
Susanna