Gärten, Gärtnereien und Parks, Italien

Gärten in Florenz: der Giardino di Boboli

12. Juni 2026
Blick auf den Brunnen des Ozeans (Fontana dell'Oceano) im Giardino di Boboli in Florenz

Ihr Lieben,
nach all dem Regen habe ich beschlossen: Heute geht es noch einmal nach Italien. Zwar war es als wir dort waren nicht so warm wie sonst im Mai, wir konnten aber fast immer ohne Schirm und Regenjacke unterwegs sein. Zieht euch bitte bequemes Schuhwerk an, denn es wird ein längerer Spaziergang!

Blick auf den Brunnen des Ozeans (Fontana dell'Oceano) im Giardino di Boboli in Florenz
Blick auf den Brunnen des Ozeans (Fontana dell' Oceano) im Giardino di Boboli in Florenz

Der Giardino di Boboli ist mit 4,5 Hektar die größte Parkanlage in Florenz mit weitläufigen Grünflächen, Grotten, Brunnen und zahlreichen antiken und modernen Statuen. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. In der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts angelegt und maßgeblich von den Medici geprägt, dienten die Gärten als Vorbild für viele europäische Höfe.

Palazzo Pitti und Vasarikorridor

Um zum Palazzo Pitti zu gelangen, haben wir nicht den Weg über die Straße gewählt, sondern sind durch den Vasarikorridor gegangen. Er führt vom Palazzo Vecchio zu den Uffizien und oberhalb der Ponte Vecchio (über den Schmuckgeschäften) und durch die Kirche Santa Felicità bis in den Hof des Palazzos. Den Gang ließen die Medici bauen, um sich vom Volk unbehelligt durch die Stadt bewegen zu können. Das Innere des Ganges ist eher unspektakulär, aber man hat von dort sehr schöne Blicke auf die Stadt und den Arno.

Tipp:
Wenn ihr einmal in Florenz seid und den Vasarikorridor gehen möchtet, empfiehlt es sich, wie bei allen Touristenattraktionen vorher online Tickets zu buchen. Der Eingang zum für Besucher zugänglichen Teil befindet sich in den Uffizien.

Der Vasarikorridor in Florenz: ein Gang mit kleinen Fenstern, darunter eine Mauer, die mit Zitruspflanzen bewachsen ist
Der Vasarikorridor in Florenz

Unter dem Gang ist die Mauer mit Bitterorangen (Citrus aurantium) bewachsen:

Bitterorangen (Citrus aurantium) mit kleinen orangen Früchten
Bitterorangen (Citrus aurantium)

Durch die kleine Tür links gelangt man in den Hof des Palazzo Pitti, direkt neben der Grotte von Buontalenti, die Ende des 16. Jahrhunderts gebaut wurde. Sie ist reich mit Stalagmiten, Stalaktiten und Figuren verziert.

Grotte von Buontalenti im Giardino di Boboli in Florenz
Grotte von Buontalenti im Giardino di Boboli in Florenz

Im oberen Teil zeigt sie das Wappen der Medici mit den sechs Kugeln:

Das Wappen der Medici mit einer Krone und sechs Kugeln auf einem Schild  an der Grotte von Buontalenti
Das Wappen der Medici an der Grotte von Buontalenti

Der Palazzo Pitti wurde im 16. Jahrhundert gebaut und sollte die größte Residenz in Florenz werden. Der Kaufmann Luca Pitti ließ auch die ursprünglichen Gärten hinter dem Gebäudekomplex anlegen. Später hatten hier die Medici ihren Hauptsitz und ließen den Park erweitern und umgestalten.

Ein mächtiger Bau: der Palazzo Pitti in Florenz
Ein mächtiger Bau: der Palazzo Pitti in Florenz

Ein kurzer Blick ins Innere vermittelt einen Eindruck vom Reichtum, mit dem die Räume ausgestattet waren.

Blick in einen der Säle im Palazzo Pitti mit reich verzierten Stuckdecken und imposanten Kronleuchtern
Blick in einen der Säle im Palazzo Pitti

Die Sichtachse von Nordwesten nach Südosten

Aber dies ist ein Gartenblog und wir gehen gleich wieder ins Freie! Nur zur Sicherheit, damit sich keiner von euch verläuft: Auf der Übersicht seht ihr unten links den Palazzo. Wir blicken kurz geradeaus die Sichtachse hinauf und nehmen dann den Weg nach links den Hügel hinauf, vorbei an einer weiteren Grotte bis zu dem Gebäude ganz oben. Von dort gehen wir zur langen Mittelachse und folgen ihr bis zum Ausgang an der Spitze.
Und wir gehen schön langsam: Wenn ihr in den Plan hineinzoomt, seht ihr Steigungen von 12 bis 20% gekennzeichnet! (Der Plan ist übrigens nicht genordet. Der Palazzo liegt im Norden des Parks, die Spitze rechts auf dem Plan liegt in seinem Südwesten.)

Ein gezeichneter Übersichtsplan des Giardino di Boboli, Florenz
Übersichtsplan: Giardino di Boboli, Florenz

Schaut man aus den Fenstern der Säle, eröffnet sich diese Sichtachse über eine Brunnenanlage, die Fontana del Carciofo (Artischockenbrunnen), und ein Amphitheater den Hügel hinauf. So konnte man Besucher beeindrucken, ohne dass sie überhaupt den Garten betreten mussten.

Blick über die Fontana del Carciofo (Artischockenbrunnen) und das Amphitheater im Girdino di Boboli, Florenz
Blick über die Fontana del Carciofo (Artischockenbrunnen) und das Amphitheater im Girdino di Boboli, Florenz

Auf der Rückseite des Brunnens liegt ein kleines Buchsbaumparterre am Fuße der Mauer:

Ein kleines Buchsbaumparterre im Giardino di Boboli, Florenz
Ein kleines Buchsbaumparterre im Giardino di Boboli, Florenz

Wir stehen nun im Amphitheater und wie Sie sehen, sehen Sie nichts … Leider waren die Figuren wegen Bauarbeiten verhüllt.

Im Amphitheater des Giardino di Boboli, Florenz
Im Amphitheater des Giardino di Boboli, Florenz

Dafür geben uns Abbildungen auf dem Bauzaun einen Eindruck davon, wie das Theater im Laufe der Jahrhunderte genutzt wurde. Dort wo einst der Steinbruch war, der das Material für den Palazzo lieferte, wurden Opern- und Theaterstücke aufgeführt und Turniere und Volksfeste veranstaltet .

Das Amphitheater des Giardino di Boboli, Florenz, Darstellung aus dem 17. Jahrhundert
Das Amphitheater des Giardino di Boboli, Florenz, Darstellung aus dem 17. Jahrhundert
Das Amphitheater des Giardino di Boboli, Florenz, Darstellung aus dem 18. Jahrhundert
Das Amphitheater des Giardino di Boboli, Florenz, Darstellung aus dem 18. Jahrhundert

Die Sichtachse führt über einen ägyptischen Obelisken den Hang hinauf. Ganz oben – leider auch verhüllt – eine riesige Statue, die den Überfluss darstellt. Wie könnte man passender auf den eigenen Reichtum anspielen?

Sichtachse vom Amphitheater im Giardino di Boboli den Hügel hinauf zur Allegorie des Überflusses
Sichtachse vom Amphitheater im Giardino di Boboli den Hügel hinauf zur Allegorie des Überflusses

Grotta di Madama, Kaffeehaus und zwei Rosengärten

Wie versprochen nehmen wir nicht den steilen Anstieg geradeaus, sondern folgen der Mauer im Osten. Von hier aus sehen wir über die Dächer von Florenz hinweg den Campanile des Palazzo Vecchio, den Rathausturm der Stadt, und die Kuppel des Doms:

Blick vom Giardino di Boboli auf den Campanile und die Kuppel des Doms von Florenz. Im Vordergrund Terracottavasen im antiken Stil auf einer Mauer
Blick vom Giardino di Boboli auf den Campanile und die Kuppel des Doms von Florenz

Rote Kastanien flankieren die Statue, die über einem kleinen Rosengarten thront:

Eine Statue und zwei rote Kastanien an einem Rosengarten im Giardino die Boboli, Florenz
Eine Statue und zwei rote Kastanien an einem Rosengarten im Giardino die Boboli, Florenz

Wir kommen nun zur Grotta di Madama, der ältesten Grotte im Park und einem der ersten Beispiele einer künstlichen Grotte überhaupt, wie auf einer Tafel zu lesen ist.

Die Grotta di Madama im Giardino di Boboli
Grotta di Madama im Giardino di Boboli

Ein angenehm kühler Ort an heißen Tagen in Florenz, heute allerdings für Besucher nicht mehr zugänglich.

Die Grotta di Madama im Giardino di Boboli von innen mit einem Steinbecken und Ziegenfiguren in einer Nische
Grotta di Madama im Giardino di Boboli

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, findet man angenehm schattige Bereiche unter den hohen mediterranen Bäumen. Das werden auch die Medici und ihre Gäste geschätzt haben.

Hohe mediterrane Bäume prägen das Bild im Giardino di Boboli
Hohe mediterrane Bäume prägen das Bild im Giardino di Boboli

Hat jemand Durst bekommen? Hier und da findet man Brunnen, um sich zu erfrischen.

Ein kleiner Trinkbrunnen, vermutlich  aus Bronze, mit einem kleinen plastischen Gesicht an der hinteren Seite der Schale im Giardino di Boboli
Ein kleiner Trinkbrunnen im Giardino di Boboli

Die Allee führt uns nun zu einem Kaffeehaus – tatsächlich wird es mit dem deutschen Wort bezeichnet.

Blick auf eine Allee und das Kaffeehaus im Giardino di Boboli, Florenz
Blick auf das Kaffeehaus im Giardino di Boboli, Florenz

Das Gebäude hat vier Stockwerke, von denen drei Terrassen besitzen, einen größeren und mehrere kleinere Räume, in denen die Mitglieder des Hofes eine Pause machen und eine heiße Schokolade trinken konnten.

Blick über eine Wiese auf das Kaffeehaus im Giardino di Boboli, Florenz, ein rundes Gebäude mit einem Turm und umlaufender Terrasse
Blick auf das Kaffeehaus im Giardino di Boboli, Florenz

Immer wieder eröffnen sich zwischen Bäumen und Hecken Blicke in die Landschaft …

Blick in die Landschaft und einen Turm zwischen zwei Hecken vom Giardino di Boboli aus
Blick in die Landschaft vom Giardino di Boboli aus

… und Brunnen markieren Wegekreuze:

Ein Brunnen mit einer Figur an einem Wegekreuz im Giardino di Boboli, Florenz
Ein Brunnen an einem Wegekreuz im Giardino di Boboli, Florenz

Vom Garten aus führt ein Tor in die Festungsanlage Forte di Belvedere. Von der oberhalb des Palazzo Pitti auf einem Hügel gelegenen Burg soll man eine wunderbare Aussicht haben.

Eingang zur Festungsanlage Forte di Belvedere vom Giardino di Boboli aus
Eingang zur Festungsanlage Forte di Belvedere vom Giardino di Boboli aus

Wir blicken jetzt vom anderen Ende der Sichtachse über den Neptunbrunnen und den Obelisken auf den Artischockenbrunnen und den Palazzo Pitti hinab. Leider war der Brunnen leer. Wie beeindruckend muss es aussehen, wenn sich der Himmel im Wasser spiegelt?

Blick vom Neptunbrunnen über einen ägyptischen Obelisken zum Palazzo Pitti
Blick vom Neptunbrunnen zum Palazzo Pitti

Als wir schon glaubten, an der Grenze des Gartens angekommen zu sein, entdeckten wir hinter einer Hecke versteckt eine Treppe, die uns zu diesem Tor führte.

Tor zu einem versteckten Rosengarten mit einem Brunnen im Giardino di Boboli, Florenz
Tor zu einem versteckten Rosengarten im Giardino di Boboli, Florenz

Welche Überraschung, hier oben einen Garten zu findet, in dem Rosen und Sommerblumen in von Buchsbaum gesäumten Beeten wachsen. Das Weißfilzige Greiskraut (Jacobaea maritima) wird hier nicht als Einjährige behandelt, sondern bildet große Horste.

Weißfilziges Greiskraut (Jacobaea maritima) bildet große Horste in den von Buchsbaum gesäumten Beeten eines kleinen Rosengartens
Weißfilziges Greiskraut (Jacobaea maritima) bildet große Horste in den von Buchsbaum gesäumten Beeten

Rosen und Rote Spornblumen (Centranthus ruber) schmiegen sich an die Mauer:

Pinke Rosen und Rote Spornblumen (Centranthus ruber) an einer Gartenmauer

Und dann dieser weite Ausblick:

Ausblick vom Giardino di Boboli, Florenz in die Hügel des Umlandes
Ausblick vom Giardino di Boboli, Florenz

Auf der Kastanienwiese (Prato del Castagni) ist ein Teil einer großen Zitrussammlung aufgereiht:

Eine Wiese mit Kastanienbäumen und Zitruspflanzen im Topf
Eine Wiese mit Kastanienbäumen und Zitruspflanzen im Topf
Der Süden pur: eine Zitronenpflanze voller Früchte in einem Terracottatopf
Der Süden pur: eine Zitronenpflanze im Topf

Die Bronzeskulptur von Igor Mitoraj am Rand der Wiese stellt Tyndareus, den König von Sparta dar:

Igor Mitoraj: "Tindaro Screpolato", eine riesige Bronzeskulptur des Künstlers Igor Mitoraj mit einem überdimensionalen von Rissen durchzogenen Gesicht
Bronzeskulptur von Igor Mitoraj: "Tindaro Screpolato"

Die zentrale Sichtachse im Giardino di Boboli

Nun biegen wir in die Sichtachse ein, die den Garten auf seiner gesamten Länge halbiert. Hecken und eine Allee aus mediterranen Bäumen begleiten uns auf beiden Seiten.

Sichtachse im Giardino di Boboli mit Hecken, mediterranen Bäumen und antiken Statuen zu beiden Seiten, im Hintergrund ein Brunnen
Sichtachse im Giardino di Boboli

Antike Skulpturen säumen die Allee, die Viottolone (großer Weg oder große Allee) genannt wird:

Antike Skulpturen an einer Sichtachse im Giardino di Boboli
Antike Skulpturen an einer Sichtachse im Giardino di Boboli

Zwischen zwei weiteren Figuren öffnet sich seitlich ein Laubengang, der im heißen Sommer in Florenz eine Wohltat für die Parkbesucher sein muss.

Der Eingang zu einem Laubengang zwischen zwei Statuen
Ein Laubengang zweigt zwischen zwei Statuen von der Hauptachse ab

Interessant geformte Stämme und ein schönes Spiel von Licht und Schatten lassen uns näher treten. Auf der linken Seite liegt der Eingang zum botanischen Garten.

Ein interessantes Spiel von Licht und Schatten unter dem lockeren Blätterdach eines Laubenganges
Ein interessantes Spiel von Licht und Schatten unter dem lockeren Blätterdach eines Laubenganges

Zwei kurze Blicke hinein, für mehr war keine Zeit, denn er schloss früher als der restliche Garten.

Blick in den Botanischen Garten im Giardino di Boboli mit Palmen und bepflanzten Terracottatöpfen
Blick in den Botanischen Garten im Giardino di Boboli

Die schwungvolle Hecke lässt erahnen, dass auch dieser Bereich attraktiv gestaltet ist. Da müssen wir wohl noch einmal wieder kommen!

Eine niedrige geschwungene Hecke fasst eine Palme ein.
Eine niedrige geschwungene Hecke fasst eine Palme ein.

Also wenden wir uns wieder dem Weg nach unten zu. Von Weitem ist ein imposanter Brunnen hinter einem Tor zu sehen.

Der Ozeanusbrunnen im Giardino di Boboli am Ende einer Allee
Der Ozeanusbrunnen im Giardino di Boboli

Auf den Säulen, die das Tor säumen, sitzen zwei Steinböcke. Cosimo de Medici verwendete sie gerne als Zeichen seiner Macht.

Ein Tor, flankiert von zwei Säulenpaaren, auf denen je ein Steinbock sitzt
Ein Tor, flankiert von zwei Säulenpaaren, auf denen je ein Steinbock sitzt

In der Mitte eines großen ovalen Wasserbeckens liegt eine Insel, auf der romantische Rosen und Zitruspflanzen in Töpfen wachsen.

Eine künstliche Insel in einem großen Wasserbecken, von einer niedrigen Balustrade eingefasst und mit Rosen und bepflanzten Terracottatöpfen geschmückt
Eine künstliche Insel in einem großen Wasserbecken

In ihrem Zentrum steht ein großer Brunnen. Die Statue in der Mitte gibt ihm seinen Namen: "Brunnen des Ozeanus".

Brunnen des Ozeanus im Giardino di Boboii mit einer stehenden und zwei sitzenden Figuren
Brunnen des Ozeanus im Giardino di Boboli
Blick auf den Brunnen des Ozeanus im Giardino di Boboli am Ende einer von Hecken gerahmten Sichtachse
Blick auf den Brunnen des Ozeanus im Giardino di Boboli

Wir verlassen den Park an der Westseite über den Prato delle Colonne, die Wiese der Säulen. Die halbkreisförmige Fläche ist von Platanen und Skulpturen gesäumt. Sie hat ihren Namen von zwei antiken Säulen aus rotem Granit, die hier aufgestellt sind.

Ein Halbkreis aus Platanen säumt den Prato delle Colonne (Wiese der Säulen) im Giardino die Boboli
Platanen säumen den Prato delle Colonne (Wiese der Säulen) im Giardino die Boboli

Hier sind nur wenige Menschen und es geht ruhig zu. In den Liegestühlen lässt es sich wunderbar entspannen, bevor wir wieder auf die lebhaften Straßen von Florenz zurückkehren.

Eine Marmorbüste eines bärtigen Mannes auf einer Säule  in einer Heckennische
Eine Büste in einer Heckennische

Die Dame aus weißem Marmor, die vermutlich eine Allegorie der Architektur darstellt, ist so in Gedanken versunken, dass sie uns gar nicht bemerkt.

Eine weiße Marmorstatue- eine sitzende Frau mit einem Buch in der Hand, den Kopf auf die andere Hand gestützt, vermutlich eine Allegorie der Architektur
Eine weiße Marmorstatue, vermutlich eine Allegorie der Architektur

Einen weiteren Garten in Florenz findet ihr im Beitrag: "Schwertlilien (Iris barbata) und mehr: der Irisgarten in Florenz"

Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen.
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, herzliche Grüße
eure Susanna

24 Kommentare

  • Antwort Queen All 12. Juni 2026 at 6:34

    Für Buchsbaumeinfassungen und Rosenbeete kann ich mich wenig begeistern. Doch die Aussicht ist beeindruckend und wahrscheinlich das größte Highlight – wer will sich denn da noch Kirchen und Paläste ansehen, wenn es so ein Alternativprogramm gibt?! Offenbar braucht man aber stabile Wanderschuhe… Und am besten noch Proviant, damit man die schönen Schattenplätze für ein kleines Picknick nutzen kann. Der Laubengang würde sich hier im Garten auch bestimmt gut machen 🤔.
    Liebe Grüße!

    • Antwort Susanna 12. Juni 2026 at 7:52

      Guten Morgen Vanessa,
      Kirchen und Paläste haben wir uns auf unserer Reise reichlich angesehen und wo könnte man das besser als in Rom, Florenz und Venedig? Aber als Kontrastprogramm, um die städtische Geschäftigkeit und die vielen Menschen einmal hinter sich zu lassen, sind die Gärten auch für weniger gartenbegeisterte sicherlich wunderbar.
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Bernd Stöckle 12. Juni 2026 at 8:43

    guten Morgen liebe Susanna,
    was für ein schöner Ausflug, der Park ist ein riesiges Gesamtkunstwerk.
    Schon alleine die großen verzierten Kübel und Amphoren, die Statuen, Brunnen, die alten Bäume, die Mischung zwischen Licht und Schatten – alles sehr gekonnt in Szene gesetzt und für mich ganz toll.
    Besonders beeindruckt hat mich auch die Bitterorangen-Hecke (Citrus aurantium), ich habe gleich nachgeschaut,
    leider nur winterhart bis ca. – 5 C,
    aber wir haben ausgepflanzt im Garten eine Bitterorange Poncirus trifoliata – und Feigenbäume – immerhin.
    So eine Mischung zwischen mediterranen und frostharten Pflanzen gefällt mir,
    sozusagen die Verbindung zwischen Süden und Norden.
    Ich kenne Florenz bisher leider nicht, aber der Beitrag macht noch mehr Lust auf einen Toskana-Urlaub.
    Schade, dass Ihr keine Zeit für den botanischen Garten hattet, aber ich denke die Neugier ist geweckt und irgendwann kommt ein Beitrag darüber.
    Liebe Gartengrüße Bernd

    • Antwort Susanna 12. Juni 2026 at 18:46

      Die Bitterorangen (C. aurantium) findet man sehr viel im Süden, lieber Bernd. In Cordoba, Malaga und Sevilla sahen wir sie auch viel in den Städten. Dort schmücken die Früchte an den Bäumen die Städte zu Weihnachten. Poncirus trifoliata ist ein tolles Gewächs mit mediterraner Ausstrahlung und ich mag auch die hellgrüne Rinde als Winterschmuck.
      Ob wir so bald wieder hinfahren? Wir werden sehen. Ich hätte noch zwei Gärten zu zeigen, muss aber abwarten, ob ich die Genehmigung zur Veröffentlichung der Fotos bekomme. Villa Bardini hat mir fast besser gefallen als Boboli.
      Eine Reise nach Florenz kann ich dir sehr empfehlen!
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Eva Lemmert 12. Juni 2026 at 8:46

    Liebe Susanna,
    was für ein wunderschöner Artikel.
    In Florenz waren wir 1997. Das war unser erster gemeinsamer Urlaub, und mein Mann und ich waren noch nicht lange zusammen. Das war für mich eine der schönsten Reisen überhaupt.
    An den Boboligarten denke ich ganz besonders gerne zurück. In diesem Frühling war meine Tochter mit ihrem Freund dort, und das erste, was ich zu ihr gesagt habe, als sie mir von ihren Plänen erzählte, war, dass sie unbedingt den Boboligarten anschauen müssten.
    Schon ewig haben wir den Plan, mal wieder hinzufahren, und wenn wir das machen, dann gehen wir auf jeden Fall durch den Korridor, den kannte ich noch gar nicht.
    Ganz lieben Dank für die wunderbare Erinnerung an diesem grauen Morgen hier. Ganz liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende, eva

    • Antwort Susanna 12. Juni 2026 at 18:50

      Wie es mich freut, dass ich so schöne Erinnerungen in dir wecken konnte, liebe Eva! Frisch verliebt in Italien, was könnte es Schöneres geben?
      Wenn ihr noch mal hinfahrt, geht unbedingt auch zur Piazzale Michelangelo, die ich im Beitrag über den Irisgarten genannt habe; der Ausblick ist wunderbar!
      Herzliche Grüße
      Susanna

  • Antwort Elke Schwarzer 13. Juni 2026 at 7:59

    Hallo Susanna,
    ach, Urlaubsgefühle pur!
    Da hätte ich auch gern gestöbert – wie ich mich kenne wieder hauptsächlich nach Insekten und dabei das Ambiente nicht fotografiert. 😉
    VG
    Elke

    • Antwort Susanna 13. Juni 2026 at 8:01

      Hallo Elke,
      wenn du das Ambiente um die Insekten herum wenigstens wahrnimmst, ist das ja auch schon etwas!😅
      Viele Grüße
      Susanna

  • Antwort Heidi 13. Juni 2026 at 8:05

    Liebe Susanna,
    Das ist für mich ein ganz spezieller Garten: ihn hatte ich 1997 für die Prüfung im Fach „Geschichte der Landschaftsarchitektur“ gewählt. Vorbereitet hatte ich mich mit gruseligen, nahezu unlesbaren Kopien aus Büchern, die ich mir als arme Studentin natürlich nicht kaufen, sondern nur kopieren konnte. „In echt“ habe ich meinen Prüfungs-Giardino noch nie gesehen. Dein Bericht war ein schöner Nostalgie- und Erinnerungs-Schubs, vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße Heidi

    • Antwort Susanna 13. Juni 2026 at 8:17

      Wie schön, dass ich auch bei dir mit diesem Beitrag angenehme Erinnerungen wachrufen konnte, liebe Heidi. Wie schade, dass du den Garten nie besucht hast. Vielleicht lernst du ihn ja doch noch eines Tages persönlich kennen?
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Pfälzerin 13. Juni 2026 at 8:29

    Welch eine Pracht! Ich bin gerne mit nach Florenz gereist, wenn auch nur virtuell. Dieser Garten ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
    Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

    • Antwort Susanna 13. Juni 2026 at 12:58

      Wie schön, dass du uns hier auf unserer Reise begleitet hast, liebe Ingrid. Ich wünsche dir ein schönes Gartenwochenende
      herzliche Grüße
      Susanna

  • Antwort Anke 13. Juni 2026 at 9:03

    WOW das ist schon eine sehr beeindruckende und so riesige Gartenanlage, ein Naturkunstwerk. Lieben Dank fürs Mitnehmen, liebe Susanna.

    Ein sonniges Wochenende
    wünscht Dir
    Anke

    • Antwort Susanna 13. Juni 2026 at 13:02

      Das war sicher ein Ziel der Auftraggeber, liebe Anke, die Besucher zu beeindrucken und das ist bestimmt gelungen, gerade in der damaligen Zeit, als das Bauen so viel aufwändiger war. Aber entspannen und sich an den Pflanzen und Gartenräumen erfreuen konnten sie dort sicher auch.
      Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
      Susanna

  • Antwort Eva Ochensberger 14. Juni 2026 at 2:07

    Hallo liebe Susanna
    🌿✨ Was für ein wunderschön geschriebener Beitrag! Florenz hat mich bei meinem Besuch vor einigen Jahren unglaublich beeindruckt. Den Giardino di Boboli habe ich damals leider nicht gesehen – umso mehr habe ich deinen Artikel genossen. Du schaffst es, die besondere Atmosphäre dieser Gartenanlage lebendig werden zu lassen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, selbst durch die historischen Wege zu spazieren.
    Danke für die schönen Eindrücke! 🇮🇹💚

    • Antwort Susanna 14. Juni 2026 at 7:45

      Florenz ist mir die liebste der italienischen Städte, die ich bisher sehen durfte, liebe Eva. Es atmet Kunst und Geschichte an jeder Ecke, da kann ich dich gut verstehen. Wie schön, dass wir nun gemeinsam virtuell durch die Boboli-Gärten schlendern konnten!
      Ganz liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Christine 14. Juni 2026 at 18:47

    Hallo liebe Susanna, was für eine wunderbare und vielfältige Gartenanlage. Danke für´s Herumführen und Erklären. Da muss ich wohl noch mal die tolle Stadt Florenz besuchen… Als Garten- und Landschaftsarchitektur-Interessierte ;-). Bei meinem ersten und bisher einzigen Besuch, und das ist schon lange her, standen irgendwie andere Dinge im Fokus.
    Du hast ja schon sehr viele schöne Gärten und Landschaftsparks vorgestellt. Auch die Gärten beim Egeskov Schloss in Dänemark, wo ich letztes Jahr war, da du mich darauf gebracht hast. Kennst oder kannst du eventuell auch noch eine Gartenanlage in der von Nähe Aarhus/Mitteldänemark empfehlen?
    Einen schönen Wochenendausklang. Liebe Grüße. Christine

    • Antwort Susanna 14. Juni 2026 at 21:29

      Hallo liebe Christine, in und um Florenz könnte ich dir noch zwei sehr schön angelegte Gärten empfehlen, aber in oder um Aarhus kenne ich leider keinen. Wie schön, dass du Egeskov besucht hast. Die Gärten finde ich so wunderbar vielseitig.
      Liebe Grüße und dir einen guten Start in die neue Woche
      Susanna

  • Antwort Siegfried KLEFGES 15. Juni 2026 at 11:05

    Guten Morgen Susanna und Heinfried,

    erst jetzt komme ich dazu, Euch auf Euren wunderbaren Bericht aus Florenz zu antworten.
    Wir hatten die letzten Tage sehr viel Besuch eingeladen, sei es Verwandtschaft und Freunde.
    Nun, Florenz kennen wir gar nicht! Unsere Kinder haben sich vor 15 Jahren in Florenz verlobt.
    Sie waren total begeistert !
    Ihr habt wiedermal fantastische Bilder erstellt und dazu ausführlich berichtet. Viel Arbeit!!
    Man fragt sich nur, wer hält diese riesige Parklandschaft in Schuss?! Dieser Kostenaufwand
    muss enorm sein. Oder lebt diese Stadt vom Tourismus sehr gut?
    Ich bin mit unserem Hausgarten so ziemlich auf dem Laufenden. Zur Zeit blüht unser japanischer
    Blumenhartriegel fantastisch, ebenso die Rambler Rose 'Bobby James'.
    Nun aber geöffnet wird unser Hausgarten erst am 28.Juni. Hoffentlich blüht dann noch so einiges.
    Wir wünschen Euch eine wunderschöne Zeit auch mit Eurem Hausgarten.
    Liebe Grüße aus Schlangen
    Siegfried u. Ingrid

    • Antwort Susanna 15. Juni 2026 at 11:18

      Guten Morgen Ingrid,
      guten Morgen Siegfried,
      welch ein schöner Ort für eine Verlobung! Geschichte, Kunst und Genuss an jeder Ecke. Die Fragen zur Pflege des Parks kann ich dir leider nicht beantworten, ich vermute aber, dass die Stadt das stemmen muss.
      Wir werden wahrscheinlich am 28. unterwegs sein. Wenn nicht, kommen wir gerne auf einen Sprung in euren schönen Garten. Das Wetter soll ja besser werden …
      Liebe Grüße und euch eine gute neue Woche
      Susanna

  • Antwort Christine 17. Juni 2026 at 10:48

    Wie wunderschön!
    Ich war zwar schon zwei Mal in Florenz, aber beide Male nur kurz und habe daher die Gärten noch gar nicht gesehen. Die scheinen ja ganz wunderbar zu sein!
    Mir gefallen vor allem die Fotos dieser langen Allee mit all den Statuen.. hach! Italien ist schone in tolles Land.

    • Antwort Susanna 17. Juni 2026 at 10:53

      Hallo Christine,
      Florenz hat so viel zu bieten, da lohnt sich schon ein längerer Aufenthalt. Wire waren fünf Tage dort und es wurde nicht langweilig. Und die Gärten sind ein gutes Kontrastprogramm zur übrigen Architektur und Kunst.
      Viele Grüße
      Susanna

  • Antwort Kirsi Gembus 18. Juni 2026 at 12:39

    Vielen lieben Dank für diesen tollen Reisebericht liebe Susanna. Und Ihr durftet in die Grotte noch hinein, oder ist das ein Foto von außen? Da bist Du also auf Medicis Spuren gewandelt, ist schon toll sich dass bewusst zu machen und sich dann vorzustellen wenn die alten Steine Bäume etc. sprechen könnten.
    Komm gut durch die hitzigen Tage, liebe Grüße
    Kirsi

    • Antwort Susanna 18. Juni 2026 at 12:44

      Leider durften wir auch nicht hinein, liebe Kirsi. Wir haben zwischen den Gitterstäben hindurch fotografiert. Ich habe vor längerer Zeit einmal einen historischen Roman über die Medici gelesen, und ich fand es spannend, nun einmal ihren Palast und ihren Garten "live" zu sehen.
      Dir auch schöne sommerliche Tage, liebe Grüße
      Susanna

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