Ihr Lieben,
die Eisheiligen sind vorbei und passend zu Pfingsten wird das Wetter sonniger und milder. Nun können die Töpfe und Kübel sommerlich bepflanzt werden und die frostempfindlichen Pflanzen kommen ins Freie. Dann steht einem entspannten Pfingstwochenende auf der Terrasse nichts mehr im Wege.

Wir waren Anfang Mai für zwei Wochen in Italien und haben unter anderem Florenz besucht. Schon vor einigen Jahren konnten wir den weiten Blick von der Piazzale Michelangelo über die Stadt genießen.

Erst in diesem Urlaub besuchten wir dort oben den Irisgarten von Florenz, dessen Eingang etwas unscheinbar an der südöstlichen Ecke des Platzes liegt. Unterhalb des Aussichtsplatzes winden sich die Wege des Gartens an seiner Ostseite hinab.

Von der Piazzale Michelangelo aus kann man über die Mauer hinunter in den Irisgarten schauen:

Der Irisgarten besteht seit 1954 und ist nur während der Blütezeit der Iris für vier Wochen geöffnet. Auf zweieinhalb Hektar wird dort eine Vielzahl von über 2000 modernen, historischen und wilden Iris gezeigt. Der Garten wird von der Italienischen Irisgesellschaft (Società Italiana dell’Iris) betrieben und von engagierten Ehrenamtlichen gepflegt. Er ist kostenlos (gern gegen eine Spende) zugänglich, leider sind die Wege teilweise steil und nicht rollstuhl- und kinderwagengerecht.

Der Garten ist international als Gendatenbank für die Gattung anerkannt und die Sammlung dient Studien über botanische Arten und Sorten.

Es waren leider schon viele Iris verblüht. Dennoch fand ich selbst die Bereiche ohne ihre Blüten malerisch. Die Rote Spornblume (Centranthus ruber) versamt sich munter in Rot und Rosa und belebt die Flächen mit Irislaub unter den Olivenbäumen.

Der in Florenz oft zu sehende Weiche Bärenklau (Acanthus mollis) ist auch hier im Halbschatten der Olivenbäume zu finden und stand bei unserem Besuch kurz vor dem Aufblühen. Die Staude ist im Mittelmeerraum zu Hause und fühlt sich an sonnigen Plätzen mit trockenem Boden wohl.

Eine malerische Szene mit Flechten auf den Stämmen der Olivenbäume und einer einfachen Bank aus Sandstein:

Viele Sorten waren beschildert, mehrere Beete wie dieses waren nur mit "Iris-Mischung" bezeichnet:

Im Teich stehen die wasserliebenden Sumpf-Schwertlilien (Iris pseudacorus) und Louisiana-Wasser-Iris (Iris Louisiana-Gruppe), die am sonnigen Teichrand oder im flachen Wasser gedeihen.

Die Sumpf-Schwertlilie 'Foxcroft Full Moon' hat eine feine dunkel violette Zeichnung auf den weißen Blättern, die Sorte 'Primrose' ist zart gelb.


Irisprämierung
Was ich erst dort erfahren habe: Im Mai findet hier die "Internationale Iris-Ausstellung "Premio Firenze" statt, während der die besten neuen Züchtungen prämiert werden. Ausgerechnet am Tag der Beurteilung und Prämierung waren wir dort und ich kam mit einigen der Juroren ins Gespräch. Es werden jedes Jahr andere Iris-Kenner aus mehreren Ländern eingeladen, um die Neuheiten zu beurteilen.
Jill und Alun Whitehead sind aus England angereist, wo sie in ihrem Garten unter anderem eine große Sammlung von Wiesen-Iris haben. Jill Whitehead ist sehr engagiert in der British Iris Society (Iris-Gesellschaft).
Bei der Bewertung achten sie unter anderem darauf, wie die Iris ihre Blüten präsentieren, auf die Farben, den Duft und ob sie die Form der alten Irissorten haben. Auch die Zahl der Blüten und die Wüchsigkeit sind von Bedeutung.

Fritz Lehmann stellte sich mir als der "deutsche Irispabst" vor. Er interessiert sich seit 2002 für Iris und zeigt in seinem Schaugarten über 1600 verschiedene Iris, vor allem Bart-Iris (Iris barbata), darunter seine eigenen Züchtungen. Der Brenneter Irisgarten in Wehr liegt etwa eine Autostunde südlich von Freiburg nahe am Rhein. Herr Lehmann erzählte, dass man in Deutschland nicht von der Zucht neuer Irissorten leben kann. Die namhaften Züchter kommen vor allem aus Frankreich und Italien und einige waren persönlich angereist, um bei der Verkündung der diesjährigen Gewinner dabei zu sein.
Auch die Standfestigkeit der Pflanzen und ihre Verzweigung führt er als Bewertungskriterien an und die Blüten: je größer desto besser! Und je mehr Knospen, die sich nacheinander öffnen, desto länger dauert die Blütezeit. Sein Favorit stand schon fest.

Die Pflanzen in dem Beet für die Kandidaten 2026 waren nicht mit Namen ausgezeichnet. Um das Urteil der Fachleute nicht zu beeinflussen, gab es lediglich Nummern.
Florenz und die Iris
Florenz hat nicht zufällig einen Irisgarten. Wir finden die Iris in vielen alten Wappen und auf Münzen. Oft wird die Wappenblume als Lilie bezeichnet, ist aber in Wirklichkeit eine Schwertlilie oder Iris, die mit der Lilie botanisch nicht eng verwandt ist.
Seit Mitte des 13. Jahrhunderts zeigt das Wappen von Florenz eine Iris mit Staubfäden, die sogenannte "florentiner Lilie", und eine Irisblüte war auch auf eine mittelalterliche florentiner Goldmünze geprägt. Zunächst weiß auf rotem Grund, wurde das Zeichen später in eine rote Iris auf weißem Grund geändert.

Auf Gemälden der Verkündigung finden wir häufig eine weiße Madonnen-Lilie (Lilium candidum) in der Hand des Erzengels Gabriel, der Maria die Nachricht bringt, dass sie das Jesuskind zur Welt bringen wird. Auch auf anderen Darstellungen ist die weiße Lilie als Attribut von Maria zu sehen. Sie ist ein Symbol für ihre Reinheit und Unschuld.
Seltener wurde die Szene mit einer Schwertlilie dargestellt wie auf diesem Gemälde in der Basilica di Santo Spirito in Florenz von Pietro Donzello, gemalt 1498. Es passt in die Stadt und in die Zeit: ein Zeichen des Selbstbewusstseins der wohlhabenden, einflussreichen Florentiner.


Einige Bart-Irissorten
Die Vorfahren unserer Bart-Iris stammen aus dem Mittelmeerraum und dem mittleren Osten.
Die Hohen Bart-Iris (Iris barbata-elatior) sind mit ihrer Höhe von 70 bis 150 cm und den prächtigen Blüten, die im Mai und Juni erscheinen, die Königinnen unter den Iris. Einige Sorten blühen nochmals im Herbst.
Sie möchten einen durchlässigen, trockenen, aber nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Platz, nur zur Blütezeit brauchen sie mehr Wasser. Ihre schwertförmigen Blätter bringen schöne aufrechte Strukturen mit. Sie passen ebenso in den mediterranen Garten wie ins klassische Blumenbeet und lassen sich vielfältig kombinieren.
Außerdem gibt es mittelhohe (Iris barbata-media) und niedrige Bart-Iris (Iris barbata-nana), in England sind diese drei Gruppen nochmals unterteilt. Weitere Informationen dazu gibt es vielleicht später mal in einem Pflanzenporträt …
Nun zeige ich euch aber noch ein paar der Iris-Schönheiten. Die Hohe Schwertlilie 'Joy Dancer' hat ein hübsches helles Violett und eine weiße Mitte:

Die Sorte 'Early Light' hat cremeweiße Blüten mit zitronengelben Partien und einen gelben Bart:

Die Hohe Schwertlilie 'Celebration Song' hat hell lachsfarbene Domblätter und zart violette Hängeblätter sowie einen orangen Bart. Sie hat schon mehrere Auszeichnungen bekommen. Hat sie nicht zauberhafte zarte Farben?

Auch 'Queen’s Circle' wurde schon mehrfach prämiert. Die strahlend weißen Domblätter thronen über den weißen Hängeblättern mit einem schmalen dunkelblauen Rand, der an feines Papier erinnert, das ein wenig Tinte aufgesaugt hat.

Diese Iris stand in dem Bereich der zu bewertenden Pflanzen. Mit den feinen Rüschen und ihrem zarten Apricot wäre sie auf jeden Fall eine meiner Favoritinnen!

… und noch ein Tipp:
Es gibt ganz in der Nähe an der Westseite der Piazzale Michelangelo einen hübschen Rosengarten, der ebenfalls am Hang liegt. (Giardino delle Rose, Viale Giuseppe Poggi, 2, 50125 Florenz) Er ist Teil der historischen Altstadt von Florenz, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Hier gibt es eine Sammlung von rund 400 Rosensorten, eine Pergola mit Blauregen, einigen Skulpturen und einem tollen Blick über die Stadt. Der Garten ist kostenfrei zugänglich. Die Rosen waren bei unserem Besuch Mitte Mai auf dem Höhepunkt der Blüte, der Blauregen leider schon verblüht.
An der Mauer nahe dem Ausgang blühten Mexikanische Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) und Rote Spornblumen …

… und an einer Hauswand eine Kletterrose, vielleicht 'Paul’s Himalayan Musk'?

Schon über ihren Blühhöhepunkt hinweg hat sie dennoch einen wunderbaren Charme. Aber zum Thema "Rosen" kommen wir später noch einmal …

Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen. Ich wünsche euch ein wunderschönes Pfingstwochenende, herzliche Grüße
eure Susanna




30 Kommentare
Ich würde mir zwar keine Iris in den Garten holen – irgendwie kann ich mich dafür nicht begeistern. Aber der Garten ist wunderschön und sicher einen Besuch wert. Mein letzter Florenzbesuch war eine Klassenfahrt und da hatten wir alles andere als Gärten im Kopf … Angesichts deiner schönen Bilder bekomme ich glatt Lust, mal wieder hinzufahren.
Liebe Grüße!
Die Iris sind für mich allein wegen der Struktur wichtig, die die aufrechten Blätter zwischen hügelförmigen Stauden in den Garten bringen. Aber wenn es um Pflanzen geht, ist vieles Geschmackssache. Einen Besuch in Florenz ohne Flausen im Kopf kann ich dir nur wärmstens empfehlen!
Liebe Grüße
Susanna
Das war ein sehr informativer Artikel, freue mich immer über Anregungen zu Gartenbesichtigungen. Wir sind dieses Jahr erst im September in Italien, mal schauen was dann noch blüht.
Grüße aus Paderborn
Guten Morgen liebe Elisabeth,
wir waren früher schon mehrmals in Italien, haben aber jetzt erst einige Gärten besucht und sie sind schon sehr besonders. Ich wünsche dir jetzt schon viel Vorfreude und eine wunderschöne Reise!
Liebe Grüße nach PB
Susanna
liebe Susanna,
ein Ausflug nach Florenz, wie schön, da war ich leider noch nicht, eines der Urlaubsziele, die sich auf jeden Fall lohnen und die auf meiner Liste sind.
Italien ist sowieso eines der Länder mit den schönsten Gärten überhaupt.
Die mediterrane Mischung ist natürlich super, ich hätte nicht gedacht, dass "unsere" Garteniris/Schwertlilie aus dem Süden stammt.
Aber wahrscheinlich deshalb die Liebe zu trockenem Boden.
Hier in unserer Stadt sind sie überall auf Verkehrsinseln und entlang von Straßen angepflanzt, eher sehr niedrige Sorten, und sie wachsen in Schotterbeeten, vollkommen trocken, dort wird nie gegossen, ich wundere mich diese Tage jedes Mal, welche Pracht sie dort entwickeln.
Mir würden ja diese vielen tollen Farben sehr gut gefallen, dieses Apricot auf Deinem Foto ist doch super,
aber bei uns im Garten wachsen sie nicht gut.
Es wächst einfach zu viel Anderes dazwischen und daneben, ich müsste laufend hinterher sein, dass sie nicht bedrängt werden, das mögen sie glaube ich gar nicht.
Wir waren letzte Woche im Urlaub in Thüringen, beim Wandern.
An einem Dorfrand war eine Stelle, wo Leute Ihre Gartenabfälle abladen und ich habe dort eine große Menge weggeworfene Schwertlilienwurzeln gefunden (gerade am Austreiben, und die frischen Triebe ziemlich von Schnecken zerfressen), wir sind dann mit dem Auto später dorthin gefahren und haben sie eingeladen.
Nun probiere ich das nochmals im Garten aus, und suche noch nach einer trockenen Stelle, wo es vielleicht doch passen könnte.
Oder sie kommen in einen großen Kübel mit viel Drainage.
Ich bin neugierig, welche Blütenfarbe sie wohl haben werden.
Was bei uns sehr gut wächst sind gelbe Sumpfschwertlilien, sie säen sich aus, verbreiten sich gut und sind dann mit dem neuen Standort nicht wählerisch. Obwohl sie eigentlich im Teich im Wasser stehen, kommen sie überall in den Beeten, eine hat sich mitten auf dem (eigentlich) breiten Gartenweg zwischen Sandsteinplatten angesiedelt, ich frage mich wie die Samen dahin gekommen sind.
Und ich frage mich wie es eine Sumpfpflanze dort aushält.
Nun ein großer Horst geworden (der gerade blüht), schimpft mein Mann wegen dem Schubkarren-Hindernis, aber er ist ja kompromissbereit.
Ich bin seit Tagen am Giersch abreißen, wir zwei haben uns die Aufgaben für die lästigsten Plagegeister geteilt,
er ist der Brombeerbeauftragte und ich bin der Giersch- und Brennnesselbeauftragte.
Die Arbeit ist lästig, aber zu zweit geht es dann.
Wir haben gestern Witze über den Giersch gemacht, ich habe ihn gefragt, ob es da wohl einen Wettbewerb gibt "wer hat den höchsten Giersch im Garten" – er sagte "da bekommen wir eine Goldmedaille" 🙂
Und heute Nachmittag geht es weiter.
Liebe Gartengrüße von Bernd
Guten Morgen, lieber Bernd,
Florenz kann ich dir nur wärmstens empfehlen! Es gefällt mir noch besser als Rom und Venedig und die sanften Hügel der Toskana sind einfach zu schön um wahr zu sein.
Bei uns fühlt sich die Deutsche Schwertlilie (Iris germanica) im normalen Gartenboden wohl und die Bleiche Schwertlilie (I. pallida) und eine Barbata-Sorte habe ich versuchsweise im Magerbeet. Die I. pallida gedeiht dort sehr gut, während sie in anderen Beeten bisher rückwärts wuchs. Die andere habe ich erst im Herbst gepflanzt, sie ist zumindest gut über den nassen Winter gekommen. Also – wie du schon sagst: Drainage, Drainage, Drainage!
Sumpf-Schwertlilien habe ich auch schon öfter an Standorten gesehen, wo ich sie nie gepflanzt hätte. Sie ist offensichtlich sehr standorttolerant und eine Alternative zu den Trockenkünstlerinnen.
O je! Der Giersch … Wie gut, dass du nicht allein vor den hartnäckigen Wucherern stehst.
Wenn ich alle Fotos gesichtet habe, nehme ich euch hier noch mit in weitere florentinische Gärten.
Liebe Grüße, auch an den Herrn Brennnesselbeauftragten
Susanna
Hallo, Bernd – mit dem wunderbar riesigen Garten :),
beim Stichwort Giersch fühlte ich mich gleich an meine Kindheit erinnert. Wenn man meinte, am Mittagstisch mal schnücksch sein zu können, gab es gleich die Geschichte, wie in den ersten Ehejahren meiner Eltern, als der Taler noch mehrfach gewendet werden musste, die Mutti nicht nur im Edeka-Lädchen nach günstigem Dötsch-Obst fragen musste, sonder der Vati sie auch mit dem Weidenkorb losgeschickt hat, um an der damals kaum befahrenen Straße Giersch für die Küche zu sammeln. Eine Giersch-Bowle-Party auf dem Stöckle-Anwesen wäre doch eine sommerlich erfrischende Idee 😉.
Nun – ich konnte mich im vorherigen Garten, wo ich jeden Tag Giersch auf den Tisch hätte bringen können, auch nicht für ihn begeistern.
Was ich aber (abgesehen von der Verwirklichungsfläche, die euch zur Verfügung steht) bei Susanna und dir wirklich beneidenswert finde, ist das gemeinsame Gärtnern. Als mein Sohn noch zuhause wohnte, hat er jegliche gärtnerische Mittäterschaft vermieden, um sich jetzt mit Frau und Kindern im Mecklenburg-Vorpommerschen einen Kleingarten zu gönnen. Nun ja – das grüne Gen musste ja irgendwann durchschlagen.
Tapfer voran – die wilden Gewächse haben keine Chance gegen zwei Männer der Tat!
Liebe Grüße von Sabine
Zu der Party möchte ich auch eingeladen werden. Ich habe nämlich keinen Giersch (würde das aber vorsichtshalber nicht aussprechen …).
LG Susanna
Italien, Toscana, Mai ….hach! Da hattet ihr euch ein wunderbares Reiseziel ausgesucht. Für mich hat diese Gegend einen so einzigartigen Charakter, in den ich mich immer wieder neu verliebe.
Nicht zuletzt auch, wegen der malerischen Natur und den vielen historischen Gebäuden. Diesen besonderen Garten kann ich mir sehr gut vorstellen. Eingefügt in die Natur, erstrahlen die wunderschönen Blüten. Bisher habe ich nur wenige Iris in meinem Waldrandparadies, aber in deinem Artikel ist mir die „Celebration Song“ ins Auge gefallen, die sicher ganz wunderbar zu meiner neuen Rose passen würde…. Ach ja, die Toscana und ihre Rosen! Ich bin schon sehr auf diesen weiteren Beitrag von dir gespannt. Ganz liebes Grüssleeeee und vielen Dank fürs „Mitnehmen“ … Carola
Die Toskana hat auf jeden Fall Suchtpotential, liebe Caro! Wir waren schon mehrfach dort und müsste ich mich auf ein einziges Urlaubsland festlegen, wäre es Italien. Wir sind sogar nur Öffis gereist, wobei der Schlafwagen Vor- und Nachteile hat.
'Celebration Song' ist eine richtig Hübsche, die würde mir in unserem Garten auch noch gefallen.
Rosen wird es hier geben, allerdings nicht aus Italien. Unsere Mitreisenden haben keinen Garten, haben aber einige Gärten tapfer mit uns besucht. Nachdem ich sie im Irisgarten zusammen mit meinem Mann auf einer Bank mit schöner Aussicht geparkt hatte, mochte ich ihnen nicht zumuten, auch noch lange mit mir durch den Rosengarten zu bummeln.
Ganz liebe Grüße
Susanna
Guten Morgen, Susanna,
was für eine weitere inspirierende Reise ihr unternommen habt! Und vielen Dank, dass wir auch wieder teilhaben dürfen.
Die Iris. Schon in der Oberstufe dem Jugendstil verfallen, habe ich im Kunstunterricht Unmengen davon gezeichnet und Seidenmalerei mit Irismotiv betrieben. Seit ich auf der sonnigen Scholle hier bin, gibt es natürlich Irisblüten in allen möglichen Varianten in den Beeten. Leider immer nur ein kurzes Vergnügen, aber sie lösen sich ja mit der Blütezeit ab und wie du ganz richtig schreibst, sind die Blätter bei vielen Sorten strukturgebend. Ach ja – Lanzen……Ich sollte ja berichten, was aus meinen byzantinischen Gladiolen geworden ist. An den Stellen, die ihnen zusagen, blühen sie jetzt so langsam. Dachte, sie wären einen Tuck dunkler….Habe jetzt jedenfalls immer einen Ohrwurm im Garten: "I´m a Barbie-Girl…"
Dir und deinen Lieben ein wunderschönes sonniges langes Wochenende!
Dem nöckeligen Ostwestfalen hier sind 30 Grad ja schon wieder viel zu viel 😉…
Sabine, die gestern in der Nähe eine alte schwere gusseiserne Pflanzschale erstanden und jetzt Rücken hat
Als hätte ich nicht schon genug davon – Töpfe und Alterszipperlein
Guten Morgen, liebe Sabine,
Malerei und Iris, da denke ich gleich an die etwas "wilden" Iris von van Gogh. Die vielen verschiedenen Sorten geben bestimmt tolle Motive ab.
Wie schön, dass deine Gladiolen wieder gekommen sind. Es funktioniert also im Paderborner Land … Meine sind sämtlich verschwunden. Ob sie gefressen wurden?
Ich freue mich über die steigenden Temperaturen und wünsche dir gute Besserung und viel Freude an dem neuen Pott!
Liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
diesen wunderschönen Irisgarten hätte ich auch gerne besucht, als wir in Florenz waren, leider wusste ich nichts davon. Das Grau der Olivenbäume bildet eine tolle Begleitung zur Farbigkeit der Iris. Schade, dass schon so viel verblüht war. Die hohen Bartiris sind schon ein wenig anspruchsvoll, sie wollen hofiert werden. Bei uns gibt es an der Mauer eines alten Stalls entlang ein schmales, etwa sechs Meter langes Irisbeet. Dort wachsen traumhaft schöne Sorten eines Züchters aus Frankreich, allerdings muss ich alle paar Jahre die Rhizome aufnehmen und komplett neu pflanzen, Erdaustausch inclusive. Wie lang ich das noch schaffe steht in den Sternen. Die deutsche Iris ist da weit anspruchsloser, sie wächst und blüht in aller Fülle im kiesigen Boden neben der Haustreppe.
Bei dem Wettbewerb " Wer hat den höchsten Giersch " könnte ich wohl Bernd Konkurrenz machen, trotz Trockenheit wächst der Giersch bei uns heuer besonders gut.
Liebe Grüße
Inge
Es ist wirklich schade, liebe Inge, dass der Garten nicht bekannter ist. Aber man muss ja auch den richtigen Zeitpunkt treffen, denn ohne die Blüten der Schwertlilien fehlt etwas.
Ich habe erst seit zwei Jahren Bart-Iris und bin gespannt, wie sie sich entwickeln. Die Bleiche und die Deutsche Schwertlilie sind hier sehr dankbar und unkompliziert.
Dein Beet am Stall klingt toll, der Giersch weniger …
Liebe Grüße und frohe Pfingsten
Susanna
Hallo Susanna,
Florenz, das ist auch noch so ein Sehnsuchtsort.
Bei mir wachsen einige Iris, die aber dieses Jahr kaum noch blühen, weil sie überwachsen sind. Sie müssen im August dringend geteilt werden, damit die Rhizome wieder frei liegen. Wenn ich all die Bartiris so sehe, muss ich mich wieder eisern im Zaum halten. Sie sind einfach zu verführerisch zum Sammeln.
Viele Grüße
Claudia
Ja, die Sortenvielfalt der Iris ist verführerisch, liebe Claudia, aber etwas Mühe machen sie schon. Wenn du Sehnsucht nach Florenz hast, nehme ich dich vielleicht demnächst noch mal mit dorthin, muss nur erst die Bilder sichten.
Viele Grüße
Susanna
Wow, das war heute ein wirklich fantastischer Reisebericht aus Florenz. Die Regenbogenfarben der großen Bartiris finde ich gerade in Olivenhainen total hinreißend. Jetzt hast Du meine Sehnsucht nach der Toskana wieder aufgeweckt. Aber nein, meine nächste Fahrt geht nach Österreich. Dir ein schönes Pfingstfest. LG Wurzerl
Wir haben Rom, Florenz und Venedig bereist, aber Florenz ist für mich die Schönste. Die Toskana bleibt für mich ein Sehnsuchtsort, liebe Renate. Dir wünsche ich jetzt schon eine schöne Zeit in Österreich und frohe Pfingsttage,
liebe Grüße
Susanna
Das ist ein traumhaft schöner Garten, in einem sonnigen Land an einem Platz mit schöner Aussicht.
Vielen Dank für diese Reise nach Florenz.
Ich wünsche Euch schöne Pfingstfeiertage.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin
Vielen Dank, dass du virtuell mit uns gereist bist und ein bisschen Florenz genießen konntest, liebe Ingrid.
Frohe Pfingsten und eine schöne sonnige Gartenzeit wünscht dir
Susanna
Hallo Susanna,
klingt gut, das merke ich mir, wenn ich mal in Florenz sein sollte.
Dieses Jahr war Basel bisher das Südlichste, was ich geschafft habe.
VG
Elke
Hallo Elke,
wenn du hinfährst, kann ich dir den Mai empfehlen. Bei früheren sommerlichen Besuchen in Florenz (damals waren wir noch an die Ferien gebunden) war es für die Stadt einfach zu heiß. Und natürlich wären später die Iris und die einmal blühenden Rosen verblüht …
Liebe Grüße
Susanna
Hallo Susanna, ein schöner Bericht mit hinreißenden Bilder. Die blaue Garteniris mag ich sehr, Schwertlilien sind nicht so meins. Vermutlich kommen genau deshalb 😉😂 jetzt einige Schwertliliensämlinge an unserem letztes Jahr nach unserem Einzug überarbeiteten Teichrand hervor und ich habe keine Ahnung, woher sie kommen!? Also lasse ich mich im kommenden Jahr überraschen, was aus ihnen wird….. Vielen Dank für Deinen informativen Beitrag, er hat mir sehr gefallen! Grüße aus Ostfriesland von Helma
Die blaue Wiesen-Iris fügt sich natürlicher im Garten ein, liebe Helma, die Schwertlilien sind schon eher Diven. Am Teichrand findet sich gerne mal die Sumpf-Schwertlilie ein. Sie gefällt mir gut am Wasser.
Liebe Grüße und frohe Pfingsttage
Susanna
Wie schön! Florenz ist eine tolle Stadt!
Ich habe im Herbst auch ein paar Iris gepflanzt, obwohl ich sie eigentlich gar nicht so gerne mag. Ich dachte eigentlich, dass es eine kurze Sorte wäre, aber jetzt hat sie doch eine ordentliche Höhe erreicht.
Ein schönes Pfingstfest wünscht Dir
Margit
Ja, Florenz ist eine Reise wert, liebe Margit! Vielleicht kannst du dich ja noch mit deiner Iris anfreunden?
Liebe Grüße und dir auch noch frohe Pfingsten
Susanna
Wie schön – FLORENZ-
Liebe Susanna von diesem Garten habe ich noch nicht gehört. 2017 waren wir das letzte Mal in Florenz, allerdings im Herbst. Die Toskana ist immer eine Reise wert. Der Irisgarten ist sehr beeindruckend auch wenn schon einiges verblüht ist.
Die Iris oder Schwertlilien wachsen bei uns am Teichrand. Ich liebe die schönen und auffälligen Blüten.
Allerdings blühen sie noch nicht.
Ein bisschen aufwändig war die Teilung der Rizome. Das war nötig weil sie etwas blühfaul waren. Hoffe, dass die Blütenpracht bald erscheint.
Wünsche dir noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße Claudi
Die Toskana ist auch für mich ein besonders schönes Reiseziel, liebe Claudi. Ich mag die sanften Hügel und die Leichtigkeit der Landschaft, die Pinien und den Lavendel.
Ab und zu muss man die Iris aufnehmen, aber die Mühe lohnt sich. Ich drücke dir die Daumen für tolle Blüten an deinem Teich!
Herzliche Grüße und noch einen schönen Feiertag
Susanna
Hallo liebe Susanna, was für ein tolles Refugium. Da sind nicht nur die vielen Iris-Sorten fotogen. Leider habe ich vor 15 Jahren nicht gewusst, dass es so ein schönes Fleckchen in Florenz gibt, sonst hätte ich diesem besonderen Garten gern einen Besuch abgestattet.
Naja, vielleicht war meine Gartenliebe und die Neugier auf bestimmte Blumen und Pflanzen auch noch nicht so groß :-).
Danke für den schönen Bericht. Es freut mich, dass du/ihr so einen erlebnisreichen Urlaub in Italien hattet.
Liebe Grüße zum Pfingstmontag. Christine
So ging es mir auch, liebe Christine, als wir vor einigen Jahren zuletzt in Florenz waren, bin ich noch gar nicht auf die Idee gekommen, Google nach Gärten dort zu fragen.
Der Urlaub war eine gute Mischung aus Kunst, Architektur, Gärten und einfach mal einen Kaffee auf einem der schönen Plätze trinken und dem Leben auf der Straße zusehen.
Liebe Grüße und dir noch einen schönen Feiertag
Susanna