Gärten, Gärtnereien und Parks, Italien

Schwertlilien (Iris barbata) und mehr: der Irisgarten in Florenz

22. Mai 2026
Irisgarten Florenz mit Blick auf die Hügel der Toscana

Ihr Lieben,
die Eisheiligen sind vorbei und passend zu Pfingsten wird das Wetter sonniger und milder. Nun können die Töpfe und Kübel sommerlich bepflanzt werden und die frostempfindlichen Pflanzen kommen ins Freie. Dann steht einem entspannten Pfingstwochenende auf der Terrasse nichts mehr im Wege.

Irisgarten Florenz mit Blick auf die Hügel der Toscana
Irisgarten Florenz mit Blick auf die Hügel der Toscana

Wir waren Anfang Mai für zwei Wochen in Italien und haben unter anderem Florenz besucht. Schon vor einigen Jahren konnten wir den weiten Blick von der Piazzale Michelangelo über die Stadt genießen.

Blick von der Piazzale Michelangelo über Florenz mit Dom und Campanile
Blick von der Piazzale Michelangelo über Florenz mit Dom und Campanile

Erst in diesem Urlaub besuchten wir dort oben den Irisgarten von Florenz, dessen Eingang etwas unscheinbar an der südöstlichen Ecke des Platzes liegt. Unterhalb des Aussichtsplatzes winden sich die Wege des Gartens an seiner Ostseite hinab.

Eingang zum Irisgarten in Florenz
Eingang zum Irisgarten in Florenz

Von der Piazzale Michelangelo aus kann man über die Mauer hinunter in den Irisgarten schauen:

Schwertlilien (Iris) in Reihen unterhalb einer hohen Mauer
Schwertlilien (Iris) in Reihen unterhalb einer hohen Mauer

Der Irisgarten besteht seit 1954 und ist nur während der Blütezeit der Iris für vier Wochen geöffnet. Auf zweieinhalb Hektar wird dort eine Vielzahl von über 2000 modernen, historischen und wilden Iris gezeigt. Der Garten wird von der Italienischen Irisgesellschaft (Società Italiana dell’Iris) betrieben und von engagierten Ehrenamtlichen gepflegt. Er ist kostenlos (gern gegen eine Spende) zugänglich, leider sind die Wege teilweise steil und nicht rollstuhl- und kinderwagengerecht.

Irisgarten Florenz mit Blick auf die Hügel der Toscana
Irisgarten Florenz mit Blick auf die Hügel der Toscana

Der Garten ist international als Gendatenbank für die Gattung anerkannt und die Sammlung dient Studien über botanische Arten und Sorten.

Blick in den Irisgarten in Florenz
Blick in den Irisgarten in Florenz

Es waren leider schon viele Iris verblüht. Dennoch fand ich selbst die Bereiche ohne ihre Blüten malerisch. Die Rote Spornblume (Centranthus ruber) versamt sich munter in Rot und Rosa und belebt die Flächen mit Irislaub unter den Olivenbäumen.

Rote Spornblume (Centranthus ruber) und Schwertlilien (Iris) unter Olivenbäumen (Olea europaea)
Rote Spornblume (Centranthus ruber) und Schwertlilien (Iris) unter Olivenbäumen (Olea europaea)

Der in Florenz oft zu sehende Weiche Bärenklau (Acanthus mollis) ist auch hier im Halbschatten der Olivenbäume zu finden und stand bei unserem Besuch kurz vor dem Aufblühen. Die Staude ist im Mittelmeerraum zu Hause und fühlt sich an sonnigen Plätzen mit trockenem Boden wohl.

Mediterraner Garten: Weicher Bärenklau (Acanthus mollis) unter Olivenbäumen (Olea europaea)
Mediterraner Garten: Weicher Bärenklau (Acanthus mollis) unter Olivenbäumen (Olea europaea)

Eine malerische Szene mit Flechten auf den Stämmen der Olivenbäume und einer einfachen Bank aus Sandstein:

Eine Steinbank unter Olivenbäumen im Irisgarten Florenz
Eine Steinbank unter Olivenbäumen im Irisgarten Florenz

Viele Sorten waren beschildert, mehrere Beete wie dieses waren nur mit "Iris-Mischung" bezeichnet:

Verschiedene Hohe Bartnelken (Iris barbata) in einem Beet
Verschiedene Hohe Bartnelken (Iris barbataelatior) in einem Beet

Im Teich stehen die wasserliebenden Sumpf-Schwertlilien (Iris pseudacorus) und Louisiana-Wasser-Iris (Iris Louisiana-Gruppe), die am sonnigen Teichrand oder im flachen Wasser gedeihen.

Teich im Irisgarten Florenz mit Sumpf-Schwertlilien (Iris pseudacorus) und Louisiana-Wasser-Iris (Iris louisiana-Gruppe)
Teich im Irisgarten Florenz mit Sumpf-Schwertlilien (Iris pseudacorus) und Louisiana-Wasser-Iris (Iris Louisiana-Gruppe)

Die Sumpf-Schwertlilie 'Foxcroft Full Moon' hat eine feine dunkel violette Zeichnung auf den weißen Blättern, die Sorte 'Primrose' ist zart gelb.

Irisprämierung

Was ich erst dort erfahren habe: Im Mai findet hier die "Internationale Iris-Ausstellung "Premio Firenze" statt, während der die besten neuen Züchtungen prämiert werden. Ausgerechnet am Tag der Beurteilung und Prämierung waren wir dort und ich kam mit einigen der Juroren ins Gespräch. Es werden jedes Jahr andere Iris-Kenner aus mehreren Ländern eingeladen, um die Neuheiten zu beurteilen.

Jill und Alun Whitehead sind aus England angereist, wo sie in ihrem Garten unter anderem eine große Sammlung von Wiesen-Iris haben. Jill Whitehead ist sehr engagiert in der British Iris Society (Iris-Gesellschaft).
Bei der Bewertung achten sie unter anderem darauf, wie die Iris ihre Blüten präsentieren, auf die Farben, den Duft und ob sie die Form der alten Irissorten haben. Auch die Zahl der Blüten und die Wüchsigkeit sind von Bedeutung.

Jill und Alun Whitehead, Iris-Liebhaber aus England
Jill und Alun Whitehead, Iris-Liebhaber aus England

Fritz Lehmann stellte sich mir als der "deutsche Irispabst" vor. Er interessiert sich seit 2002 für Iris und zeigt in seinem Schaugarten über 1600 verschiedene Iris, vor allem Bart-Iris (Iris barbata), darunter seine eigenen Züchtungen. Der Brenneter Irisgarten in Wehr liegt etwa eine Autostunde südlich von Freiburg nahe am Rhein. Herr Lehmann erzählte, dass man in Deutschland nicht von der Zucht neuer Irissorten leben kann. Die namhaften Züchter kommen vor allem aus Frankreich und Italien und einige waren persönlich angereist, um bei der Verkündung der diesjährigen Gewinner dabei zu sein.
Auch die Standfestigkeit der Pflanzen und ihre Verzweigung führt er als Bewertungskriterien an und die Blüten: je größer desto besser! Und je mehr Knospen, die sich nacheinander öffnen, desto länger dauert die Blütezeit. Sein Favorit stand schon fest.

Fritz Lehmann, Irisliebhaber und Juror beim Iris-Wettbewerb in Florenz 2026
Fritz Lehmann, Irisliebhaber und Juror beim Iris-Wettbewerb in Florenz 2026

Die Pflanzen in dem Beet für die Kandidaten 2026 waren nicht mit Namen ausgezeichnet. Um das Urteil der Fachleute nicht zu beeinflussen, gab es lediglich Nummern.

Florenz und die Iris

Florenz hat nicht zufällig einen Irisgarten. Wir finden die Iris in vielen alten Wappen und auf Münzen. Oft wird die Wappenblume als Lilie bezeichnet, ist aber in Wirklichkeit eine Schwertlilie oder Iris, die mit der Lilie botanisch nicht eng verwandt ist.
Seit Mitte des 13. Jahrhunderts zeigt das Wappen von Florenz eine Iris mit Staubfäden, die sogenannte "florentiner Lilie", und eine Irisblüte war auch auf eine mittelalterliche florentiner Goldmünze geprägt. Zunächst weiß auf rotem Grund, wurde das Zeichen später in eine rote Iris auf weißem Grund geändert.

Auszug aus einer Tafel im Irisgarten Florenz
Auszug aus einer Tafel im Irisgarten Florenz

Auf Gemälden der Verkündigung finden wir häufig eine weiße Madonnen-Lilie (Lilium candidum) in der Hand des Erzengels Gabriel, der Maria die Nachricht bringt, dass sie das Jesuskind zur Welt bringen wird. Auch auf anderen Darstellungen ist die weiße Lilie als Attribut von Maria zu sehen. Sie ist ein Symbol für ihre Reinheit und Unschuld.
Seltener wurde die Szene mit einer Schwertlilie dargestellt wie auf diesem Gemälde in der Basilica di Santo Spirito in Florenz von Pietro Donzello, gemalt 1498. Es passt in die Stadt und in die Zeit: ein Zeichen des Selbstbewusstseins der wohlhabenden, einflussreichen Florentiner.

Annunciation (Verkündigung), Pietro Donzello, Basilica di Santo Spirito in Florenz
Annunciation (Verkündigung), Pietro Donzello, Basilica di Santo Spirito in Florenz
Ausschnitt aus dem Gemälde Annunciation (Verkündigung), Pietro Donzello, Basilica di Santo Spirito in Florenz mit einer Iris
Ausschnitt aus dem Gemälde Annunciation (Verkündigung), Pietro Donzello, Basilica di Santo Spirito in Florenz mit einer Iris

Einige Bart-Irissorten

Die Vorfahren unserer Bart-Iris stammen aus dem Mittelmeerraum und dem mittleren Osten.
Die Hohen Bart-Iris (Iris barbata-elatior) sind mit ihrer Höhe von 70 bis 150 cm und den prächtigen Blüten, die im Mai und Juni erscheinen, die Königinnen unter den Iris. Einige Sorten blühen nochmals im Herbst.
Sie möchten einen durchlässigen, trockenen, aber nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Platz, nur zur Blütezeit brauchen sie mehr Wasser. Ihre schwertförmigen Blätter bringen schöne aufrechte Strukturen mit. Sie passen ebenso in den mediterranen Garten wie ins klassische Blumenbeet und lassen sich vielfältig kombinieren.
Außerdem gibt es mittelhohe (Iris barbata-media) und niedrige Bart-Iris (Iris barbata-nana), in England sind diese drei Gruppen nochmals unterteilt. Weitere Informationen dazu gibt es vielleicht später mal in einem Pflanzenporträt …

Nun zeige ich euch aber noch ein paar der Iris-Schönheiten. Die Hohe Schwertlilie 'Joy Dancer' hat ein hübsches helles Violett und eine weiße Mitte:

Hohe Bart-Iris (Iris barbata-elatior) 'Joy Dancer' in hellem Violett mit weißer Mitte
Hohe Bart-Iris (Iris barbata-elatior) 'Joy Dancer' in hellem Violett mit weißer Mitte

Die Sorte 'Early Light' hat cremeweiße Blüten mit zitronengelben Partien und einen gelben Bart:

Hohe Bart-Iris (Iris barbata-elatior) 'Early Light' in Cremeweiß und Zitronengelb
Hohe Bart-Iris (Iris barbata-elatior) 'Early Light' in Cremeweiß und Zitronengelb

Die Hohe Schwertlilie 'Celebration Song' hat hell lachsfarbene Domblätter und zart violette Hängeblätter sowie einen orangen Bart. Sie hat schon mehrere Auszeichnungen bekommen. Hat sie nicht zauberhafte zarte Farben?

Hohe Bart-Iris (Iris barbata-elatior) 'Celebration Song' mit zart lachsfarbenen und hell violetten Blütenblättern
Hohe Bart-Iris (Iris barbata-elatior) 'Celebration Song' mit zart lachsfarbenen und hell violetten Blütenblättern

Auch 'Queen’s Circle' wurde schon mehrfach prämiert. Die strahlend weißen Domblätter thronen über den weißen Hängeblättern mit einem schmalen dunkelblauen Rand, der an feines Papier erinnert, das ein wenig Tinte aufgesaugt hat.

Hohe Bart-Iris (Iris barbata-elatior) 'Queen's Circle' mit weißem Dom und weißen Hängeblättern mit blauem Rand
Hohe Bart-Iris (Iris barbata-elatior) 'Queen’s Circle' mit weißem Dom und weißen Hängeblättern mit blauem Rand

Diese Iris stand in dem Bereich der zu bewertenden Pflanzen. Mit den feinen Rüschen und ihrem zarten Apricot wäre sie auf jeden Fall eine meiner Favoritinnen!

Lachsfarbene Iris im Irisgarten Florenz
Lachsfarbene Iris im Irisgarten Florenz

… und noch ein Tipp:

Es gibt ganz in der Nähe an der Westseite der Piazzale Michelangelo einen hübschen Rosengarten, der ebenfalls am Hang liegt. (Giardino delle Rose, Viale Giuseppe Poggi, 2, 50125 Florenz) Er ist Teil der historischen Altstadt von Florenz, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Hier gibt es eine Sammlung von rund 400 Rosensorten, eine Pergola mit Blauregen, einigen Skulpturen und einem tollen Blick über die Stadt. Der Garten ist kostenfrei zugänglich. Die Rosen waren bei unserem Besuch Mitte Mai auf dem Höhepunkt der Blüte, der Blauregen leider schon verblüht.

An der Mauer nahe dem Ausgang blühten Mexikanische Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) und Rote Spornblumen …

Mexikanische Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) und Rote Spornblumen blühen an einer Mauer
Mexikanische Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) und Rote Spornblumen blühen an einer Mauer

… und an einer Hauswand eine Kletterrose, vielleicht 'Paul’s Himalayan Musk'?

Malerisch: eine Kletterrose an einer Hauswand
Malerisch: eine Kletterrose an einer Hauswand

Schon über ihren Blühhöhepunkt hinweg hat sie dennoch einen wunderbaren Charme. Aber zum Thema "Rosen" kommen wir später noch einmal …

Eine Kletterrose und Rote Spornblume (Centranthus ruber) an einer Hauswand
Eine Kletterrose und Rote Spornblume (Centranthus ruber) an einer Hauswand

Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen. Ich wünsche euch ein wunderschönes Pfingstwochenende, herzliche Grüße
eure Susanna

10 Kommentare

  • Antwort Queen All 22. Mai 2026 at 6:20

    Ich würde mir zwar keine Iris in den Garten holen – irgendwie kann ich mich dafür nicht begeistern. Aber der Garten ist wunderschön und sicher einen Besuch wert. Mein letzter Florenzbesuch war eine Klassenfahrt und da hatten wir alles andere als Gärten im Kopf … Angesichts deiner schönen Bilder bekomme ich glatt Lust, mal wieder hinzufahren.
    Liebe Grüße!

    • Antwort Susanna 22. Mai 2026 at 8:32

      Die Iris sind für mich allein wegen der Struktur wichtig, die die aufrechten Blätter zwischen hügelförmigen Stauden in den Garten bringen. Aber wenn es um Pflanzen geht, ist vieles Geschmackssache. Einen Besuch in Florenz ohne Flausen im Kopf kann ich dir nur wärmstens empfehlen!
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Elisabeth Nowack 22. Mai 2026 at 6:25

    Das war ein sehr informativer Artikel, freue mich immer über Anregungen zu Gartenbesichtigungen. Wir sind dieses Jahr erst im September in Italien, mal schauen was dann noch blüht.
    Grüße aus Paderborn

    • Antwort Susanna 22. Mai 2026 at 8:39

      Guten Morgen liebe Elisabeth,
      wir waren früher schon mehrmals in Italien, haben aber jetzt erst einige Gärten besucht und sie sind schon sehr besonders. Ich wünsche dir jetzt schon viel Vorfreude und eine wunderschöne Reise!
      Liebe Grüße nach PB
      Susanna

  • Antwort Bernd Stöckle 22. Mai 2026 at 8:03

    liebe Susanna,
    ein Ausflug nach Florenz, wie schön, da war ich leider noch nicht, eines der Urlaubsziele, die sich auf jeden Fall lohnen und die auf meiner Liste sind.
    Italien ist sowieso eines der Länder mit den schönsten Gärten überhaupt.
    Die mediterrane Mischung ist natürlich super, ich hätte nicht gedacht, dass "unsere" Garteniris/Schwertlilie aus dem Süden stammt.
    Aber wahrscheinlich deshalb die Liebe zu trockenem Boden.
    Hier in unserer Stadt sind sie überall auf Verkehrsinseln und entlang von Straßen angepflanzt, eher sehr niedrige Sorten, und sie wachsen in Schotterbeeten, vollkommen trocken, dort wird nie gegossen, ich wundere mich diese Tage jedes Mal, welche Pracht sie dort entwickeln.
    Mir würden ja diese vielen tollen Farben sehr gut gefallen, dieses Apricot auf Deinem Foto ist doch super,
    aber bei uns im Garten wachsen sie nicht gut.
    Es wächst einfach zu viel Anderes dazwischen und daneben, ich müsste laufend hinterher sein, dass sie nicht bedrängt werden, das mögen sie glaube ich gar nicht.
    Wir waren letzte Woche im Urlaub in Thüringen, beim Wandern.
    An einem Dorfrand war eine Stelle, wo Leute Ihre Gartenabfälle abladen und ich habe dort eine große Menge weggeworfene Schwertlilienwurzeln gefunden (gerade am Austreiben, und die frischen Triebe ziemlich von Schnecken zerfressen), wir sind dann mit dem Auto später dorthin gefahren und haben sie eingeladen.
    Nun probiere ich das nochmals im Garten aus, und suche noch nach einer trockenen Stelle, wo es vielleicht doch passen könnte.
    Oder sie kommen in einen großen Kübel mit viel Drainage.
    Ich bin neugierig, welche Blütenfarbe sie wohl haben werden.
    Was bei uns sehr gut wächst sind gelbe Sumpfschwertlilien, sie säen sich aus, verbreiten sich gut und sind dann mit dem neuen Standort nicht wählerisch. Obwohl sie eigentlich im Teich im Wasser stehen, kommen sie überall in den Beeten, eine hat sich mitten auf dem (eigentlich) breiten Gartenweg zwischen Sandsteinplatten angesiedelt, ich frage mich wie die Samen dahin gekommen sind.
    Und ich frage mich wie es eine Sumpfpflanze dort aushält.
    Nun ein großer Horst geworden (der gerade blüht), schimpft mein Mann wegen dem Schubkarren-Hindernis, aber er ist ja kompromissbereit.
    Ich bin seit Tagen am Giersch abreißen, wir zwei haben uns die Aufgaben für die lästigsten Plagegeister geteilt,
    er ist der Brombeerbeauftragte und ich bin der Giersch- und Brennnesselbeauftragte.
    Die Arbeit ist lästig, aber zu zweit geht es dann.
    Wir haben gestern Witze über den Giersch gemacht, ich habe ihn gefragt, ob es da wohl einen Wettbewerb gibt "wer hat den höchsten Giersch im Garten" – er sagte "da bekommen wir eine Goldmedaille" 🙂
    Und heute Nachmittag geht es weiter.
    Liebe Gartengrüße von Bernd

    • Antwort Susanna 22. Mai 2026 at 8:27

      Guten Morgen, lieber Bernd,
      Florenz kann ich dir nur wärmstens empfehlen! Es gefällt mir noch besser als Rom und Venedig und die sanften Hügel der Toskana sind einfach zu schön um wahr zu sein.
      Bei uns fühlt sich die Deutsche Schwertlilie (Iris germanica) im normalen Gartenboden wohl und die Bleiche Schwertlilie (I. pallida) und eine Barbata-Sorte habe ich versuchsweise im Magerbeet. Die I. pallida gedeiht dort sehr gut, während sie in anderen Beeten bisher rückwärts wuchs. Die andere habe ich erst im Herbst gepflanzt, sie ist zumindest gut über den nassen Winter gekommen. Also – wie du schon sagst: Drainage, Drainage, Drainage!
      Sumpf-Schwertlilien habe ich auch schon öfter an Standorten gesehen, wo ich sie nie gepflanzt hätte. Sie ist offensichtlich sehr standorttolerant und eine Alternative zu den Trockenkünstlerinnen.
      O je! Der Giersch … Wie gut, dass du nicht allein vor den hartnäckigen Wucherern stehst.
      Wenn ich alle Fotos gesichtet habe, nehme ich euch hier noch mit in weitere florentinische Gärten.
      Liebe Grüße, auch an den Herrn Brennnesselbeauftragten
      Susanna

  • Antwort Carola Falkenstein 22. Mai 2026 at 8:30

    Italien, Toscana, Mai ….hach! Da hattet ihr euch ein wunderbares Reiseziel ausgesucht. Für mich hat diese Gegend einen so einzigartigen Charakter, in den ich mich immer wieder neu verliebe.
    Nicht zuletzt auch, wegen der malerischen Natur und den vielen historischen Gebäuden. Diesen besonderen Garten kann ich mir sehr gut vorstellen. Eingefügt in die Natur, erstrahlen die wunderschönen Blüten. Bisher habe ich nur wenige Iris in meinem Waldrandparadies, aber in deinem Artikel ist mir die „Celebration Song“ ins Auge gefallen, die sicher ganz wunderbar zu meiner neuen Rose passen würde…. Ach ja, die Toscana und ihre Rosen! Ich bin schon sehr auf diesen weiteren Beitrag von dir gespannt. Ganz liebes Grüssleeeee und vielen Dank fürs „Mitnehmen“ … Carola

    • Antwort Susanna 22. Mai 2026 at 8:52

      Die Toskana hat auf jeden Fall Suchtpotential, liebe Caro! Wir waren schon mehrfach dort und müsste ich mich auf ein einziges Urlaubsland festlegen, wäre es Italien. Wir sind sogar nur Öffis gereist, wobei der Schlafwagen Vor- und Nachteile hat.
      'Celebration Song' ist eine richtig Hübsche, die würde mir in unserem Garten auch noch gefallen.
      Rosen wird es hier geben, allerdings nicht aus Italien. Unsere Mitreisenden haben keinen Garten, haben aber einige Gärten tapfer mit uns besucht. Nachdem ich sie im Irisgarten zusammen mit meinem Mann auf einer Bank mit schöner Aussicht geparkt hatte, mochte ich ihnen nicht zumuten, auch noch lange mit mir durch den Rosengarten zu bummeln.
      Ganz liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Sabine 22. Mai 2026 at 8:55

    Guten Morgen, Susanna,
    was für eine weitere inspirierende Reise ihr unternommen habt! Und vielen Dank, dass wir auch wieder teilhaben dürfen.
    Die Iris. Schon in der Oberstufe dem Jugendstil verfallen, habe ich im Kunstunterricht Unmengen davon gezeichnet und Seidenmalerei mit Irismotiv betrieben. Seit ich auf der sonnigen Scholle hier bin, gibt es natürlich Irisblüten in allen möglichen Varianten in den Beeten. Leider immer nur ein kurzes Vergnügen, aber sie lösen sich ja mit der Blütezeit ab und wie du ganz richtig schreibst, sind die Blätter bei vielen Sorten strukturgebend. Ach ja – Lanzen……Ich sollte ja berichten, was aus meinen byzantinischen Gladiolen geworden ist. An den Stellen, die ihnen zusagen, blühen sie jetzt so langsam. Dachte, sie wären einen Tuck dunkler….Habe jetzt jedenfalls immer einen Ohrwurm im Garten: "I´m a Barbie-Girl…"
    Dir und deinen Lieben ein wunderschönes sonniges langes Wochenende!
    Dem nöckeligen Ostwestfalen hier sind 30 Grad ja schon wieder viel zu viel 😉…
    Sabine, die gestern in der Nähe eine alte schwere gusseiserne Pflanzschale erstanden und jetzt Rücken hat
    Als hätte ich nicht schon genug davon – Töpfe und Alterszipperlein

    • Antwort Susanna 22. Mai 2026 at 9:03

      Guten Morgen, liebe Sabine,
      Malerei und Iris, da denke ich gleich an die etwas "wilden" Iris von van Gogh. Die vielen verschiedenen Sorten geben bestimmt tolle Motive ab.
      Wie schön, dass deine Gladiolen wieder gekommen sind. Es funktioniert also im Paderborner Land … Meine sind sämtlich verschwunden. Ob sie gefressen wurden?
      Ich freue mich über die steigenden Temperaturen und wünsche dir gute Besserung und viel Freude an dem neuen Pott!
      Liebe Grüße
      Susanna

    Bitte schreibt mir hier einen Kommentar:

    Vielleicht mögt ihr auch