Ihr Lieben,
als ich diesen Beitrag vorbereitete, war es passend zum Thema heiß und trocken und die ersten Pflanzen in den Beeten verdorrt. Nun endlich hatten wir ein paar Tage wunderbaren Landregen und es hat sich deutlich abgekühlt. Ein Segen für die Natur, für uns und unsere Gärten!

Warum Gärten mit mediterranem Flair?
Der Lavendelduft der Provence oder ein gutes Glas Wein auf einem Gut in der Toscana: Wer einmal eine entspannte Zeit im Süden verbracht hat, weiß diese Erinnerungen zu schätzen. Gleichzeitig ändert sich unser Klima. Trocken-heiße Wochen im Sommer lassen uns nach Alternativen für durstige Pflanzen suchen, die spätestens in der zweiten Hitzeperiode in diesem Jahr schlapp gemacht haben.
Da liegt es nahe, sich in den Ländern ums Mittelmeer nach Ideen umzusehen und sich ein bisschen Urlaubsgefühl in den eigenen Garten zu holen.
Welche Grundstücke eignen sich für den mediterranen Stil?
Mediterrane Pflanzen sind Trockenkünstler und Sonnenkinder. Sie gedeihen auf sonnigen, warmen und trockenen Standorten. Diese finden wir vor allem auf Grundstücken mit einer Ausrichtung nach Süden und Südwesten und vor besonnten Hauswänden und Mauern. Der Boden sollte durchlässig sein, denn die typischen Pflanzen für diesen Stil mögen keine Staunässe. Nasse Füße im Winter mögen sie gar nicht.
Habt ihr einen sonnigen Garten mit wenig Schatten, der sommerlich heiß ist, könnt ihr ihn komplett in Anlehnung an die Gärten des Südens gestalten. Gibt es nur einen solchen Bereich oder ihr möchtet nicht nur einen Stil? Dann ist vielleicht ein mediterran gestalteter Gartenraum eine Idee für euch.
Gehölze für den mediterranen Gartenstil
Gehölze bilden das Rückgrat des Gartens und sorgen für Höhe, Raumgefühl und Geborgenheit. Als erste fallen uns wohl Olivenhaine und malerische Zypressen ein.
Anstelle der schlanken Mittelmeer-Zypressen (Cupressus sempervirens), die uns oft an den Auffahrten zu italienischen Weingütern begrüßen, lassen sich Wacholder (Juniperus communis) wie der Schwedische Säulen-Wacholder 'Suecica' oder der Blaue Zypressen-Wacholder 'Blue Arrow' verwenden. Sie haben eine ähnliche Form und tolerieren trockenen Boden. Auch die säulenförmige Eibe (Taxus baccata) 'Fastigiata Robusta' hat die schöne aufrechte Form. Sie mag frischen Boden, ist aber anpassungsfähig. Sie alle sind Sorten heimischer Gehölze.

Die Olive verträgt nur bis zu etwa -10° C, kann aber durch die Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia) ersetzt werden, die ähnliche silbergraue Blätter hat. Auch die Schmalblättrige Ölweide (Eleagnus angustifolia) und die Rosmarinweide (Salix rosmarinifolia) können als Double für die Olive auftreten.

Die Bitterorange (Poncirus trifoliata) erinnert an die Orangenbäume in den Städten Andalusiens. Ihre Früchte reifen im Herbst und sind für die Herstellung bitterer Marmelade geeignet. Der Strauch wird bis zu 3 m breit und hoch und ist bis etwa -17° C frosthart. Er benötigt frischen Boden und ist mit hellgrüner Rinde und großen Stacheln auch im Winter attraktiv.

Die Kreppmyrte (Lagerstroemia indica) blüht von Juli bis Oktober, wird etwa 3 m hoch und möchte ebenfalls frischen Boden. Mit einer Winterhärte bis -17° C friert sie in strengen Wintern zurück, treibt aber wieder aus und blüht am neuen Holz.

Auch Kiefern, Straucheibisch (Hibiscus syriacus), Judasbaum (Cercis siliquastrum) und Seidenbaum (Albizia julibrissin) passen ins Mittelmeerambiente.
Besonders schön für Winter und Frühling ist der immergrüne Mittelmeer-Schneeball (Viburnum tinus), der im März/April rosa blüht und gut schnittverträglich ist. Er kann als Strauch oder Hochstämmchen Akzente setzen und ist bis -12° C winterhart.

In milden Gegenden können Feigen freistehend als Baum oder an einem Spalier gezogen werden.

Die heimische Esskastanie (Castanea sativa) kommt mit trockenem Boden zurecht und liefert die leckeren Maronen:


Stauden, Halbsträucher und Kräuter für den mediterranen Garten
Ein Klassiker im wahrsten Sinn des Wortes ist der Balkan-Bärenklau (Acanthus hungaricus), dessen ornamentale Blätter schon in der Antike Säulen und andere Teile an repräsentativen Gebäuden schmückten. Er mag frische Böden in der Sonne, kommt aber im Halbschatten auch mit trockenerem Boden zurecht.

Stockrosen gibt es in vielen Farben. Sie sind mit der kleinsten Ritze zufrieden und wir kennen sie genau so: in den Zwischenräumen des Pflasters vor den Häusern auf dem Weg nach Südfrankreich.

Woll-Ziest (Stachys byzantina) und Katzenminze eignen sich ebenfalls für diesen Gartenstil.

Syrisches Brandkraut (Phlomis russeliana), Schwertlilie (Iris barbata), Hauswurz (Sempervivum) – viele weiter Stauden mögen es sonnig.
Für einen duftenden Garten mit aromatischen Kräutern, die frisch in Gerichte der südlichen Küche wandern, eignen sich heimische Kräuter wie der Gewöhnliche Dost oder Oregano (Origanum vulgare), Sand-Thymian (Thymus serpyllum) und Muskateller Salbei (Salvia sclarea). Dazu passen Rosmarin (Salvia rosmarinus), Currykraut (Helichrysum italicum) und Echter Salbei (Salvia officinalis).
Kleine Olivenbäume wurden mit der Spornblume (Centranthus ruber), hier die weiße Sorte 'Albus', und dem Gewöhnlichen Dost unterpflanzt:

Unter den Halbsträuchern dürfen Lavendel, Blauraute (Salvia yangii syn. Perovskia atriplicifolia) und Sonnenröschen (Helianthemum-Hybriden) nicht fehlen.

Gräser für den mediterranen Garten
Gräser bringen Bewegung und feine Strukturen ins Beet. Duftig und leicht schweben die lockeren Ähren des Riesen-Federgrases (Stipa gigantea) über dieser Pflanzung mit Yucca, Katzenminze und anderen Trockenheit liebenden Pflanzen:

Das Zarte Federgras (Nassella tenuissima) passt zu vielen genügsamen Sonnenkindern. Im Vordergrund ist der Oregano zu sehen.

Der heimische Blauschwingel (Festuca glauca) bildet hübsche Horste und mag gerne kalkhaltigen Boden:

Immergrüne Strukturen
Auch im mediterranen Garten ist Grün bzw. Grau im Winter wichtig. Schmale Wacholder und gelb panaschierte Yucca geben diesem Beet immergrüne Struktur. Blaurauten (Salvia yangii syn. Perovskia atriplicifolia) und Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana ssp. niciciana) bringen im Hochsommer Farbe mit:

Die Mittelmeer-Wolfsmilch (Euphorbia characias ssp. wulfenii) ist nicht nur ausdrucksstark, wenn ihre Hochblätter gelbgrün leuchten, sondern das ganze Jahr über auch ohne Blüten. Hier wurde sie mit Lavendel kombiniert:

Verschiedene Wolfsmilcharten und -sorten mit dunkelroten oder weiß-grün panaschierten Blättern sorgen für Abwechslung in der kalten Zeit. Kräuter wie Graues Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) und Currykraut sind das ganze Jahr über silbergrau. Eibe und Kiefer behalten ihre Nadeln und das warme Rotbraun der Kiefernrinde trägt ebenfalls zum winterlichen Bild bei.
Materialien für den mediterranen Garten
Die Trockenkünstler im Garten mögen einen mineralischen Mulch, der die Verdunstung reduziert und so die Feuchtigkeit im Boden hält. Gleichzeitig lässt er sie aber von der Oberfläche schnell nach unten ziehen. So bleibt der Wurzelhals der Pflanzen trocken. Dazu eignen sich Kies oder Lavagranulat.
Eine Schicht aus hellem Kies reflektiert die Sonnenstrahlen am besten und sorgt dafür, dass sich der Boden nicht zu sehr aufheizt.

Harmonisch wirkt es, wenn Beete und Wege nahtlos ineinander übergehen. Wollziest und Graues Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) umspielen Säuleneiben:

Für Wege eignen sich ebenfalls helle Beläge aus Naturstein, Splitt oder Kies sowie terracottafarbener Sand. Thymian darf sich hier um die Platten herum ausbreiten und mit der Zeit auch die Zwischenräume begrünen.

Ein kleiner Sitzplatz oder Teile eines Weges mit einem Mosaik aus Flusskieseln versetzen uns in die Gärten Cordobas und der Alhambra:

Auch Natursteinmauern und alte Dachziegel passen zum Stil. Ein Hochbeet daraus hebt die Katzenminze auf eine höhere Etage:

Im modernen mediterran gestalteten Garten ist auch Cortenstahl für Kübel oder Wasserelemente denkbar.


Für Töpfe und Kübel ist Terracotta das Material der Wahl. Sollen sie draußen überwintern, solltet ihr unbedingt auf eine gute Drainage, frostsichere Ware und gegebenenfalls einen Winterschutz achten. Nicht nur Mitbringsel aus südlichen Ländern sind häufig nicht für unsere Winter geeignet. Auch im Gartencenter hier gibt es oft Gefäße, die niedrige Minusgrade nicht überstehen. Besonders hübsch sind Kübel mit plastischen Ornamenten:

Kübelpflanzen
Kübelpflanzen sind von der Terrasse eines mediterran gestalteten Gartens kaum wegzudenken. Einige Bananen und Palmen können in milden Gegenden den Winter mit einem Winterschutz ausgepflanzt überstehen. Wer genügend Platz hat, überwintert sie in kühleren Gegenden frostfrei im Kübel.

Auch Wandelröschen (Lantana), Oleander (Nerium oleander) und Schmucklilien (Agapanthus) sind an der Terrasse oder paarweise an Treppen oder Eingängen platziert tolle Hingucker.

Möbel und Dekoideen für den mediterranen Garten
Leichte Metallmöbel vor einer Natursteinmauer versetzen uns in Gedanken auf die Terrasse eines Cafés in Italien. Un cappuccino, per favore!

Auch Korbmöbel passen perfekt zum Stil:

Große Vasen müssen nicht einmal bepflanzt sein, um eine tolle Wirkung zu erzielen.

Ein Wandrelief mit klassischem Motiv …

… oder eine Deckelamphore mit Patina eignen sich ebenfalls für die Dekoration:

Olivenharz-Töpfe haben rustikalen Charme. Mit Sukkulenten bepflanzt schmücken sie Tische und Regale:

Einfach und frisch ist die Tischdeko mit Zitronen und Oleander in der Vase, wie wir sie auf einer Finca auf Mallorca gesehen haben:

Weitere Ideen für den mediterranen Garten
In vielen Straßen im Süden finden wir Geranien in Töpfen. Eine kleine Gruppe von drei oder fünf Gefäßen reicht aus, um solche Szenen nachzuahmen. An heißen Tagen kommt man leider um tägliches Gießen oder besser noch Tauchen nicht herum. Die Aufhängung ist gut durchdacht: Die Töpfe berühren nicht die Wand und überschüssiges Wasser tropft ab, ohne unschöne Spuren am Putz zu hinterlassen.

Eine Laube als Rückzugsort bekommt mit dem Bild der Römerin im wahrsten Wortsinn ein mediterranes Gesicht. Wird sie noch von Weinranken gerahmt, fühlt man sich wie in Italien.

Wer mag, sammelt verschiedene Lavendelsorten und schafft einen kleinen, duftenden Lavendelgarten:

Im formalen Garten dient eine Figur mit antiker Anmutung als Blickpunkt und wird zu beiden Seiten mit Formschnittgehölzen betont:

Ein solcher Brunnen bringt Frische und mediterranes Flair in einen Innenhof mit Kübelpflanzen:

Auch ein Löwenkopf als Wasserspeier ist ein passendes Element:

Vielleicht findet ihr weitere Anregungen in den wirklich mediterranen Gärten, die wir besucht haben?
Gartenreise nach Südtirol: die Gärten von Trauttmansdorff in Meran
Mediterraner Garten: Besuch auf einer Finca auf Mallorca
Gärten in Florenz: der Giardino di Boboli
Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen. Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, herzliche Grüße
eure Susanna




20 Kommentare
WOW das sind ja wieder viele, viele Eindrücke, die man erst mal wirken lassen muss. Der Mittelmeer-Schneeball interessiert mich schon lange, es ist faszinierend, dass er im Winter schon blüht und auch noch immergrün ist.
Auch die vielen Schmucklilien begeistern mich, ich bin eben ein Kübelpflanzenfan und die Tischdeko ist genial, das mit der Zitrone muss ich mir unbedingt merken. Die Blüten unserer Oleander lasse ich aber lieber an der Pflanze, so üppig wie im Süden blühen sie bei uns leider nicht.
Herzlichen Dank für diese wunderschönen Fotos, liebe Susanna.
Ein sommerliches Wochenende
wünscht Dir
Anke
Guten Morgen, liebe Anke,
mit den Schmucklilien habe ich auch schon geliebäugelt, habe aber keinen Platz zum Überwintern. Vielleicht versuche ich es doch mal mit einer der Sorten, die als winterhart gelten.
In deinem Topfgarten kann ich sie mir auch sehr gut vorstellen.
Liebe Grüße
Susanna
guten Morgen liebe Susanna,
Danke für den schönen informativen Beitrag.
Mit mediterranen Pflanzen experimentiere ich schon seit Langem, das ist mal sehr erfolgreich und manchmal nicht.
Das Problem ist im Winter unser wechselhaftes nasskaltes Wetter, das viele mediterrane Pflanzen nicht überleben lässt.
Deshalb habe ich Viele davon im Kübel und diese kommen dann in’s helle ungeheizte Teehaus, das ist vollkommen unisoliert und die (manchmal frostigen) Temperaturen sind nahezu wie im Freien, nur kann ich die Kübel da trocken halten.
Also ich schätze minus 15C gibt es dort schon manchmal.
Trotzdem überleben dort 7 große Hanfpalmen , 5 große Töpfe Salvia Greggii "hot lips" – und ich überwintere auf diese Art noch mehr mediterrane Pflanzen, die im Beitrag nicht vorkommen, aber mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe: Strauchmalve (Lavatera Olbia), Strauchiger Gamander (Teucrium fruticans), Strauchiges Brandkraut (Phlomis fruticosa), Wüstenmalve (Sphaeralcea coccinea).
Feigen, Rosmarin, Bitterorangen und Opuntien wachsen bei uns ungeschützt im Freien.
Mit der Lagerstroemia und dem Seidenbaum (Albizia) liebäugle ich immer wieder, aber es fehlt der passende Platz.
Das Einzige wo ich nicht so der Fan bin : das sind Olivenbäume.
Das müsste dann schon so ein tolles knorriges altes Exemplar sein und nicht so ein dürres Stämmchen, aber die alten imposanten Olivenbäume sind mir einfach zu teuer für ein Winterhärteexperiment mit ungewissem Ausgang.
Was ich halt bei der vielen Arbeit, die ich sowieso habe nicht brauchen kann: irgendwas, das aufwendig im Freien mit Winterschutz versehen werden muss.
Ja, wie ich im letzten Kommentar erwähnt hatte: die mediterranen Oleander (bisher nicht so geschätzt) sind eine Pracht.
Bei uns ist es immer noch sehr trocken, was an Regen kam war ein Witz, oder wie wir sagen: der Regen war nur zum Leute ärgern…….
Da stelle ich mir die Frage, wer eigentlich auf die Idee kam 5 (inzwischen große) Samthortensien zu pflanzen, die sahen jeden Abend aus wie komplett verdorrt und verschrumpelt, aber immerhin nach dem abendlichen Gießen am nächsten Morgen die wahre Auferstehung 🙂
viele Gartengrüße von Bernd
ach ja….
Eva hatte nach dem Beitrag von letzter Woche den wilden Wein "Veitchii" erwähnt.
Den will ich jetzt mal loben,
obwohl ich zugebe: ich hätte den aus verschiedenen Gründen nicht an’s Haus gepflanzt, er ist mir z.B. viel zu wüchsig und möchte ständig die Fenster zuwachsen, aber es war schon so, als wir unser Haus übernahmen.
Er hat die enorme Trockenheit vollkommen unbeschadet überstanden.
Da er das ganze Haus bedeckt: ich vermute er kühlt auch.
Die riesige Bein-dicke Pflanze entspringt einem winzigen Pflanzloch aus dem Asphalt und sie hat im Sommer Millionen kleine Blüten, die stark, aber angenehm duften.
Und es summt den ganzen Tag, wenn man in der Küche arbeitet, das ist wie ein Konzert.
Und da viel mir jetzt auf: es wimmelt von Wespen, aber sie machen uns nie Probleme, obwohl wir riesige Küchenfenster haben, die auch ohne irgendein Fliegengitter im Sommer ständig geöffnet sind.
Wespen werden auch geduldet, in irgendeinem Rollladenkasten findet sich immer ein Wespennest, das entsprechende Fenster wird einfach nicht mehr geöffnet.
Wir haben auch unglaublich viele Hornissen, Ich kann es nur vermuten: sie halten die Wespen in Schach.
Das sind zwar große, aber äußerst gutmütige und friedliche Brummer, so dass man diejenigen, die sich in die Küche verirren sogar ungeschützt mit der Hand ins Freie bugsieren kann.
Also der Veitchii macht uns mit den vielen Insekten, Wildbienen und Schwebfliegen sehr viel Freude.
Ich finde: für erfolgreiches gärtnern braucht es auch die vielen Insekten.
Guten Morgen, lieber Bernd,
euer Garten muss ein Paradies sein mit all der Vielfalt und natürlich der Fläche, die ihr gestalten dürft.
Ich habe auch schon Experimente gemacht, aber mit einem Olivenbaum würde ich es auch nicht wagen.
Winterschutz für große Pflanzen im Freien würde mir nicht nur zu viel Arbeit machen, ich würde auch den Anblick als störend empfinden.
Wilden Wein hatten wir an einer Wand unseres vorigen Hauses auch, auch schon mitgekauft wie den Efeu vorn, und ich habe auch viele Wespen darin beobachtet. Im Herbst freuten sich besonders die Nachbarn gegenüber über die leuchtende Färbung der Blätter. Komisch, das fällt mir jetzt erst wieder ein, wo du die Wespen erwähnst …
Ich freue mich gerade besonders über die vielen Insekten am dem Sommerlauch und an der Bergminze.
Herzliche Grüße
Susanna
Liebe Susanna, das ist wieder genau so ein Moment, wo ich mir denke, boah, würde ich doch nur in einer Weinbauecke wohnen. Dann hätte ich genau so einen Garten. Manchmal probiere ich es trotzdem. Eine Gartenecke habe ich "Toskanaecke" getauft und entsprechend bestückt. Die Terrakotta ist noch da, der Lavendel hat sich längst verabschiedet und erinnert mich daran, dass ich eben nicht auf dem Weinberg, sondern meiner letzten oberbayerischen Endmoräne sitze. Aber, es gibt natürlich immer mehrere Möglichkeiten, zum Beispiel direkt in Richtung Mittelmeer zu düsen und sich die wunderbaren Gärten direkt vor Ort anzusehen. Vielleicht sollte ich das bald einmal wieder tun. Schönes Wochenende für Dich. LG Wurzerl
Bei uns sind in den Gartenanfängen auch ein einige dieser Pflanzen an der winterlichen Nässe gescheitert, obwohl Lavendel in unserem Boden keine Probleme hat. Im Magerbeet und im Sandbeet bekommen sie nun keine nassen Füße mehr. Angesichts der Dürre im Sommer werden solche Pfanzen wohl bald vermehrt bei uns anzutreffen sein.
Viele Grüße
Susanna
Liebe Susanna. Ich bin neu hier. Und habe mit Interesse deinen Beitrag gelesen. Du hast wunderbar über die einzelnen Pflanzen berichtet. Ich hab schon vor Jahren uns eine kleine italienische Ecke errichtet, die wir schon ab dem Frühling genießen, und bin noch ständig am Ideen Sammeln und weiter zu verschönern. Ich lebe in Oberbayern in der Nähe des Ammersee’s. Und den heißen Sommer heuer haben mein Mann und ich sehr genossen.
Wie schön, dass es auch jemanden gibt, der die Wärme der letzten Monate mochte, liebe Renate.
Ich freue mich, dass du meinen Blog entdeckt hast und hoffe, du kannst ein paar Inspirationen für euren Garten aus diesem Artikel mitnehmen.
Liebe Grüße nach Oberbayern
Susanna
Hallo, Susanna,
ja – ein Hoch auf die Bergminze. "Triumphator" gedeiht bei mir an Stellen, wo sonst nichts geht. Unter anderem triumphiert sie gerade vor den schäbbigen Thujen, die ich nicht selber gepflanzt habe, die aber einen eingewachsenen Sichtschutz bieten.
Viele Blätter im Garten sind unschön verbrannt und eingeknuspelt. Ich diskutiere gerade ernsthaft mit meinem Gewürzstrauch, ob Blüte und Duft einen so großen Pflanzplatz noch rechtfertigen. Warten wir den nächsten Sommer ab….
Durchgängig mediterrane Gestaltung passt nicht bei mir, und dann kommt ja auch wieder Starkregen, Matschboden…
Grundsätzlich Ackerland, das man für Pflanzungen oft abmagern muss.
Allium Lisa Green und Millenium versuchen auch mich ein bisschen zu trösten. Und meine Inseln mitten im Garten habe ich noch keine Sekunde bereut…..obwohl – beim Restrasenmähen vielleicht.
Sibirische Schwertlilie und Pfeifengras "Moorhexe" finden das füchtere abgerundete Rechteck rechts prima.
Links dann die beiden kleineren runden Beete. Perückenstrauch "Winecraft Black" vorne ist eine Sensation. Federbuschstrauch "Blue Shadow" schräg dahinter hat leider massive Hagelschäden an den Blättern – aber hält tapfer die blaugrünen Fähnchen hoch.
In der schon länger bestehenden mittleren Zunge musste ich den Rosenbusch komplett zurückschneiden, damit man das Zierapfel-Tinchen dahinter noch sieht. Kleinstrauchrose "Simsalabim" (sehr unromantischer Name, finde ich) hat diesen seltsamen Sommer die Hybris gepackt. Statt der angekündigten 80 cm einfach mal auf sparrige Einsfuffzig geschossen. Audrey III?
Wo wir auch über die Gestreiften reden. Besonders cool finde ich die tiefenentspannten Feldwespen. Schwingen ihre langen Beine lässig durch den Garten. Peace, Love and Happiness. Ich muss mal beobachten, an welchen Pflanzen sie hauptsächlich naschen. Mir kommt jedenfalls immer ein Song aus meiner Jugend in den Sinn: Laid Back – "Sunshine Reggae".
Also schwebe ich am besten auch elfengleich über mein kleines Land und sehe nur die schönen Dinge.
Allen ein rosiges Wochenende – Feenstaub voran!
Sabine
Hallo Sabine,
die Bergminze – hab' ich die eigentlich genannt? – ist neben Allium 'Millennium' gerade mein Highlight im Garten. Sie gedeiht hier allerdings im normalen Beet genauso gut wie im Magerbeet. Für einen Triumph über die Thuja muss sie sich allerdings auf mehr als nur die Zehenspitzen stellen.😅
Dass der Federbuschstrauch sich so gut hält, bei dir wie bei uns, finde ich beachtlich, gehört er doch eher zur durstigen Fraktion.
Die Wespen versammeln sich bei uns auf den Kerzen-Knöterichen, die in der Hitze einen Spagat gemacht haben und sich langsam wieder aufrichten.
Ich wäre mehr für Singin' in the Rain – ein bisschen brauchen wir noch!
liebe Grüße
Susanna
Mediterrane Gärten liebe ich! Ich mag die Pflanzen, die selbst unter extremen Bedingungen noch gedeihen.
Solch eine mit Ziegelsteinen gemauerte Laube würde mir gut gefallen. Dann könnte ich dort gemütlich sitzen und lesen oder den Garten beobachten. Ich könnte Freunde einladen und leckeren Kuchen servieren.
Vielen Dank für die vielen schönen Impressionen, die mich zum Träumen verleiten.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin
In die Laube habe ich mich bei einem Gartenbesuch gar nicht weit von uns gleich verliebt. Man fühlt sich dort direkt von Ostwestfalen in den Süden versetzt!
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Susanna
Liebe Susanna,
sehr schöne Beispiele für einen mediterranen Garten zeigst du in deinem Beitrag. Ganz toll finde ich die Kombination mit Wacholder, Wolfsmilch und Perovskien. Als erstes kam mir in den Sinn , diese Gestaltung gefällt mir zwar, passt aber nicht in einen Garten im niederbayrischen Hügelland. Dann habe ich aber gesehen, dass wir doch etliche " mediterrane " Ecken haben, angefangen von den großen Kübeln mit Agapanthus. Es sind vier Sorten, und es werden immer mehr Töpfe, weil wir nach dem Teilen der Stöcke nichts wegwerfen können. Das Wetter in diesem Jahr hat ihnen gepasst, sie blühen überreich .Die größte Pflanze hat 56 Blüten ! Der Kräutergarten hat auch mediterranes Flair, viel graulaubiges, Artemisia " Lambrook silver " Lavendel, Currykraut, Thymian und Heiligenkraut, dazu Katzenminze, Bergminze, Origanum …. Auf einer Mauerkrone wächst eine lange Reihe Blauraute. Also doch ein wenig mediterrane Gestaltung. Diese Pflanzen sehen nach der großen Hitze immer noch gut aus, während der Rest vom Garten doch sehr gelitten hat.
Im Garten meiner Eltern gab es einen geschützten Brunnenhof, da gediehen sogar Feigen und Bitterorangen. Denen wäre es in Niederbayern definitiv zu kalt.
Regen hatten wir auch ein wenig, wir hoffen auf mehr. Wenigstens ist es nicht mehr so heiß.
Lieber Gruß
Inge
Da hast du tatsächlich schon eine ganze Reihe von passenden Pflanzen, liebe Inge, die für unser verändertes Klima ebenso geeignet sind wie für den mediterranen Garten. Deine Agapanthus klingen toll! Wie schön, dass sie dir so viel Freude machen.
Liebe Grüße
Susanna
Hallo Susanna,
ich glaube, ich weiß, wo du die Mauer mit den Dachziegeln oben drauf fotografiert hast!
Den mediterranen Stil finde ich auch ganz gut, ich würde dabei zur Weidenblättrigen Birne tendieren, sicher ist sicher, ein Olivenbaum wäre mir zu rikant.
VG
Elke
Hallo Elke,
die Mauer gab es schon 2020 bei unserem Besuch im Park der Gärten in Bad Zwischenahn. Ich würde gerne noch mal hinfahren und sehen, was sich dort inzwischen verändert hat.
Die Weidenblättrige Birne finde ich sehr hübsch, hätte ich Platz dafür, würde ich sie pflanzen.
Viele Grüße
Susanna
Moin zusammen,
ein nochmaliger Besuch in Bad Zwischenahn lohnt sich in jedem Fall. Dort wurden Beete angelegt, die das Thema Klimakrise aufnehmen. Wir waren im Frühjahr dort, als alles gerade erst angelegt worden ist. Es sah damals schon vielversprechend und interessant aus. Und bei diesem heißen Sommer konnten sich die Pflanzen sicherlich gut entwickeln. Eigentlich wollte ich mir das im Sommer noch einmal angeschaut haben….(wir wohnen gar nicht so weit weg😀) gut, dass Du mir das noch einmal ins Gedächtnis gerufen hast. Viele Grüße. Ulla
Danke für des Zuspruch, liebe Ulla. Wir haben uns für Mittwoch einen Besuch in Bad Nenndorf vorgenommen. Ich bin gespannt, wie es jetzt dort aussieht.
Liebe Grüße
Susanna
Herrlich das Lavendel Meer liebe Susanna. Ich liebe Lavendel und an einer Stelle habe ich Glück mit ihm im Garten, zwar bescheiden aber es genügt für den schönen Duft um mich zu "betören".
Ich muss aber auch sagen, wenn dann der Schatten kommt bin ich doch sehr froh der Hitze zu entfliehen. Bei uns ging es ja noch, es kühlte sich ja doch immer mal ab und wir hier hatten auch regelmäßig Regen. An vielen Tagen bin ich ganz früh zu meiner Hunderunde aufgebrochen und dann lag Uno fast nur noch im Keller oder im kühlen Flur.
Aber jetzt spürt man schon wie der Sommer sich verabschiedet, unglaublich wie die Zeit wieder vergangen ist.
Liebe Grüße
Kirsi
Es reichen ja schon ein paar Horste vom Lavendel, um den Duft in den Garten zu holen, liebe Kirsi. Viele habe ich auch nicht, aber ich habe Freude daran.
Am liebsten würde ich den Sommer festhalten, ein paar milde, sonnige und nicht zu heiße Wochen mit ab und zu ordentlichem Regen, das wäre schön. Aber so kann ja auch der Herbst sein …
Liebe Grüße
Susanna