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Staude des Jahres 2026: Schönaster (Kalimeris incisa) pflanzen und kombinieren

16. Januar 2026
Schönaster (Kalimeris incisa) 'Charlotte' mit blassblauen Körbchenblüten

Ihr Lieben,
ich hoffe, ihr seid gut und gesund durch die stürmischen Tage gekommen und das Sturmtief Elli hat in euren Gärten keine Schäden hinterlassen. Wir hatten so viel Schnee wie schon lange nicht mehr und es gab schöne winterliche Bilder. Als heftige Minusgrade und eisiger Ostwind angesagt wurden, habe ich meine empfindlichen Zimmeraralien, Orangenblumen und die Veredelungsstelle der Hochstammröschen mit den Resten des Weihnachtsbaums geschützt.
Inzwischen ist alles weggetaut und wir haben 10° plus!

Staude des Jahres 2026: Schönaster (Kalimeris incisa) 'Charlotte'
Staude des Jahres 2026: Schönaster (Kalimeris incisa) 'Charlotte'

Die Schönaster (Kalimeris incisa)

Der Bund Deutscher Staudengärtner wählt jedes Jahr eine Staude des Jahres. Diese Pflanze wird in dem jeweiligen Jahr besonders herausgestellt und beworben. Für 2026 fiel die Wahl auf die Schönaster (Kalimeris incisa). Damit wird das Augenmerk dieses Mal auf eine in unseren privaten Gärten noch nicht so verbreitete Pflanze gelenkt.

Die Schönaster (Kalimeris incisa) ist eine sommergrüne horstbildende Staude aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und mit den Astern verwandt. Sie stammt aus Asien. Die Pflanze wird 60-80 cm hoch und etwa 45-55 cm breit. Die sternförmigen kleinen Blüten der Art sind weiß mit goldgelber Mitte und erscheinen zahlreich von Juni bis September. Sie bieten Pollen und Nektar für die Generalisten unter den Insekten.

Schönaster (Kalimeris incisa) 'Blue Star'
Schönaster (Kalimeris incisa) 'Blue Star'

Hier sieht man gut, wie sich die frischen Blütentriebe über die vorherigen Blüten schieben. So wird das Verblühte jeweils von den neuen Blüten verdeckt und der gesamte Horst macht immer einen guten Eindruck:

Schönaster (Kalimeris incisa) 'Charlotte' mit blassblauen Körbchenblüten
Schönaster (Kalimeris incisa) 'Charlotte'

Die Pflanze wächst straff aufrecht, ist stark verzweigt, kompakt und standfest. Die Blätter sind mittelgrün, kurz, lanzettlich und gezähnt.
Schönastern mögen am liebsten sonnige bis halbschattige Plätze mit frischem oder mäßig trockenem humosem Boden, kommen aber auch mit etwas weniger Wasser und Nährstoffen zurecht.
Da die Staude lange am selben Platz stehen kann, ohne geteilt zu werden und auch keine hohen Ansprüche an den Boden stellt, ist sie pflegeleicht.

Schönaster (Kalimeris incisa) 'Charlotte'
Schönaster (Kalimeris incisa) 'Charlotte'

Die verbreitetsten Sorten:*
'Blue Star' ist mit 40 cm Höhe und 30 cm Breite kleiner als ihre Schwestern. Eine bewährte Sorte mit blau-violetten Blüten.
'Charlotte' hat relativ große Blüten in blassem Blau und wird 60-70 cm hoch.
'Madiva', die Großblütige Schönaster bildet rundliche Horste und hat – wer hätte das gedacht? – besonders große Blüten, die im Laufe der Zeit von Hellviolett nach Weiß verblassen und blüht ausdauernd von Juni bis Oktober. Als zusätzliches Bonbon hat ihr Laub eine hübsche Herbstfärbung.
'Alba' erinnert mit ihren hübschen weißen Blüten, die etwas größer sind als bei der Art, an Margeriten. Sie wird etwa 70 cm hoch.

Großblütige Schönaster (Kalimeris incisa) 'Madiva'
Großblütige Schönaster (Kalimeris incisa) 'Madiva'

Auf einen Blick
Blütezeit: Juni bis September
Höhe und Breite: Höhe 60-80 cm, Breite 45-55 cm (Angaben für die Art; Sorten weichen ab, s.o.)
Licht: volle Sonne bis Halbschatten
Boden: frisch bis mäßig trocken, sandig bis lehmig, humos
Sonstiges: gut durch Teilung zu vermehren, aber keine regelmäßige Teilung erforderlich; für den Schnitt geeignet
Pflege: Rückschnitt im Frühling; eine gelegentliche Gabe Kompost reicht aus

Was passt zur Schönaster (Kalimeris incisa)?

Die Schönaster harmoniert mit vielen anderen Pflanzen, die ihre Standortansprüche teilen.
Der Sommer-Phlox (Phlox paniculata) mit seinen großen Blütenköpfen kann in allen Farben mit ihr kombiniert werden.
Der Kerzen-Knöterich (Persicaria amplexicaule) bringt große Blätter und kerzenförmige Blüten in Rot oder Weiß mit.
Eine ähnliche Blütenform wie die Schönaster in anderer Farbe haben die Sonnenbraut (Helenium), die von Juli bis August blüht und der Gelbe Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) mit Blüten von August bis Oktober. Die Goldrute (Solidago) 'Fireworks' hat ebenfalls gelbe Blüten von August bis Oktober, die die Farbe der Mitten der Kalimeris wieder aufnehmen.
Auch Langblättriger Ehrenpreis (Veronica longifolia) mit aufrechten blauen Blütenkerzen im Juni und Juli passt dazu.
Eine feine Partnerin ist die Dreiblattspiere mit filigranen weißen Blüten mit roten Blütenkelchen im Juni und Juli. Sie hat außerdem eine leuchtend rote Herbstfärbung.
Gute Begleiter mit kompakten Blütenschirmen sind Hohe Fetthennen (Hylotelephium) in unterschiedlichen Farben und Größen.
Exotisch wirken die rote Montbretie (Crocosmia masoniorum) mit schwertförmigen Blättern und langen, gebogenen Blütenständen von Juli bis August oder eine orange Montbretie wie (Crocosmia crocosmiiflora) 'Okavango', die bis zum September blüht.
Als Gräser eignen sich für den Beethintergrund Chinaschilf (Miscanthus), Rutenhirse (Panicum virgatum) oder das hohe Lampenputzergras (Pennisetum orientale) 'Karley Rose'. Niedrigere Lampenputzergräser (Pennisetum alopecuroides) wie 'Hameln' und das Japan-Berggras (Hakonechloa macra), das weiche Wellen und feine Struktur ins Beet bringt, passen neben die Schönaster.
Im weißen Garten können Dreiblattspiere, weißer Kerzen-Knöterich 'Alba', weiße Lanzen-Verbene (Verbena hastata) und weiße Prachtkerze (Oenothera lindheimeri) die Schönaster begleiten. Wer es komplett monochrom möchte, wählt die Sorte 'Alba' der Schönaster.

In diesem kleinen Schaugarten wurde die Schönaster 'Blue Star' mit Gräsern und roten Taglilien kombiniert. Das Argentinische Eisenkraut (Verbena bonariensis) nimmt ihren zarten Farbton als kräftigeres Violett wieder auf, die Taglilie bildet einen kräftigen Kontrast:

Staudenbeet: Schönaster (Kalimeris incisa) 'Blue Star' mit Gräsern, roten Taglilien (Hemerocallis) und Argentinischem Eisenkraut (Verbena bonariensis)
Staudenbeet: Schönaster (Kalimeris incisa) 'Blue Star' mit Gräsern, roten Taglilien (Hemerocallis) und Argentinischem Eisenkraut (Verbena bonariensis)

Ton in Ton wurde hier die Schönaster mit einer Blauraute (Salvia yangii) gepflanzt. Die langen Blütenähren bilden einen hübschen Hintergrund für ihre sternförmigen Blüten. Das rotlaubige Purpurglöckchen im Vordergrund erdet das Duo. Gräser und Taglilien sorgen für Struktur, die gelben Taglilienblüten bringen einen leuchtenden farblichen Kontrapunkt dazu.

Schönaster (Kalimeris incisa) kombinieren: mit Blauraute (Salvia yangii), rotlaubigem Purpurglöckchen, Gräsern und gelben Taglilien
Schönaster (Kalimeris incisa) kombinieren: mit Blauraute (Salvia yangii), rotlaubigem Purpurglöckchen, Gräsern und gelben Taglilien

Die Schönaster wurde in dem Hochbeet als großzügiger Drift gesetzt. Das Lampenputzergras (Pennisetum orientale) 'Karley Rose' hat weiche rosa Ähren und die Stockrosen rechts steuern Höhe und grobe Blattstruktur bei.

Großblütige Schönaster (Kalimeris incisa) 'Madiva' und Lampenputzergras (Pennisetum orientale) 'Karley Rose'
Großblütige Schönaster (Kalimeris incisa) 'Madiva' und Lampenputzergras (Pennisetum orientale) 'Karley Rose'

Und das war es für heute schon mit den Bildern. Tatsächlich habe ich keine weiteren Fotos der Schönaster in meinem Fundus.

Die Wildpflanze des Jahres 2026 ist der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare). Mehr über die heimische insektenfreundliche Pflanze gibt es demnächst in einem Pflanzenporträt.

Nun kommt noch einmal mein Tipp für alle, die in Westfalen-Lippe oder in der Nähe wohnen:
Am 13. und 14. Juni 2026 gibt es wieder die "Tage der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe". Private Gärten öffnen für Interessierte ihre Gartenpforte und in vielen Parks der Region finden Veranstaltungen statt. Das Thema für Aktionen an diesen Tagen wird in diesem Jahr "Wertvolles Wasser" sein.
Notiert euch doch das Wochenende schon mal im Kalender; es lohnt sich bestimmt, einige der Gärten zu besuchen.
Vielleicht möchtet ihr selbst euren Garten öffnen? Ihr könnt kostenlos teilnehmen und euch bis zum 31. Januar anmelden.
Näheres zur Teilnahme und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Webseite des LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe).

*Einige Infos zu den Sorten habe ich der Zeitschrift "der Staudengarten", Magazin der Gesellschaft der Staudenfreunde e.V., Ausgabe 1-2026 entnommen.

Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen.
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende,
herzliche Grüße
eure Susanna

16 Kommentare

  • Antwort Eva Lemmert 16. Januar 2026 at 8:07

    Liebe Susanna,
    ganz lieben Dank für diesen informativen Artikel.
    Von der Schönaster hab ich schon oft gelesen (aber noch nicht so vertieft), allerdings muss ich sagen, dass ich rein visuell keinen Unterschied zur Aster erkennen kann. Bei mir wachsen Aster ageratoides ‚Asran‘ und ‚Ashvi‘, und für mich sehen sie ganz genauso aus. Allerdings hab ich noch keine Schönaster bewusst live gesehen, sodass ich auf einen Unterschied hätte achten können.
    Jedenfalls sind meine Astern sehr kompatibel mit der hiesigen Trockenheit, und das sogar im Schatten (Ashvi wächst unter dem Holunder), und deswegen werde ich da wohl keine Experimente machen. Dennoch finde ich es immer wieder faszinierend, was es im Pflanzenreich so alles gibt.
    Ganz liebe Grüße, und ein wunderschönes Wochenende, eva

    • Antwort Susanna 16. Januar 2026 at 8:11

      Guten Morgen, liebe Eva,
      die Schönaster ähnelt den Astern wirklich sehr. Mit der hübschen 'Ashvi' liebäugele ich auch schon länger. Vielleicht kommt sie in mein inzwischen halbschattiges Beet, das umgestaltet werden muss.
      Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
      Susanna

  • Antwort Queen All 16. Januar 2026 at 8:25

    Ich mag Astern ja generell sehr, habe aber nur eine Teppichaster im Garten. Die hält sich schon nicht an ihre Größenangabe von 30 cm und ist glatt doppelt so hoch geworden. Wenn die Schönaster ähnlich wuchsfreudig ist, hat man bestimmt ein prächtiges Beet. Die Staude steht übrigens noch – im Sinne der naturfreundlichen Wintergestaltung – und hat im Gegensatz zu manch anderen "Trockenblumen" auch Elli unbeschadet überlebt.
    Liebe Grüße!

    • Antwort Susanna 16. Januar 2026 at 8:47

      Hallo Vanessa,
      eine Teppichaster mit 60 cm Höhe ist mir noch nicht begegnet. Natürlich können die Höhen je nach Boden und Standort variieren, aber das ist ungewöhnlich. Vielleicht war sie falsch ausgezeichnet? Hier haben die Lampenputzergräser unter dem schweren Schnee die Luftigkeit verloren, aber einige Staudenreste stehen noch überraschend aufrecht.
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Inge 16. Januar 2026 at 9:29

    Liebe Susanna,
    gut, dass du auf die Schönaster aufmerksam gemacht hast. Solche Stauden passen wunderbar in naturnahe Gärten, durch ihre sanften Farben sind sie auch schöne " Vermittler " im Staudenbeet. Mir geht es wie Eva, ich kann keinen großen Unterschied zu Aster ageratoides erkennen.
    Aster ageratoides " Asran " wächst in unserem Garten in nahezu reinem Sand, sie ist unwahrscheinlich robust und hat an dieser schwierigen Stelle schon etliche Quadratmeter erobert.
    Die Schönaster scheint auch einiges an Trockenheit auszuhalten, und offenbar wuchert sie nicht so, wie Aster ageratoides, da ist sie für ein "normales" Staudenbeet wohl eher geeignet.
    Lieber Gruß
    Inge

    • Antwort Susanna 16. Januar 2026 at 9:36

      Guten Morgen, liebe Inge,
      wenn man möchte, dass sich die Staude ausbreitet, ist die Wild-Aster sicher eine gute Wahl. Sie fühlt sich bei dir offensichtlich wohl. Möchte man eine "brave" Staude, die an ihrem Platz bleibt, ist die horstbildende Schönaster sicher die bessere Alternative. Wie gut, dass wir die Wahl haben!
      Liebe Grüße
      Susanna

  • Antwort Martin 16. Januar 2026 at 10:49

    Hallo Susanna,
    vielen Dank für deinen Artikel.
    Bei mir sind die ersten Schönastern im Herbst 2023 eingezogen. Damals die Sorte Madiva, die sich seither wunderbar entwickelt hat.
    Im letzten Frühjahr kamen dann noch mehrere Exemplare der Sorte Alba hinzu. Beide sind wahre Dauerblüher und geben sehr schöne Gartenbilder her. Ich beabsichtige auf jeden Fall noch weitere Pflanzen dazuzuholen. Vielleicht probiere ich ja auch noch die anderen Sorten, die du hier vorgestellt hast.
    Liebe Grüße
    Martin

    • Antwort Susanna 16. Januar 2026 at 13:14

      Hallo Martin,
      von diesen tollen Langzeitblüherinnen kann man gar nicht zu viele haben, sofern es der Platz im Garten hergibt. Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier geteilt hast. Die Sorte 'Alba' hätte ich auch gerne bei uns im Garten; mir fehlt noch Weiß …
      Liebe Grüße
      Susanna

      • Antwort Martin 16. Januar 2026 at 13:35

        Im direkten Vergleich gefällt mir die 'Madiva' besser. Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass sie schon ein Jahr Vorsprung hat 🙂

        • Antwort Susanna 16. Januar 2026 at 14:25

          Ja, das kann gut sein. Das kannst du vermutlich nach einer weiteren Saison besser beurteilen.
          LG Susanna

  • Antwort Sabine 16. Januar 2026 at 11:54

    Hallo, Susanna,
    die Schönen auf den Hangterrassen foppen mich jedes Jahr. Kommen so zögerlich, dass ich denke, es wird nichts mehr mit der üppigen Pracht. Und dann plötzlich wie aus der Torte gesprungen. Wunderschön! Habe "Madiva" und "Blue Star".
    Das größte hier wohnende Lampenputzerbüschel musste ich gestern auch schimpfen, weil es sich rundum über die anderen Stauden gelegt hat. Dabei kann es ja gar nichts dafür. Auch die Zwiebelblumen werden es schwer haben, wenn ich nicht doch schon viel zu früh zurückschneide an den Seiten. Zusammenbinden im Herbst mag ich es aber auch nicht…
    Wie herrlich unkompliziert sind doch mein Berg-Reitgräser. Aber wer will schon einen pflegeleichten Garten?
    Vielen Dank für den Veranstaltungstipp am Ende! Ist schon mal im Kalender…..Mal sehen, welche Pforten in der Nähe mir dann Einlass gewähren 😊.
    Macht euch das sonnige Wochenende schön!
    Sabine

    • Antwort Susanna 16. Januar 2026 at 13:22

      Wie schön, dass dein Garten dich so überraschen kann, liebe Sabine. Die späteren Blüherinnen müssen sich ja nicht so beeilen.
      Ob das Schimpfen nützt? Ich spreche ja auch mit meinen Pflanzen; manchmal bin ich froh, dass es Monologe sind …
      Offene Gartenpforten sind immer tolle Veranstaltungen und natürlich nehmen wir die Kamera mit!
      Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
      Susanna

  • Antwort Lore 16. Januar 2026 at 12:01

    Liebe Susanna,
    wie schön, daß Du Werbung für diese dankbare Staude machst, sie hat es wirklich verdient. Der allergrößte Vorteil ist, daß sie so früh anfängt zu blühen. Bereits Mitte Juli kommen die ersten Sternchen. Da sie so reichblütig ist und außerdem sehr standfest und kompakt, gibt sie auch im Winterbeet mit ihren schönen Samenständen Struktur. Ich habe die "Madiva" und bin damit sehr glücklich.
    Liebe Grüße
    Lore

    • Antwort Susanna 16. Januar 2026 at 13:24

      Liebe Lore,
      Dankeschön für deine Ergänzung zu den Samenständen. Davon habe ich kein Foto und deshalb den Winteraspekt ganz vergessen, der mir so am Herzen liegt! 'Madiva' ist eine tolle Sorte!
      Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende
      Susanna

  • Antwort Emilia 16. Januar 2026 at 14:06

    Hallo Susanna
    Deine Bilder und Beschreibungen schaue ich gern an. Der Schönaster blüht in meinem Garten am längsten, dementsprechend haben die Insekten noch spät Nahrung.
    Besonders gern lese ich über Stauden, die sich in naturbelassenen Gärten gut machen.

    In diesem und auch in dem vorherigen Beitrag nennst du Blauraute – Salvia yangii. Meiner Meinung nach ist ihr lateinischer Name – Perovskia.

    Emilia

    • Antwort Susanna 16. Januar 2026 at 14:43

      Hallo Emilia,
      diese späten Blüherinnen sind so wertvoll! Auch die Blauraute gehört ja dazu.
      Vielen Dank fürs Mitdenken und deine berechtigte Anmerkung! Das mit den botanischen Namen ist wirklich verwirrend und mir haben deshalb schon mehrmals Leser dazu geschrieben.
      In meiner Ausbildung wurde in den Prüfungen sehr darauf geachtet, dass der aktuelle botanische Name verwendet wurde. Darum versuche ich, immer auf dem Laufenden zu sein. Die botanischen Namen ändern sich nämlich mit neuen Erkenntnissen der Wissenschaft. Die alten Namen stammen zum Teil noch von Herrn Linné, der ja damals die Pflanzen nur anschauen konnte und sie nach dem äußeren Erscheinungsbild ordnete.
      Inzwischen ist es möglich, anhand moderner Methoden die DNA zu vergleichen und man stellte fest, dass einige Pflanzen gar nicht so eng verwandt sind, wie man dachte.
      Aufgrund dieser Erkenntnisse ordnete man sie in andere Gattungen ein.
      Meistens bleibt der Artname erhalten. So wurde aus dem Tränenden Herzen statt Dicentra spectabilis Lamprocapnos spectabilis und aus dem Zarten Federgras (Stipa tenuissima) wurde Nassella tenuissima. Bei der Blauraute hat man den Artnamen gleich mit geändert. Im Pflanzenporträt zur Blauraute habe ich das erklärt, aber den alten Namen verwendet – weil man sie sonst beim Googeln schlecht findet.😉
      Verwirrend ist es auch deshalb, weil viele Gärtnereien die Pflanzen noch unter den alten Namen anbieten, andere unter den neuen.
      Liebe Grüße
      Susanna

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