Ihr Lieben,
schon seit einigen Jahren stand der Hortvs von Peter Janke in Hilden auf meiner Da-möchte-ich-hin-Liste und vor zwei Wochen konnten wir ihn endlich besuchen. Ich habe mich ganz besonders gefreut, dass Herr Janke zu Hause war und war schon etwas aufgeregt, ihn persönlich kennenzulernen. Einen international bekannten Gartengestalter trifft man schließlich nicht jeden Tag!

Der Hortvs von Peter Janke in Hilden ist 1,4 Hektar groß und es gibt sowohl trockene, sandige als auch feuchte Bereiche. Das bietet die Möglichkeit, mit ganz unterschiedlichen Pflanzengemeinschaften zu gestalten, nach dem Grundsatz "Right plant, right place" (die richtige Pflanze am richtigen Platz), den Beth Chatto prägte, bei der Peter Janke 2003 und 2004 arbeitete.
Welche (Vor-)Freude, durch die Allee aus Mittelmeer-Zypressen zu fahren, die wohl die meisten Gartenfans schon einmal auf Fotos gesehen haben!

Vom Parkplatz aus kommen wir zuerst zum Entdeckergarten, einem formalen Gartenraum mit einem Wegekreuz und vier Bänken um ein Wasserspiel.

Orient-Knöterich (Persicaria orientalis) und Hanfpalme geben dem Bereich eine exotische Note:

Von der Cortenstahl-Einfassung aus beobachten die "Seelenfiguren" des Hildener Künstlers Willy Bitter die Gartenbesucher:

Eibenkugeln und Hortensien bilden den Eingang zur Miscanthus-Allee. Stellt euch mal vor, durch das mannshohe Chinaschilf zu gehen, wenn ein sanfter Wind weht und die Halme zum Flüstern bringt!

Der Silbergarten
Der Silbergarten bekommt durch den Ring aus Weiden und die kreisrunde Einfassung aus Cortenstahl etwas Magisches.

Seht es mir bitte nach, dass ich euch heute nicht mit vielen Namen, geschweige denn Sorten dienen kann: Peter Janke hat solch eine Vielfalt von mir teils unbekannten Schönheiten gepflanzt, dass ich mich da nicht festlegen möchte.

Zum nächsten Gartenteil gelangen wir durch einen schmalen Heckengarten, dessen akkurater Schnitt im Kontrast zu den duftigen Horsten des Chinaschilfs an seinem Eingang steht.

Im Frühling bringt Frauenmantel (Alchemilla) die dunklen Eiben von innen zum Leuchten.

Der Kiesgarten
Der Kiesgarten ist Peter Jankes tiefe Verbeugung vor Beth Chatto, wie er sagt. Dies ist der einzige Bereich, in dem es keine Geometrie gibt, keine vom Menschen gemachte Form. Breite Kieswege führen durch dieses Areal, die Übergänge zu den Pflanzflächen sind fließend.

Peter Janke wählt Pflanzen vorrangig anhand ihrer Merkmale wie Form, Textur und Blattfarbe aus. Er sei kein "Blumengärtner", sagt er. Der geometrischen Gestalt der Yucca setzen lockere Gräserähren spielerische Leichtigkeit entgegen:

Wie eine Skulptur wirkt die Blaue Palmlilie (vermutlich Yucca 'Blue Swan') vor dem Rot des Korkflügelstrauches. Ihre Farbe scheint sich in der Wolfsmilch zu ihren Füßen zu spiegeln.


Blüten sind eine gern genommene Zugabe. Hier webt sich ein farbiges Band aus Hoher Fetthenne (Hylotelephium), Aster und Korkflügelstrauch durchs Bild:

Die Pflanzengemeinschaften gedeihen üppig, obwohl die sonnigen Bereiche nicht gegossen werden und die schattigen nur sehr sparsam.
Wie er als Gartengestalter mit den Herausforderungen des Klimawandels umgeht, frage ich Peter Janke.
Er schickt voraus, dass ein Professor von der Universität Amsterdam ihm einmal gesagt hat, wir sollten nicht vom Klimawandel sprechen, sondern von einer Klimakatastrophe! Trotzdem möchte er positiv bleiben und zum Weitergärtnern motivieren: Es muss nicht alles perfekt sein; jeder Schritt in Richtung des ökologischen Gärtnerns ist hilfreich und wertvoll.
Für eine zukunftsfähige Gestaltung hält er zweierlei für wichtig:
Eine größere Bandbreite von Pflanzen:
Nach dem Grundsatz "Right plant – right place" sollte jede Pflanze standortgerecht ausgewählt sein. Doch das allein passt nicht mehr zum heutigen Auf und Ab: Wir haben nicht nur extrem trockene Sommer, sondern auch extrem nasse Perioden wie 2021, als auch der Hortvs unter Wasser stand. Dennoch hat er überlebt.
Janke setzt darauf, eine größere Zahl von Pflanzen zu verwenden, die für den jeweiligen Standort in Frage kommen, und dabei auch an die Grenzen ihrer Standortamplitude zu gehen.
Früher hat er für einen Garten zehn Pflanzen ausgewählt, heute einhundert. Durch die größere Bandbreite überleben mehr Pflanzen extreme Zeiten und es bricht nicht alles gleichzeitig weg.
Er gestaltet mit vielen miteinander verwobenen Einzelpflanzen. Die herkömmlichen größeren Drifts von Blütenpflanzen wie Echinacea oder Rudbeckia würden große Lücken hinterlassen, wenn sie ausfallen. Deshalb setzt er auf Pflanzenmosaike anstatt auf größere Gruppen von Pflanzen.
Malerisch erhebt sich ein Überhängender Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) 'Pendulum' über die Pflanzung. Dass er auf dem trockenen, sandigen Boden gedeiht, obwohl er es feucht mag, führt Peter Janke darauf zurück, dass er von Mikroorganismen versorgt wird.

Damit kommt er zum zweiten Aspekt, der Gärten zukunftsfähiger machen kann:
Servicegemeinschaften fördern:
Gehölze, die gut mit Mikroorganismen, vermutlich Mykorrhiza, vernetzt sind, bekommen von ihnen Feuchtigkeit zugeführt, so Peter Janke. Im Gegenzug erhalten die Kleinstlebewesen von ihnen Zucker als Nahrung. Solche Servicegemeinschaften können Gärten fitter machen, ist sich der Pflanzenexperte sicher. Je mehr verschiedene Pflanzen, desto größer ist die Anzahl der Mikroorganismen, die das Leben im Garten fördern.
Eine Voraussetzung dafür ist, dass der vorhandene Boden beim Anlegen eines Gartens nicht ausgetauscht wird und keine Chemie zum Einsatz kommt. Er verwendet inzwischen nicht nur keine synthetischen Dünger mehr, sondern verzichtet ganz auf Pflanzenschutz- und Stärkungsmittel. Er düngt trotz armen Bodens nicht!


Schlichte Stühle, ein alter Mühlstein und die rhythmische Wiederholung von Mittelmeer-Wolfsmilch und Bergenien bringen Ruhe an diesen Platz. Da können die vielen Eindrücke aus dem Kiesgarten erst einmal nachwirken.

Es gibt immer Neues zu entdecken, etwa den Kontrast zwischen dem Gewicht einer rotlaubigen Blasenspiere (Physocarpus opulifolius) und der fedrigen Leichtigkeit des Pampasgrases (Cortaderia selloana).

Und es lohnt sich, ganz genau hinzusehen: Die rötlichen Blattstiele und -nerven des Perückenstrauches (Cotinus) passen nicht nur wunderbar zu dessen bläulichem Laub, sie nehmen ganz subtil die herbstliche Farbe des Korkspindelstrauches auf.
Das ist das Ziel von Peter Jankes Gartenkonzepten: Es muss das ganze Jahr über etwas passieren!

Die Garrigue-Heidepflanzung
Was ist die Garrigue?
Mit "Garrigue" bezeichnet man die etwa kniehohe Strauchheidevegetation aus Zwergsträuchern, Kräutern, Einjährigen und Zwiebelpflanzen im Mittelmeerraum, die durch natürliche Brände, Brandrodung und Überweidung entstanden ist. Die dort vorkommenden Pflanzen eignen sich für unser bisheriges Klima ebenso wie für die immer wärmeren und anhaltend trockenen Sommer.

Heide muss keine langweilige Friedhofspflanze sein! Peter Janke schätzt die Besenheide (Calluna vulgaris), weil sie nicht nur mit Trockenheit zurecht kommt, sondern auch zeitweilig nasse Füße verträgt. Von der Besenheide gibt es Sorten mit verschiedenen Laubfarben und mit Blüten von Weiß über Rosa bis Rotviolett, die untereinander kombiniert schon Abwechslung bieten:


Eine Skulptur aus Formschnitt-Eiben trägt die Farbe der Mittelmeer-Zypressen ins Beet und lässt sie hier als Ankerpunkt ruhen.


Gräser in leuchtenden Farben bringen selbst an diesem regnerischen Tag Leben ins Bild.

Strauch-Basilikum mit hellvioletten Blüten und dunklen Stielen sorgt die ganze Saison über für Farbe:

Rund um die Garrigue-Heidepflanzung nisten zahlreiche Wildbienen im Boden. An dem, was sie zutage fördern, sieht man, wie sandig er ist: eine ideale Voraussetzung, um ihre Brutgänge anzulegen. Das erste Foto zeigt den Ausgang einer Röhre, das zweite eine der Bienen.


Auf dem Weg zum Waldgarten
Wie ein Bühnenbild sind die vielfältigen Gehölze vor der Kulisse der hohen Bäume aufeinander abgestimmt:

Bananen und Gräser rahmen die Bank und geben dem Platz etwas Exotisches:

Wir gehen weiter in Richtung Wohnhaus. Eine Allee aus Scheinkamelien (Stewartia) dient hier als Ruhepol.

Mehrere Pampasgrashorste ragen aus einem Teppich von Elfenblumen und weisen den Weg zum Birkenhain.

Dort setzt ein schwungvolles Kunstwerk aus biegsamen Ruten einen Gegenpol zu den aufstrebenden weißen Stämmen:

Wir lassen den sonnigen Bereich hinter uns und betreten mit dem Waldgarten eine ganz andere Welt.

Im Waldgarten
Auch wenn hier alles organisch fließt, liegt dem Waldgarten eine klare Form zugrunde. Er zieht sich an einem schnurgeraden Weg entlang. Eiben bringen sattes Dunkelgrün und Symmetrie in diesen Bereich.

Wogen von hell panaschiertem Japanischem Berggras (Hakonechloa macra) bringen Licht ins untere Stockwerk und schwingen weit in den Pfad hinein:

Gehölze mit "Beinfreiheit" erlauben eine Unterpflanzung mit einem dichten Saum aus niedrigen Stauden. Die Eibe setzt als Ausrufezeichen einen immergrünen Akzent.

Die ausladenden Äste einer Eiche schaffen ein magisches Bild.

Verschiedene Grüntöne, leuchtendes Gelb, warmes Braun und das weiche Licht des feuchten Herbsttags lassen diese Komposition wie ein impressionistisches Gemälde erscheinen:

Der Teich mit der anmutigen Weide dahinter hat etwas Verwunschenes:

Der Hortvs im Nebel
Am Ende unseres Besuches lud Peter Janke uns noch zu einer Fotorunde rund um den Birkenhain ein und schaltete für uns die Nebelanlage an. Genießt einfach diese magischen Momente!






Die Gärtnerei
Nun verlassen wir diese wie verzauberte Welt und kommen zur Gärtnerei. In dem Verkaufsstand gibt es Floristik und geschmackvolle Gartendekorationen:

Den Eingang zum Pflanzenverkauf markieren zwei stattliche Baumfarne. Hier werden Stauden aus eigener Produktion angeboten.


Es gäbe noch sooo viel zu zeigen; Peter Janke hat einfach zu viele grandiose Gartenbilder gemalt …
Herzlichen Dank, Herr Janke, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben und wir Ihren Garten hier zeigen dürfen. Ihr Hortvs hat uns begeistert, und wir würden gern zu einer anderen Jahreszeit wiederkommen!
Die Öffnungszeiten des Gartens und Kontaktinformationen findet ihr auf der Webseite von Peter Janke.
Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen. Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, herzliche Grüße
eure Susanna




14 Kommentare
Guten Morgen Susanna,
ganz wunderbare Fotos! Da geht einem am frühen Morgen schon das Herz auf. Ich habe den Garten schon früher kennengelernt durch ein Buch von Herrn Janke mit wundervollen Fotos, die den Garten in jedem Monat zeigen. Da komme ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus…
Danke für diesen schönen Bericht. Liebe Grüße. Ulla aus dem hohen Norden
Guten Morgen liebe Ulla,
wie schön, dass ich dir so früh schon eine Freude machen konnte.
Mein Mann hat mir vor Jahren Peter Jankes Buch "Meine Vision wird Garten" geschenkt und ich habe es mit Begeisterung genossen – von Verschlingen kann man bei den attraktiven Gartenszenen und der fast poetischen Sprache ja nicht sprechen. Nun gibt es schon weitere Bücher von ihm, die ich auch noch gerne hätte. Aber am liebsten wäre es mir, den Garten zu jeder Jahreszeit live zu erleben …
Liebe Grüße
Susanna
Guten Morgen, Susanna,
ergreifend wundervoll! Der Herbst scheint mir auch genau die richtige Jahreszeit zu sein, um diesen Garten zu besuchen.
Wie spricht man eigentlich “Hortvs“ aus?
Aus dem Herzen spricht mir der Passus zu Vielfalt und Mosaik. Habe in den vielen Jahren oft Sätze darüber gehört, dass man doch immer Driften, immer in Höhenstaffelungen, immer nur eine sehr überschaubare Anzahl Sorten und dann immer so mindestens 5 Exemplare von jeder….pflanzen sollte. „Das ist aber wild bei dir!“ war auch schon mal dabei.
Mein Garten ist nicht so groß wie mein grünes Herz. Mein Pflanzstil dann vermutlich eher expressiv…..Vielleicht kann ich mich auch nicht bescheiden….Und auch wenn es durchaus einen formellen Rahmen gibt, sind die Beete irgendwie nie wegen Überfüllung geschlossen.
Keine Frage, der Garten sollte nicht aussehen, als hätte er eine exotische Krankheit mit besorgniserregendem Ausschlag. Wenn mein Blick sich an etwas stört, behalte ich die Kombination nicht bei. Keine Sammlung, sondern Bilder, die immer wieder diesen kleinen Stich, dieses kurze freudige innere Hüpfen verursachen, wenn das Auge darauf fällt. „Come-As-You-Are-Party“ und keine geschlossene Gesellschaft.
Wie schön, dass wir bei dir jeden Freitag von so vielfältigen Ideen, Ansätzen, Beispielen lesen, Susanna. Dogmen tun selten gut oder andere belehren, weil man da mal was im Fernsehen gehört oder in einer Zeitschrift gelesen hat.
Und ja – wird immer schwieriger, man muss immer mehr ersetzen, experimentieren. Sich im eigenen Garten wiederfinden, widerspiegeln, für die Natur und sich selbst gestalten zu dürfen, bleibt dennoch ein Geschenk.
In den letzten Wochen bin ich erfüllt von der verschwenderischen Blüte der Chrysanthemum-Büsche, die meine herbstliche Farbpalette so sehr bereichern. “Dernier Soleil“ – genießen wir sie!
Herzliche Grüße
Sabine
Hallo Sabine,
tatsächlich gibt es auch in unserem Garten einige Drifts, zum einen, weil es pflegeleicht ist – zumindest bisher war -, zum anderen, weil mir manche Pflanzen in der Menge gut gefallen. Aber es gibt auch die Mosaike, die mir Freude machen und, wie bei dir, im überschaubaren Garten mehr Vielfalt zulassen. Da, wo die Astilben seit drei Jahren eher rückwärts wuchsen, gibt es nun neuen Raum für trockenheitsverträglichere Kandidaten.
Gärtnern zu dürfen ist ein GESCHENK – da stimme ich dir vollkommen zu!
Ich wünsche dir heute einen wunderbaren Gartentag,
herzliche Grüße
Susanna
Drifts nich Driften und besser auch nicht Abdriften. Du hast natürlich völlig recht. Und sie ergeben so herrlich weitläufige Ansichten und Bänder, befrieden oft ein Bild oder bauen Spannung auf… Was ich meine, ist die Tendenz, Dinge schnell als "the in thing" und/oder allgemeingültig zu betrachten. Gerne dann durch die Medien oder den ein oder anderen Besucher transportiert 😉. Aber vielleicht nehme nur ich das so wahr. Dir auch einen schönen goldenen Gartentag und gutes Gelingen auf den Bau- und Pflanzstellen. Bin schon sehr gespannt auf die Fotos später 🤗.
Ich verstehe, was du meinst, Sabine. Eine Gartenbesucherin bemerkte kürzlich:"Aber Deko hast du nicht viel … Das haben doch jetzt alle!" Deko ist so ein Ding, das sich immer mehr in den Medien aufbauscht. Ich habe nichts dagegen, lasse mir aber auch nicht vormachen, dass mein Garten mehr davon braucht.
LG Susanna
Liebe Susanna,
dieser Garten ist einfach großartig, und ihr habt ihn auch großartig abgelichtet. Eure Fotos sind wie immer ein Genuss!
Man kommt aus dem Schauen gar nicht mehr heraus, und ich werde mir am Wochenende Zeit nehmen, um jede Gestaltung genau zu betrachten. Da sind auf jeden Fall Anregungen für den eigenen Garten dabei. Leider gedeihen Heidekrautgewächse in unserem Garten nicht, sie wären hier in einigen Bereichen die ideale Lösung. Eine schöne Idee ist auch, das Strauchbasilikum mit ins Staudenbeet zu integrieren, anstatt es nur im Kräuterbeet zu pflanzen. Toll finde ich auch die Kombination von exotischen mit heimischen Pflanzen.
Peter Jankes Buch " Mein Garten im Wandel" hat mir schon sehr gefallen, durch deinen Bericht hat man eine noch bessere Vorstellung von diesem wundervollen Garten. Kürzlich habe ich mir das Buch "Pastorale Gärten" gegönnt, da ist Herrn Jankes Garten ebenfalls eindrucksvoll vorgestellt. Übrigens ein ganz tolles Buch.
Besonders nach diesem Sommer teile ich die Ansicht, dass es nicht Klimawandel sondern Klimakatastrophe heißen muss.
Lieber Gruß
Inge
Herzlichen Dank für deine Wertschätzung, liebe Inge. Beim Strauch-Basilikum habe ich zweimal hingesehen, weil ich von der Idee, es in eine solche Pflanzung hineinzunehmen überrascht – angenehm überrascht – war. Gartenbücher kann man nie genug haben, finde ich und ich wünsche mir auch noch weitere von Herrn Janke.
Ganz liebe Grüße
Susanna
guten Morgen liebe Susanna,
was für wunderschöne, beeindruckende Gartenbilder.
Ein Gesamtkunstwerk, und die Stimmung mit dem Nebel, traumhaft.
Das Mediterrane gefällt mir außerordentlich, auch die gekonnte Mischung zwischen formal und natürlich.
Auch die Kieswege, Graswege, Klinker und formalen Platten, sehr sehr schön.
Für mich ist das immer Ansporn und Anregung für die eigene Gestaltung.
Den Garten möchte ich mir unbedingt persönlich anschauen.
So ein schöner Waldgarten und mit unserem bin ich optisch nicht zufrieden, ich finde: viel zu viel Efeu 🙁
Efeu, Efeu, Efeu, wir könnten die ganze Gegend floristisch damit versorgen, aber das Thema Efeu hatten wir ja mal in einem anderen Beitrag.
Wobei dort Elfenblumen, Lenzrosen und Hirschzungenfarne gut gedeihen und im Frühling ist der Efeu durch Lerchensporn zugedeckt.
Helleborus Orientalis hatte ich mir bereits besorgt und eingepflanzt, Hirschzungenfarne habe ich direkt in Holland bestellt, einen ganzen Karton voll und die eingetroffenen Pflanzen sind fantastisch.
Beim Einpflanzen haben wir wieder festgestellt, wie hart und trocken der Boden ist.
Deshalb haben wir die Pflanzlöcher zumindest mit Humus und Kompost verbessert.
Mit dem harten Lehmboden will ich aber nicht mehr hadern.
Beim Nachbarn hat sich das Haus gesenkt, seit den letzten Wochen tun sich überall Risse auf.
Sein Gutachter meinte, wir können noch von Glück reden, unsere Häuser stehen auf steinhartem Lehmboden und ohne ihn wäre es noch viel schlimmer.
Toi, toi, toi – bei uns ist (bisher) noch nichts.
Und Peter Janke sagt ja auch, man soll den Boden nicht verändern/austauschen, schon wegen dem Bodenleben, das finde ich einleuchtend.
Ich finde das ist eine horizonterweiternde Aussage, und bedeutet wieder mal: einfach das Beste aus den Gegebenheiten zu machen.
Dein Beitrag enthält auch wieder sehr interessante Pflanzen.
Mit dem beeindruckenden Orient-Knöterich liebäugle ich schon lange, aber ich habe noch keine Idee wohin damit.
Gesehen habe ich ihn vor Jahren schon in England, wo die Pflanze "Kiss me over the Gardengate" genannt wird, da gefiel mir schon der charmante Name.
Später sah ich ganze Beete davon (zusammen mit hohen Dahlien) in Illertissen, dort gibt es auch den Samen zu kaufen, er ist wohl nur einjährig, aber wächst nach der Aussaat rasant.
Wie schön, dass das Klima in Hilden offensichtlich so mild ist, dass sich die Mittelmeerzypressen, Hanfpalmen und Yuccas so prächtig entwickeln können.
Vor allem die Zypressen: da sind Eiben etc einfach kein Ersatz, so elegant sind nur Zypressen.
Unsere großen Hanfpalmen sind immer noch in Kübeln, ich habe mich bisher nicht getraut, sie auszupflanzen.
Aber es hat zumindest den Vorteil, dass man sie jedes Jahr umstellen kann.
Im Winter kommen sie in das ungeheizte, nicht isolierte Teehaus, das hat sich bewährt, nachdem sie nun so groß sind, dass die Kellerdecke zu niedrig ist.
Aber sie sind dieses Jahr so unglaublich gewachsen, dass ich noch nicht weiß, ob das mit dem Teehaus noch funktioniert.
Unsere beiden Baumfarne kommen immer in’s Haus und für unsere winterharte Banane (Musa Basjoo) habe ich nun endlich einen guten Platz geschaffen, damit sie kommendes Frühjahr ausgepflanzt werden kann und nicht mehr ein Leben im Topf fristen muss.
Pampasgräser haben mir schon immer gefallen, gerade gestern habe ich 2 Stück eingepflanzt, eines davon die Sorte "Nana", die wohl kleiner bleibt.
Womit ich mich nicht anfreunden kann: Heidekraut, es gefällt mir nicht.
Nein, freie Flächen werden mit Präriestauden bepflanzt oder mit was Anderem, aber nicht mit Heide 🙂
Nachher geht es weiter im Garten.
Das Wetter bleibt freundlich und frostfrei: Gottseidank kein Stress mit dem Einräumen der Kübelpflanzen.
Ich wünsche Allen ein gutes Gartengelingen und viel Freude in diesem schönen Herbst.
Viele Grüße von Bernd
Der Garten ist wirklich ein Kunstwerk, lieber Bernd und es fiel schwer, sich von diesen wunderbaren Kompositionen loszureißen.
Das Klima im Rheinland ermöglicht es, tolle mediterrane Pflanzen im Freiland zu kultivieren, dennoch bin ich froh, wenn wir es hier nicht so bald bekommen. Du hast ja eine breite Palette an wärmeliebenden Schätzen und ich staune immer, wie du das alles mit der Überwinterung schaffst.
Den Orient-Knöterich habe ich dieses Jahr zum ersten Mal im Garten – selbst gekauft, nicht selbst angezogen – und er macht sich gut im Ahornbeet. Ich liebäugele auch schon mit ihm, seitdem ich ihn in Illertissen sah.
Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag im Garten und bin dann auch mal draußen,
herzliche Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
da wart Ihr ja in unserer Nachbarschaft ;-). Wir wohnen tatsächlich in Laufweite und ja, der Garten ist zu jeder Jahreszeit fantastisch, egal, ob man an einem heißen Sommertag die Allee mit den Zypressen und Gaura entlang geht ( wie in der Toskana, sagt mein Mann immer) oder im Winter die Helleborus und Schneeglöckchenraritäten bewundert. Besonders schön ist im Winter ein Beet, das mit Gräsern und roten, gelben und grünen Astfarben einiger Sträucher auch in der trüben Jahreszeit Freude macht. Ach, der ganze Garten ist eine Wucht 🙂
Da ich nicht nur ein Peter Janke- sondern auch ein Monty Don Fangirl bin ( er moderiert seit vielen Jahren die Sendung Gardeners World in der BBC) haben wir mit Freude gesehen, dass in einer Sonderserie „Monty Dons Rhineland Gardens" dort auch der Hortus vorgestellt wurde. In einem späteren Gespräch mit Peter Janke sagte er, dass dies auch für ihn eine besondere Ehre gewesen sei. Wer Englisch versteht: die Folge müsste auf youtoube noch zu finden sein.
Ganz liebe Grüße aus Hilden
Karin
Wie schön, so nah an diesem Garten zu wohnen, liebe Karin! Das würde ich auch regelmäßig nutzen, um ihn im Jahreslauf zu beobachten.
Ich bin kein Youtube-Fan, aber da schau ich gerne mal rein, wenn ich es finde.
Liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna, herzlichen Dank für diesen wundervollen Bericht! Dieser Garten kommt auf meine "Garden-Bucket-List". Und wieder habe ich dadurch neue Inspiration bekommen. Ganz besonders begeistert mich der Garrigue-Garten, der wird bei mir einziehen. Einen kleinen Beth-Chatto-Garten habe ich schon.
Herzlichste Grüsse Christina
Einen Besuch im Garten von Peter Janke kann ich dir wirklich nur empfehlen, liebe Christina. Toll, dass du Platz hast, einen Garrigue-Garten bei dir umzusetzen. Ich wünsche dir viel Freude beim Gestalten.
Liebe Grüße
Susanna