Ihr Lieben,
wir waren nur ein paar Tage über Ostern bei unserer Tochter in München und als wir zurückkamen, war der Garten förmlich explodiert! Die Kupfer-Felsenbirne ist aufgeblüht, die ersten Tulpen zeigen einen Hauch von Farbe und die Vergissmeinnicht beginnen in allen Beeten zu blühen. Es summt und brummt, die Vögel singen – was für eine schöne Zeit!

Im Frühling leuchten uns die farbkräftigen Flächen der Polsterstauden in vielen Vorgärten entgegen. Sie schmücken Steingärten, hängen malerisch von Mauern herab und begleiten Wege. Auch am Hang kommen sie gut zur Geltung. Schleifenblume, Polsterphlox und Co. bilden niedrige Kissen, die den Boden bedecken. Mit der Zeit breiten sie sich mäßig aus und lassen kaum unerwünschte Pflanzen aufwachsen. Ihre Blüten sitzen dicht an dicht, sodass von ihren Blättern kaum etwas zu sehen ist.
Tipp:
Polsterstauden eignen sich gut für den Beetvordergrund, wo sie leicht in Wege hineinschwingen und die strenge Form gerader Kanten aufbrechen können.
Verschiedene Polsterstauden
Polster-Phlox (Phlox subulata)
Der Polster-Phlox (Phlox subulata) hat kleine sternförmige Blüten. Er gedeiht an sonnigen Standorten, mag durchlässige, nährstoffarme Böden und kommt gut mit Trockenheit zurecht, wenn er einmal eingewachsen ist.
Es gibt ihn in verschiedenen Sorten mit weißen, rosa, pinken und rötlichen Blüten, die von April bis in den Juni hinein erscheinen.

Tipp:
Um ältere Pflanzen vital zu halten, könnt ihr sie im Herbst rundherum auf 10-15 cm Länge einkürzen.
Wenn der Polsterphlox in der Mitte verkahlt, solltet ihr ihn zurückschneiden und teilen. So bekommt ihr gleichzeitig weitere Pflänzchen.
Die Sorte 'Emerald Cushion Blue' leuchtet bei uns neben den sattgrünen Blättern des Winterjasmins (Jasminum nudiflorum) und dem gelbgrün panaschierten Laub der Kriechspindel (Euonymus fortunei) 'Emerald ’n' Gold'.

Mir gefällt der kleine Phlox auch in diesem Beet neben der Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) und der Bleichen Schwertlilie (Iris pallida) 'Argentea Variegata' mit weiß gestreiften Blättern:

Eine kräftig pinke Sorte hängt von unserer Mauerkrone herab:

Am Rand des kleinen Inselbeetes mit Felsenbirne und Zwerg-Federbuschstrauch (Fothergilla x media 'Blue Shadow') steht meine Lieblingssorte 'Candy Stripes':

Sie hat pinke Blütenblätter mit weißen Rändern:

Das feine nadelähnliche Blattwerk ist auch im Winter grün. Hier bildet es einen schönen Kontrast zum gelblaubigen Japan-Berggras (Hakonechloa macra) 'Allgold':

Felsen-Steinkraut (Aurinia saxatilis)
Das Felsen-Steinkraut (Aurinia saxatilis) hat silbergraues, immergrünes Laub und Wolken winziger leuchtend gelber Blüten im April/Mai. Es liebt vollsonnige Plätze mit trockenem Boden. Die Polster werden etwa 35 cm breit.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Ich schneide die Pflanzen jedoch nach der Blüte zurück, um sie kompakt zu halten.

Das Pflänzchen, das ich vor Jahren in unsere Mauer gepflanzt habe, hat schnell eine ordentliche Größe erreicht:

So sehen die winzigen Blüten aus der Nähe betrachtet aus:

Das Steinkraut lässt sich nicht teilen. Mit Glück findet ihr an zusagenden Stellen Sämlinge, sonst könnt ihr es aus Samen ziehen. Hier erschien zuerst ein Sämling im Beet und später noch ein zweites Pflänzchen in einer der unteren Fugen im Mäuerchen.

Am Kloster Dalheim haben sich zahlreiche Pflanzen in den Mauern versamt und hängen wie lange dicke Trauben herunter.

Es ist jedes Jahr aufs Neue eine Pracht:

Blaukissen (Aubrieta-Hybriden)
Das Blaukissen (Aubrieta-Hybride) ist im April und Mai übersät mit blau- bis rotvioletten oder weißen Blüten. Es wird nur etwa 10 cm hoch und liebt es wie das Steinkraut sonnig mit durchlässigem trockenem Boden, der nur mäßig nahrhaft sein sollte. Vor allem Schmetterlinge finden sich im Frühling an den Pflanzen ein.

Die Sorte 'Royal Cascade Blue' hat kräftig violett-blaue Blüten:

Hübsch zu dem Blauviolett ist das graue Laub des Filzigen Hornkrauts (Cerastium tomentosum):

Blaukissen breiten sich über Ausläufer aus, ohne dabei lästig zu werden. Hier zeigt die Pflanze als echtes Mauerblümchen, das sich in den Ritzen zwischen den Steinen auf den Weg gemacht hat:

Filziges Hornkraut (Cerastium tomentosum)
Das Filzige Hornkraut (Cerastium tomentosum) hat kleine silbergraue Blätter und zierliche weiße Blüten im Mai und Juni. Es gedeiht an sonnigen Plätzen mit trockenem Boden. So fein es sich gibt, so ausbreitungsfreudig ist es und die Polster haben Ellenbogen: sie wachsen munter in ihre Nachbarn hinein und machen diesen Konkurrenz. Besser als mitten zwischen anderen Stauden ist es in klar abegrenzten Bereichen aufgehoben, wo es die Fläche ausfüllen darf.

Das Filzige Hornkraut und eine blaue Iris wachsen auf der Mauer aus wiederverwendeten Ziegelsteinen:

Zusammen mit Färberkamille (Cota tinctoria) begleitet das Hornkraut einen Gartenweg:

Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens)
Die Schleifenblume (Iberis sempervirens) blüht von April bis Mai weiß. Sie mag trockenen bis frischen, durchlässigen, eher kalkhaltigen Boden und voll sonnige Plätze, wächst aber auch im Halbschatten. Sie wird 25 cm hoch und etwa 35 cm breit. Ihre dunklen immergrünen Blätter sorgen das ganze Jahr für Struktur und ergänzen damit immergrüne Gehölze auf der "unteren Etage".

Tatsächlich wirken die kleinen Blüten, die in dichten runden Köpfen zusammensitzen, wie winzige Schleifchen:

Tipp:
Damit die Pflanze schön kompakt bleibt und üppig blüht, solltet ihr sie nach der Blüte um ein Drittel zurück schneiden. Gelegentlich regt sie das zu einer geringen Nachblüte an. Ohne Schnitt lässt die Blühkraft im Laufe der Jahre nach.
Schneeweiß leuchten die Blüten der zierlichen Sorte 'Winterzauber' auf diesem Mäuerchen:

Die Blüten der Schleifenblume ergänzen sich sehr hübsch mit dem weiß blühenden Lungenkraut (Pulmonaria), das in seinen Blättern die Farbe nochmals in hellen Flecken wiederholt. Nach der Blüte ziert es den Garten als Blattschmuckstaude:

Ein Band aus roten Tulpen und die weiße Schleifenblume blühen um die Wette und lassen das Herz im Frühling hüpfen:

Gänsekresse (Arabis caucasica)
Für die Gänsekresse (Arabis caucasica) sollte der Standort sonnig bis absonnig sein, der Boden durchlässig und frisch. Sie blüht im April/Mai und es gibt sie in Weiß- und Pinktönen. Der Pflanzabstand ist mit 35 cm gut gewählt. Nach der Blüte solltet ihr sie bis auf das dichte Polster zurückschneiden. Auch sie ist im Winter grün.

Die Sorte 'Pinkie' ist kräftig pink:

'Gertrud Helms' ist wie die Sorte 'Plena' gefüllt:

Bevor sie ausgepflanzt wird, darf die Gänsekresse schon mal neben einer pinken Ranunkel unsere Terrasse schmücken:

Moos-Steinbrech (Saxifraga arendsii-Hybriden)
Der Moos-Steinbrech (Saxifraga arendsii-Hybriden) eignet sich für absonnige, also helle Standorte ohne direkte Sonne. Über den immergrünen Blättern erscheinen von April bis Mai die kleinen weißen, gelben, pinken, violetten oder roten Blüten. Um einen dichten Teppich zu bekommen, solltet ihr die Pflanzen mit einem Abstand von etwa 20 cm setzen. Der Boden sollte frisch, durchlässig, humos und nahrhaft sein.
Moos-Steinbreche neigen dazu, im Laufe der Zeit kahle Stellen zu bilden. Deshalb sollten sie etwa alle drei Jahre aufgenommen und geteilt werden.

Ein Töpfchen Moos-Steinbrech leuchtet in der Frühlingsdekoration neben Hyazinthen, Primeln und Trauben-Hyazinthen:

Kriechendes Schleierkraut oder Kriechendes Gipskraut (Gypsophila repens)
Eine lange Blütezeit von Mai bis Juli hat das Kriechende Schleierkraut oder Kriechende Gipskraut (Gypsophila repens). Es möchte einen sonnigen Standort auf trockenem bis frischem Boden und bildet 30 bis 40 cm hohe Polster. Die Sorte 'Rosenschleier' hat gefüllte blass rosa Blüten …

… die Sorte 'Pink Star' ist ungefüllt. Hier ist sie zu Anfang der Blütezeit zu sehen:

Polsterstauden kombinieren
Die Polsterstauden, die Sonne und trockene Böden bevorzugen, lassen sich wunderbar untereinander kombinieren. Mit farblich passenden Zwiebelblühern wie Tulpen und Narzissen kommen weitere Farben und aufrechte Formen ins Spiel.
Hier blüht die Schleifenblume mit dem Felsen-Steinkraut und weißer Narzisse 'Thalia' um die Wette:

Was passt zu Polsterstauden?
Hübsche Partner sind auch früh blühende Wolfsmilcharten wie die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) oder die Gold-Wolfsmilch (Euphorbia epithymoides) mit leuchtend gelbgrünen Hochblättern. Auch die Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) passt gut dazu.
Moos-Steinbrech und Gänsekresse passen zum Braunen Streifenfarn (Asplenium trichomanes), Elfenblumen (Epimedium), Goldtröpfchen (Chiastophyllum oppositifolium) und Teppich-Primeln (Primula pruhoniciana).
Sie alle machen sich gut zusammen mit Hohen und Echten Schlüsselblumen (Primula elatior und P. veris) und dem Tränenden Herzen (Lamprocapnos spectabilis), die die Sonne und den Halbschatten mögen. Ebenso sind Vergissmeinnicht und Akeleien gute Nachbarn, die durch die sonnigen und halbschattigen Beete wandern.
Nach der Blüte legen die Kissen anderen Stauden ruhige grüne oder graue Flächen zu Füßen und überlassen ihnen die Bühne.

Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen.
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende,
herzliche Grüße
eure Susanna




42 Kommentare
Liebe Susanna,
Deine bebilderten Beschreibungen sind immer sehr hilfreich. Und gerade dieses Mal werde ich darauf zurückgreifen, denn aktuell kremple ich den Vorgarten komplett um. Ich werde mir deinen Blogartikel zur Hilfe nehmen.
Hab vielen Dank dafür!
Liebe Grüße
Claudia
Da kommt mein Beitrag ja gerade richtig, liebe Claudia und ich freue mich, wenn er hilfreich für dich ist. Ich wünsche dir viel Freude beim Gestalten deines Vorgartens!
Herzliche Grüße
Susanna
Deine Bilder haben meine Liebe zu Mauerblümchen neu entfacht 😉. Die Vergissmeinnicht haben sich hier ja schon gut vermehrt aber so ein gelber Tupfen dazwischen könnte sich auch gut machen. Wobei ich mich zügeln muss – wir stehen ja noch ganz am Anfang der Saison und vieles wird noch viel größer. So viel Platz ist dann in den Beeten gar nicht mehr…
Liebe Grüße!
Guten Morgen Vanessa,
Gelb gehört für mich im Frühlingsgarten unbedingt dazu und so ein Klecks Felsen-Steinkraut bringt dir die Sonne auch an trüben Tagen in deinen Garten. Das mit dem Platz ist immer so eine Sache, aber solch ein Blütenkissen kannst du ja auch einfach an eine Mauer "hängen". Hast du nicht ein Hochbeet aus Steinen geschichtet?
Liebe Grüße
Susanna
Ich habe Polsterpflanzen schon geliebt, da hatte ich noch gar keinen Garten. Leider mögen sie meinen schweren Lehmboden nicht. Darum halten sie sich nur vereinzelt im kleinen Steingarten. Dir ein schönes Wochenende. LG Wuzrerl
Polsterstauden sind für mich auch etwas aus der Vor-Gartenzeit. Sie waren die ersten, die mir als Kind in den Gärten auffielen, weil sie so schön leuchteten.
Liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
ganz lieben Dank für deine tollen Pflanzbeispiele, die sind ja wirklich wunderschön.
Das gelbe Felsensteinkraut wächst bei mir seit letztem Jahr, und ist gut angekommen, daneben werde ich demnächst auf jeden Fall die Schleifenblume ausprobieren, denn dieses Beispiel hat mir besonders gut gefallen. Gelb und Weiß sieht einfach toll zusammen aus.
Auch traumhaft schön sind die gelben Polster auf den Mauern des Klosters.
Hab ein wunderschönes Wochenende, ganz liebe Grüße, eva
Schleifenblume und Steinkraut sind meine liebste Frühlingskombination, liebe Eva. Ihr Strahlen wird dir bestimmt Freude machen. Das Kloster Dalheim ist nicht weit von uns und es gibt dort jedes Jahr einen Gartenmarkt. Dann staune ich immer über diese langen "Bärte" des Steinkrautes, die aus so kleinen Ritzen wachsen.
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Susanna
Hallo Susanna,
an der Schleifenblume legt der Karstweißling Eier ab und ans Blaukissen gehen die Pelzbienen so gern – ist also in jedem Fall was für den Insektengarten.
Ich probiere gerade die Große Sternmiere als Polster, im Beet bis jetzt nur, aber die kann sicher auch auf der Mauer wachsen.
VG
Elke
Guten Morgen Elke,
die Sternmiere finde ich auch sehr hübsch. Die könnte ich mir noch als Beeteinfassung hinten bei der Bank vorstellen.
Viele Grüße
Susanna
Sehr schöne Stauden, liebe Susanna. Leider haben wir ja Lehmboden und das mögen die meisten Polsterstauden nicht. Liebe Sonntagsgrüsse an Dich, Barbara
Das ist wirklich schade, liebe Barbara, aber du wirst sicher andere Pflanzen haben, die dir im Frühling Freude machen?
Ganz liebe Grüße und dir noch einen schönen restlichen Sonntag
Susanna
guten Morgen liebe Susanna,
wunderschön sind Deine Bilder und Dein Beitrag ist wieder sehr informativ.
Diese Blütenteppiche in diesen Tagen überall, herrlich.
Ich glaube der Frühling ist auch wegen der farbenfrohen Polsterstauden für mich die schönste Jahreszeit.
Und ist das nicht toll, wie das leuchtend gelbe Steinkraut aus der Klostermauer wächst?
Diese bewachsenen Steinmauern, die haben mir immer so gut in England gefallen.
Wir haben im Garten leider an sonnigen, warmen Plätzen keine Polsterstauden.
Ich habe Vieles ausprobiert.
Aber wenn man nicht ständig kontrolliert und konsequent Konkurrenz rausreißt oder zurückschneidet, sind die sie ziemlich schnell verschwunden.
Das fand ich immer sehr schade und was nicht funktioniert, sollte man auch irgendwann aufgeben.
Eigentlich….
Manches siedelt sich von alleine an, zum Beispiel Polsterglockenblumen, Zymbelkraut, Mauerpfeffer.
So dürfen zum Beispiel Glockenblumen aus unseren Treppenstufen zur Haustüre wachsen , den Standort haben sie sich selber rausgesucht, den mögen sie offensichtlich.
Romantiker finden das wunderschön, pingelige Besucher finden das haarsträubend.
Aber mein Motto ist: wo es mich nicht stört dürfen Pflanzen wachsen, also auch in der Treppe.
Der Polsterphlox, der gefällt mir ganz besonders, diese ganze Farbpalette, das sind meine Lieblingsblütenfarben.
Und letzten Mittwoch habe ich tatsächlich zufällig Polsterphlox in einem Discounter gesehen, der Aufsteller voller pink, rosa und violetten Pflanzen war ein Hingucker und ich habe mir von jeder Farbe eine Pflanze gekauft.
Schwierig war dann die Zuordnung, es stand auf zwei Etiketten "Phlox" – ich fand im Internet verschiedene Polsterphloxarten (erstaunlich) mit etwas verschiedenen Ansprüchen.
Schließlich fand ich doch auf dem dritten Topf die Bezeichnung "Phlox Subulata" – laut Recherche für mageren sonnigen Standort geeignet.
Also nochmals ein Versuch mit Polsterphlox.
Wir haben ja zwei Kakteenbeete angelegt, hier gibt es nun leider dieses Jahr größere Lücken, die (eigentlich) winterharten bodendeckenden MIttagsblumen (Delosperma) sind bis auf eine Sorte alle eingegangen.
Obwohl es bei uns nicht besonders frostig war, es war wohl zu nass.
In meinen knochentrockenen Blumenkästen an den Küchenfenstern sehen die Delosperma alle prächtig aus.
Die Lücken im Kakteenbeet habe ich jetzt durch Polsterphlox gefüllt – es sieht schon mal gut aus.
Der letzte Flohmarktbesuch hat mir 8 Stück dicke Garten- und Pflanzenbücher (alle von den englischen Autoren John Brookes/David Joyce/sowie der RHS) beschert, sowie einen längeren Austausch mit dem netten älteren Gartenfan-Ehepaar.
Momentan sind wir in jedem warmem trockenem Moment im Garten, aber für den nächsten Regentag ist mit dieser interessanten Lektüre. vorgesorgt.
Ach ja, mir fällt noch was ein: Einigen hat ja die Idee "Lupinen im Kübel" gefallen.
Beim Gang durch den Garten fiel mir auf: Noch eine Pflanze, die bei mir im Garten nie überlebt hat und die im Kübel seit Jahren gut gedeiht: Rittersporn,
das Resultat ist erstaunlich, eine der ersten Stauden, die austreibt, die kräftigen Pflanzen sind schon 30 cm hoch.
viele Gartengrüße von Bernd
Wie schade um die Mittagsblumen, lieber Bernd! Ich habe auch den Eindruck, dass hier Stauden eher durch zu viel Nässe eingehen als durch Kälte.
Glockenblumen in der Treppe finde ich wunderbar – sie wirken als Weichzeichner neben den geraden Kanten der Stufen. Ich habe auch welche in der Mauer, die mir viele Jahre gut gefallen haben. Seit zwei Jahren explodieren sie förmlich und wollen die Mauer und die angrenzenden Beet komplett übernehmen. Nun bin ich dabei, sie stark einzugrenzen – sie aus den Ritzen zu puhlen ist kein Spaß …
Der Rittersporn ist hier dieses Jahr gut ausgetrieben, bis jetzt halten sich die Schnecken in Grenzen. Aber für schlimme Schneckenjahre sollte ich vielleicht mehr Wannen kaufen?
Ich wünsche dir viel Freude am Polsterphlox und an der neuen Gartenlektüre,
herzliche Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
die schönen Polsterstauden leuchten hoffentlich auch bald in unserem Garten, bis jetzt ist es noch zu kalt. Das Felsensteinkraut wird hier oft von den Mäusen angefressen, aber es versamt sich erfreulich und so habe ich immer frische Pflanzen. Einen Rückschnitt des Steinkrauts würde ich auf jeden Fall empfehlen, es bekommt sonst so lange Beine. Polsterphlox hält sich hier nur in einem kiesigen Bereich, gute Erde mag er anscheinend gar nicht. Leider wächst er am besten neben unserer Hofeinfahrt, was zur Folge hat, dass mein Mann immer mit dem Auto drüber fährt. Aber sogar das überlebt die robuste Staude. Eine meiner liebsten Polsterstauden hast du nicht erwähnt – das Polsterseifenkraut. Es wächst hier zusammen mit Hornkraut über eine Mauer, die rosa Blüten sind wunderschön. Im geschützten Terrassenbeet setze ich immer farblich passende Tulpen dazu.
Das Steinkraut an der Klostermauer ist ja fantastisch, oft wachsen die Pflanzen am besten, wenn man sie einfach lässt.
Lieber Gruß
Inge
Guten Morgen, liebe Inge,
die langen Polster an der Klostermauer beeindrucken mich auch immer wieder. Es ist anscheinende der perfekte Standort und es schneidet sie bestimmt niemand.
Horn- und Seifenkraut zusammen ist sicher eine schöne Kombination. Das Seifenkraut fühlt sich bei mir leider nicht wohl, aber man kann nicht alles haben.
Liebe Grüße
Susanna
Guten Morgen Susanna
Tatsächlich hab ich beim Polsterphlox noch „Luft nach oben“.
Irgendwie erinnert mich das an die Vorgärten von früher….
Bis auf die Schleifenblume, wachsen in meinen Beeten noch keine deiner Empfehlungen. Der Moossteinbrech wird schnell unschön, aber ich mag ihn. Ich halte jetzt einmal die Augen offen, was mir von diesen Schönheiten begegnet und durch deine tollen Bilder mit Pflanzkombis hab ich da schon was im Kopf. Danke für deinen Beitrag und liebes Grüssleeeee Caro
Mich erinnern die Polsterstauden auch an früher, wo sie vor allen Häusern blühten. Daran musste ich beim Schreiben auch denken und habe überlegt, ob sie wohl von manchen als altmodisch empfunden werden. Ich freue mich, wenn ich dich inspirieren konnte und wünsche dir viel Freude mit den neuen Schätzen.
Liebe Grüße
Susanna
Guten Morgen Liebe Susanna,
Dein Artikel kam heute wie gerufen! Gerade gestern hatte ich mir überlegt, dass Polsterstauden für einige meiner Beete und die Stein-"Wüste", die noch im Vorgarten herrscht, genau das richtige wären. Also: nächste Woche ab in die Gärtnerei! Danke!
Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
Christina
Wie schön, dass der Beitrag so passend für dich kommt, liebe Christina. Eine Steinwüste in einen Garten zu verwandeln ist etwas besonders Schönes. Ich wünsche dir viel Freude daran!
Liebe Grüße
Susanna
Hallo, Susanna,
da wollte ich mich heute doch mal zurückhalten, aber beim Thema Glockenblumen in Treppenfugen habt ihr mich wieder.
Beim Einzug 2010 habe ich auch Hängepolsterglockenblumen und Teppich-Glockenblumen gepflanzt, weil diese im alten Garten so dankbar waren. Hier sind sie dann fast schon invasiv, was die Hummeln am meisten freut. In den Ecken, Brüchen und Rissen der desolaten Granitsteintreppe puscheln sie fröhlich den Hang herunter und kaschieren so einiges.
Eine Mauer herunter wuselt bei mir unter anderem der Kaskadenthymian, der mir auch viel Freude bereitet. Ich muss ihn immer streicheln, wenn ich des Weges komme. (Schnuffelpflanze halt – wie auch der Lavendel.)
Beim Lesen deines Artikels werde ich fast ein bisschen nöckelig, dass die meisten Plätze schon vergeben sind. Ich rede mal mit den Wühlmäusen…
Ach ja – als ich noch mal nach Lupinen gesucht habe, wurde vor der Gartenlupine eindringlich gewarnt. Meine Kindheitserinnerungen geben allerdings nicht her, dass sie die Weltherrschaft angestrebt hätte…Falls ich aber die richtigen Kandidaten zum Eintopfen finde, werde ich sie sicherheitshalber streng im Blick behalten. Ansonsten tröste ich mich mit meinen Indigolupinen und liebäugele mit der Geißraute.
So – jetzt aber gleich raus in den Garten, wo der erste Zierapfel blüht, der Geweihirisbestand dieses Jahr noch üppiger ist und schon länger das hintere Beet erleuchtet – gesäumt von Labradorveilchen und das blaue Frühlingsband des Gedenkemeins im Rücken. Wir Romantiker halt…
Macht es euch schön!
Sabine, der es in den Fingern juckt, die Rasenfläche gleich weiter zu dezimieren – die Hippe ist schon gezückt
Deine Glockenblumen klingen auch sehr eroberungsfreudig, liebe Sabine, aber wenn sie die Treppe aufwerten, umso besser!
Dass die Lupine sich über unseren Garten ausbreitet, habe ich nie befürchtet, weil ich Verblühtes immer wegschneide.
Bei der Geißraute wäre ich tatsächlich vorsichtig. Ich hatte die Art im Garten, die sich dann auch sofort mehr als munter versamt hat. Ich habe sie durch die Sorte 'His Majesty' ersetzt, die sich artig verhält und mir Freude macht.
Liebe Grüße und viel Freude beim "Entrasen"
Susanna
Liebe Susanna,
danke für deinen informativen Beitrag und die schönen Aufnahmen. Besonders gut gefallen hat mir das kriechende Schleierkraut in rosa. Ich habe es in weiß und mag es sehr. Das Hornkraut finde ich auch sehr schön, auch wegen der silbrigen Farbe des Laubes, aber man muss es tatsächlich etwas im Auge behalten.
Ich wünsche dir einen erholsames Wochenende, viele liebe Grüße,
Heike
Das rosa Schleierkraut würde wunderbar zum Hornkraut passen – Rosa und silbergrau finde ich eine hübsche Kombination. Nur wegen des Ausbreitungsdranges wäre ich auch vorsichtig mit letzterem.
Ganz liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
Susanna
Liebe Susanna,
das ist ein ganz toller und hilfreicher Überblick, vielen Dank! Mit der Schleifenblume hatte ich bisher noch kein großes Glück, ich versuche es aber nochmal.
Wie schön, wenn meine Anregungen weiterhelfen, liebe Christina. Ich drücke dir die Daumen, dass es mit der Schleifenblume klappt.
Liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna
Was für ein wunderschöner Beitrag – diese leuchtenden Blütenkissen wirken wie kleine Farbinseln, die den Frühling tragen. 🤍 Man spürt beim Lesen richtig, wie lebendig und voller Leichtigkeit diese Zeit im Garten ist.
Ich finde mich darin so sehr wieder: In meinem Vorgarten wachsen ebenfalls verschiedene Phlox-Arten und auch Felsensteinkraut – und es ist jedes Jahr aufs Neue ein kleines Wunder, wie alles immer bunter und harmonischer wird. Diese niedrigen, dicht blühenden Polster lassen den Garten so weich und natürlich wirken.
Die weißen Blüten der Schleifenblume sind die ersten Vorboten des Frühlings in unserem Steingarten und breiten sich schon sehr gerne aus… dann folgen die verschiedenen Blau- und Lilatöne … es ist einfach nur schön!
Im letzten Herbst habe ich einige kahl erscheinende Pflanzen wieder radikal zurückgeschnitten und ich denke, dass es wieder ein kompakter Polster werden wird! Den Vorgarten liebe ich in dieser Jahreszeit besonders!
Danke dir für diese inspirierenden Einblicke – sie machen richtig Lust, noch bewusster hinzusehen und den Frühling zu genießen. 🌸✨“
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir und liebe Grüße Eva 🤗
Wie gerne würde ich jetzt in deinen Vorgarten und den Steingarten schauen, liebe Eva, und dieses Miteinander der verschiedenen Polsterstauden mit dir teilen. Es klingt wunderbar und bestimmt haben auch Passanten Freude an dem Anblick. Ich drücke dir die Daumen, dass der Rückschnitt deine Blütenkissen wieder in voller Schönheit erstrahlen lässt.
Herzliche Grüße und dir auch ein wunderbares Wochenende
Susanna
Liebe Susanna,
auch von mir herzlichen Dank für den bunten und informativen Bericht. Er kommt zur rechten Zeit, da ich am überlegen war einige Polsterstauden dazu zu kommen. Nun habe ich die Qual der Wahl, die mir aber mithilfe deines umfangreichen Artikels leichter fallen wird.
Beste Grüße
Cornelia
Wie schön, dass der Artikel so passend für dich kommt, liebe Cornelia. Ich wünsche dir viel Freude beim Auswählen der Stauden und beim Pflanzen.
Viele Grüße
Susanna
liebe Susanna,
vielen Dank für diesen tollen Beitrag. ich suche auch immer nach passenden Polsterstauden für manchmal schwierige Standorte. Neu dazu gelernt habe ich dass der Moossteinbrech es nicht mag in der Sonne zu stehen. Das hatte ich bisher nicht bedacht und werde es mal absonnig probieren. Die Fotobeispiele sind ein Traum! 😍
Wie schön, dass du bei mir fündig geworden bist, liebe Jenny! In schattigeren Bereichen fühlen sich auch die Polster-Glockenblumen wohl – für meinen Geschmack zu wohl, wie ich es in einem der Kommentare oben geschrieben habe. Hübsch sind sie dennoch und wenn man sie nicht in Fugen sondern ins Beet setzt und ein Auge darauf hat, sind sie auch toll. Und die Glockenblumen-Blattschneiderbiene würde sich freuen.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Susanna
Ich lese Deine Blogbeiträge immer und schaue auch oft nach, wenn ich Inspirationen für den Garten suche. Die Beiträge sind für mich oft viel wertvoller als jeder Instagram Beitrag. Schön, dass Du das machst.
Herzlichen Dank für deine wertschätzenden Worte, liebe Konni! Ich freue mich sehr, wenn ich dich inspirieren kann!
Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend
Susanna
Liebe Susanna, vielen Dank für die Vorstellung von Polsterblumen. Sie überziehen Mauern und Steine und blühen farbenfroh. Zumindest die meisten von ihnen. In unserem Garten findet man Blaukissen, deren Blüten viele Insekten anlocken.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin
Bei uns fühlt sich das Blaukissen leider nicht wohl, liebe Ingrid. Dafür öffnen jetzt Polster-Phlox und Felsen-Steinkraut immer mehr Blüten und es wird bunter auf unseren Mäuerchen.
Liebe Grüße und dir eine gute neue Gartenwoche
Susanna
Hallo liebe Susanna,
das klingt ja nach einem schönen Ausflug und Tochterbesuch macht immer Spaß. Unsere kommt jetzt am Wochenende, bleibt kurz da sie beruflich hier ist wegen einer Messe in Köln.
Blaukissen und Hornkraut die kenne ich noch von meiner Oma aus dem Garten, dort sah es auch immer hübsch bunt aus in ihren Beeten. Eine schöne Erinnerung hast Du gerade geweckt, liebe Grüße
Kirsi
Früher gab es die Polsterstauden in deutlich mehr Vorgärten, liebe Kirsi. Ob sie aus der Mode gekommen sind? Wenn ja, dann zu Unrecht, finde ich. Vielleicht kann ich ein kleines bisschen zu ihrem Comeback beitragen.
Ich wünsche euch eine schöne Zeit mit eurer Tochter und schicke dir liebe Grüße
Susanna
Ich habe es schon mit verschiedenen Polsterstauden versucht. Leider wollen sie bei mir nicht. Der gelbe Mauerpfeffer hingegen breitet sich ungehemmt im ganzen Garten aus. Schwierig, den in seine Schranken zu verweisen.
Viele Grüße von
Margit
Wie schade, dass die Blütenkissen bei dir nicht gedeihen, Margit. Sie haben im Grunde die gleichen Bedürfnisse wie der Mauerpfeffer. Immerhin hast du dann im Juni/Juli seine gelben Blüten, nur leider mehr als gewünscht.
Viele Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
was für eine Farbenpracht! Wir sind gerade auf Ischia in Italien und Du würdest Deine Freude haben.
Im heimischen Garten habe ich es mit dem Polster-Phlox versucht, weil ich die Blüten so hübsch finde. Leider mag er es bei mir nicht…. Das Filzige Hornkraut, von dem ich nun auch den Namen kenne 🙂 – dagegen ist eine Plage geworden. Es stammt noch vom Vorbesitzer des Gartens und breitet sich, um mit Deinen Worten zu sprechen, explosionsartig aus.
Ganz besonders hübsch finde ich die Gänsekresse mit den gefüllten Blüten. Nach ihr werde ich auf jeden Fall einmal Ausschau halten.
Dann wünsche ich Dir noch viel Spaß in Deinem Frühlingsgarten.
Herzliche Grüße
Sybille
Ich hoffe, dass sich die Gänsekresse in deinem Garten wohlfühlt, liebe Sybille und wünsche dir noch eine wunderschöne Zeit in Italien!
Ganz liebe Grüße
Susanna