Ihr Lieben,
es gibt Gelegenheiten, da ist man am Radio oder im Internet froh, dass man noch keine Gerüche übertragen kann. Beim Bericht über ein neues Klärwerk oder beim Interview aus der Herrenumkleide nach einem Fußballspiel wäre das einfach zu viel Information. Die blumigen Noten einiger Pflanzen, um die es heute geht, hätte ich euch allerdings schon gerne mitgeschickt.

Beim Anlegen von Beeten denken wir als erstes an blühende Stauden in den schönsten Farben, vielleicht noch an Blattschmuck und Struktur. Aber es lohnt sich auch, sich einmal Gedanken über Düfte im Garten zu machen. Mit duftenden Pflanzen sprechen wir einen weiteren unserer Sinne an, der unser Wohlbefinden im Grünen steigern kann und sie sollten im Garten für alle Sinne nicht fehlen.
Assoziationen mit Düften
Wenn es um Duft im Garten geht, denken wir am ehesten an Rosen, Flieder, Veilchen oder Maiglöckchen. Sie haben kräftige, kaum verwechselbare Parfums.
Düfte rufen oft Erinnerungen in uns wach. So denke ich beim Flieder an den Frühling im Garten meiner Oma, aus dem ich diesen Ableger mitnehmen durfte:

Es gibt neben Blüten noch weitere Düfte, die uns im Garten begleiten. Denkt mal an den Duft frischer Erde, den Geruch nach einem Sommerregen, frisch gemähtes Gras oder den grünen Wohlgeruch von weichem, feuchtem Moos! Da sie uns seit unserer Kindheit begleiten, erinnern sie uns oft an Orte oder Begebenheiten, wo sie zugegen waren.
In Gärten für Menschen mit Demenzerkrankungen sind es nicht nur die frische Luft und die Farben, die gut tun, sondern auch die Erinnerungen, die durch das Berühren der Pflanzen und all diese Düfte wach gerufen werden.
Duft als Überlebensstrategie
Blütenduft für die Arterhaltung
Dabei hat sich die Natur die herrlichen Wohlgerüche von Stauden und Gehölzen gar nicht für uns ausgedacht: Sie haben eine wichtige Funktion für die Pflanzen. Liebliche, blumige Düfte dienen den Pflanzen dazu, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anzulocken, um die Bestäubung und damit die Erhaltung der Art sicherzustellen.
Die Sorten des Sommer-Phloxes (Phlox paniculata) haben eine breite Palette unterschiedlicher Nuancen, die die Insekten anziehen. Viele der Phloxe haben eine kräftige, würzige Note. Ein gern gesehener flinker Besucher an ihnen ist auch das Taubenschwänzchen:

Der Vollständigkeit halber seien noch die Blüten mit Aasgeruch wie die des Aronstabs oder der spektakulären Titanenwurz genannt, die Fliegen und Käfer als Bestäuber anlocken. Aber da kann von Duftstoffen im Sinne von Wohlgeruch für uns nicht mehr die Rede sein.

Achtung:
Einige starke Düfte können Asthmaprobleme verursachen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn man eine Neigung dazu hat, auf solche Pflanzen zu verzichten.
Aromatische Blätter als Abwehr von Schädlingen
Kräftige würzige oder frische Düfte von Kräutern, die von ätherischen Ölen ausgehen, die besonders beim Berühren der Blätter zur Wirkung kommen, helfen den Pflanzen, sich vor Schädlingen wie Blattläusen zu schützen.

Wohin pflanzt man duftende Blüten?
Blüten verteilen
Zum Einen ist es sinnvoll, duftende Pflanzen, die ihr Parfum gleichzeitig verströmen, so weit voneinander getrennt zu pflanzen, dass man jedes für sich genießen kann und sie sich nicht vermischen. So hat man ein reineres Erlebnis, und ein Gemenge aus vielen Düften kann schon mal überwältigend sein.
Ich mag es, Pflanzen mit aromatischen Blättern im Garten zu verteilen und hier und da darüber streichen zu können.
Es ist toll, bei einem Rundgang immer wieder Neues zu erschnuppern.
Blüten am Weg
Duftende Pflanzen sollten immer vom Weg aus mit der Nase zu erreichen sein. Hier wurden verschiedene Salbeisorten und Lavendel auf eine Mauerkrone gepflanzt. So kann man an ihnen entlang schlendern und die Blätter hier und da berühren:

Blüten am Sitzplatz
Außerdem sind wohlriechende Blüten gut an Sitzplätzen aufgehoben, wo wir sie längere Zeit wahrnehmen. Wer möchte nicht hier Platz nehmen und sich von der Rose in eine duftende Wolke hüllen lassen?

Besonders schön ist es, wenn man wie in diesem Senkgarten auf Augenhöhe oder besser: auf Nasenhöhe mit den Pflanzen sitzt. So hat man ihr Aroma besonders nah und kann ganz in Ruhe die Insekten beobachten, die die Blüten besuchen.

An einem kleinen geschützten Platz wie einem Innenhof oder einer Laube kann der Duft besonders gut zur Wirkung kommen und die Luft mit einem intensiven Parfum erfüllen.
Übergänge markieren
Übergänge zwischen Gartenräumen betonen wir oft mit gleichen Obelisken zu beiden Seiten eines Weges oder mit einem Rosenbogen, der den Weg überspannt. Und wie bezaubernd ist es, beim Betreten eines Gartenzimmers durch ein solches Tor von einem angenehmen Duft begleitet zu werden?
Ich freue mich schon darauf, dass die öfterblühende Ramblerrose 'Guirlande d’Amour' unseren Rosenbogen vollständig erobert:

Winterliche Blüten platzieren
Die Plätze für winterliche Duftblüher solltet ihr besonders gut auswählen. Da man in den kalten Monaten wenig im Garten flaniert, ist ein guter Platz für winterblühende und -duftende Pflanzen am Weg zur Haustür oder nah an Wegen, wo ihr oft vorbeikommt und ein Näschen voll nehmen könnt.
Beim Duft-Schneeball (Viburnum bodnantense), der je nach Sorte von November bis April blüht, wird der Duft auf einer angenehmen Höhe gereicht.
Ganz wichtig ist es, daran zu denken, den Schneeball nicht im Herbst zusammen mit anderen Gehölzen zu schneiden. Dann würde man die Blütenanlagen mit entfernen, die schon früh im Gartenjahr angelegt werden. Ein leichter Schnitt kann direkt nach der Blüte durchgeführt werden, ist aber nicht erforderlich.

Abendliche und nächtliche Dufter
Die zweijährige bis kurzlebige Nachtviole (Hesperis matronalis) blüht von Mai bis Juli und duftet vor allem in den Abendstunden und nachts. Ihre violetten Blüten locken nachtaktive Falter an. Sie versamt sich reichlich. Schneidet man sie nach dem Verblühen zurück, wird die Samenbildung unterbunden und die Pflanze lebt mitunter etwas länger.

Sowohl der einjährige Ziertabak (Nicotiana alata) als auch der Berg-Tabak (Nicotiana sylvestris) duften in den Abendstunden. Die weißen Blüten des Berg-Tabaks leuchten darüber hinaus auch sehr schön in der Dämmerung.

Auch die Levkoje (Matthiola incana), die am Abend am kräftigsten nach Gewürzen duftet und die Nachtkerzen (Oenothera), die ihre Blüten am Abend öffnen, gehören zu denen, die uns die späten Stunden versüßen.
In der Sonne und im Halbschatten kann das Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium) Pergolen oder Bögen begrünen und mit seinen Blüten von Mai bis Juli die Abendluft beduften.

Gehölze für den Duftgarten
Die Orangenblume (Choisya ternata) ist immergrün und blüht von Mai bis Juni und noch einmal im Spätsommer. Die Art wird 80 bis 120 cm hoch und breit.

Die weißen Blüten duften- wer hätte das gedacht? – nach Orangen.

Der fruchtige Duft des Chinesischen Gewürzstrauchs (Calycanthus floridus) ist ebenfalls abends am intensivsten. Die Sorte 'Aphrodite' hat besonders hübsche weinrote Blüten:

Der Bauernjasmin oder Europäische Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) blüht im Mai und Juni weiß und kann mit seinem intensiven Parfum einen kleinen Garten vollständig füllen. Er gedeiht an sonnigen und halbschattigen Plätzen und wird 2-3 m hoch und 1,5 bis 3 m breit. Er ist völlig anspruchslos und pflegeleicht. Es gibt ihn mit gefüllten und ungefüllten Blüten, mit grünen, gelben und weiß panaschierten Blättern.

Der Lebkuchen- oder Katsurabaum (Cercidiphyllum japonicum) hat nicht nur schöne herzförmige Blätter, die sich vor dem Laubfall hübsch färben, sie duften im Herbst warm und süß. Bei trockenem warmen Wetter kann man den Baum manchmal auch schon im Sommer riechen.

Auch wenn Quitten (Cydonia oblonga) zum Reinbeißen aussehen, roh ist das harten Fruchtfleisch nicht zu genießen. Aber ein paar von ihnen in einer Schale ins Zimmer gestellt verströmen ein wunderbares Aroma. Da kommt ein gekauftes Potpourri kaum mit!

Der Japanische Papierstrauch (Edgeworthia chrysantha), aus dem das feine Japanpapier hergestellt wird, blüht in milden Wintern schon ab Februar und setzt die Blüte bis in den April hinein fort. Er wird 1-1,5 m hoch und bis etwa 1,20 m breit. Sein Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, der Boden humos, durchlässig und eher feucht. Der Duft ist würzig-süßlich. Der Wurzelbereich sollte gemulcht und im Winter zusätzlich z.B. mit Tannenreisig geschützt werden. Der Papierstrauch eignet sich auch für die Kultur im Topf. Dann sollte der Wurzelbereich jedoch besonders geschützt werden.
Hier wird er von wintergrünen Farnen und Lenzrosen untermalt. Ich finde dieses Bild ganz zauberhaft.

Die Blüten sind weiß und haben gelbe Spitzen. Bei der Sorte 'Red Dragon' sind sie rot:


Duftende Gräser
Was vielen nicht bekannt ist: es gibt auch duftende Gräser. Das Zitronengras (Cymbopogon citratus) hat Citrus- und Kampheraromen und eignet sich zum Aromatisieren von asiatischen Gerichten. Es muss frostfrei überwintert werden.
Das Tautropfengras (Sporobolus heterolepis) wächst horstig, blüht im August und September und seine Blütenschleier sollen erst nach Honig und später nach Koriander riechen. Es wird 40-70 cm hoch und 40-50 cm breit und mag einen sonnigen Platz.
Das heimische Wohlriechende Ruchgras (Anthoxanthum odoratum) und das ebenfalls heimische Mariengras (Hierochloe odorata) sollen beim Trocknen nach Waldmeister riechen. Ersteres versamt sich heftig, wo es sich wohl fühlt, lezteres erobert über Ausläufer größere Flächen. Deshalb muss es gut überlegt sein, ob man sie im eigenen Garten möchte.

Zwiespältige Dufterlebnisse
Düfte werden nicht von uns allen gleich wahrgenommen.
Etwas zu viel des Guten sind für mich die Duftstoffe des Berg-Knöterichs (Koenigia x fennica) 'Johanniswolke', der auch Stauden-Flieder genannt wird. Er ist eine tolle Staude für den Beethintergrund und kann im Sommer als temporärer Sichtschutz dienen. An einen Sitzplatz würde ich ihn jedoch nicht pflanzen, denn für mich riecht er etwas unangenehm nach Schweinestall. Da sind sich aber nicht alle Gartenliebhaber einig.

– Ob eine Pflanze für euch in Frage kommt, könnt ihr am besten zur Blütezeit herausfinden. Also im Zweifelsfall lieber erst in der Gärtnerei oder in einem anderen Garten schnuppern, bevor ihr sie kauft.
– Gefällt euch eine Staude oder ein Gehölz optisch, aber nicht vom Geruch her, könnt ihr überlegen, sie so zu pflanzen, dass er nicht in der Hauptwindrichtung an einen Sitzplatz getragen wird, wo ihr euch lange aufhaltet. Weiter abseits kann die Pflanze dennoch ihre Schönheit entfalten.
Auch bei den Hyazinthen, die oft im Winter vorgetrieben für die Wohnung angeboten werden, scheiden sich die Geister: die einen mögen das schwere Parfum, die anderen können es im Zimmer nicht ertragen und manch einer bekommt davon Kopfschmerzen. Im Garten dagegen ist es schwächer dosiert und eher angenehm.

Der Geruch der Narzisse 'Paperwhite' wird häufig als angenehm oder "herrlich süß" beworben. Ich hatte sie einmal im Haus und nie wieder, denn für mich riechen sie nach P*p*.

Aber ich will diesen Beitrag mit etwas beenden, das wohl für uns alle angenehm ist, dem Inbegriff des Blütenduftes: dem der Rosen. Wenn ich solche Blüten sehe, kann ich kaum anders als die Nase tief hinein zu stecken. Tief einatmen und Aaaah! … das geht bis unters Zwerchfell!

Wie immer freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen. Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, herzliche Grüße
eure Susanna




20 Kommentare
Liebe Susanna,
da musste ich jetzt schmunzeln, denn die Narzisse Paperwhite riecht für mich ganz genauso 😂
Duftgarten, das ist ja genau mein Thema, und da kannst du mir vielleicht helfen. Unser Garten beginnt zu duften mit der Winterheckenkirsche, dann kommen die Hyazinthen, gefolgt von Bridal Crown, dann Flieder und Maiglöckchen, dann Bartiris, dann Rosen und Clematis, dann Phlox, und dann kommt bei mir das Sommerloch. Natürlich hab ich jede Menge Kräuter, die duften, aber keine Blüten mehr. Astern duften ja nicht. Fällt dir da noch was ein? Das wär toll.
Ganz lieben Dank für den schönen Artikel, und ein schönes Wochenende, ganz liebe Grüße, eva
Guten Morgen liebe Eva,
da hast du tolle "dufte" Pflanzen bis zum Sommer und dann werden es tatsächlich weniger. Indianernesseln duften bis September, Lavendel und andere Stauden mit aromatischem Laub geben ihr Aroma beim Streicheln bis in den Herbst hinein ab, öfterblühende Rosen begleiten uns bis zum Frost. Die Rispenblütige Waldrebe (Clematis terniflora) soll von August bis Oktober duften (damit habe ich allerdings keine Erfahrung) und Silberkerzen je nach Art bis Oktober. Die Schokoladenblume (Cosmos atrosanguineus) ist leider nicht zuverlässig winterhart, duftet aber auch bis Oktober. Vielleicht ist da noch etwas für dich dabei?
Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
Susanna
guten Morgen liebe Susanna,
oh ja Düfte, manchmal sehr unterschätzt.
Beim Durchlesen Deines Beitrags habe ich festgestellt, dass fast alles was Du vorstellst in unserem Garten vorkommt.
Eigentlich fehlt nur der Lebkuchenbaum und duftende Gräser (Zitronenduft, aber dafür haben wir Zitronenmelisse und Zitronenverbene).
Wir hatten in den letzten Tagen bei dem warmen schönen Wetter viele Garten-Dufterlebnisse und das war beim Arbeiten im Garten eine tolle Begleitung,
Wir haben einen großen Zierapfelbaum der duftet ganz stark nach Orangenblüten, unbeschreiblich, man kommt sich vor wie im Süden.
Und Flieder, den haben wir an vielen Stellen, der ganze Garten duftet momentan danach, ganz besonders stark duftet ein gefüllter weißer Flieder und ein hellrosa Flieder "Schöne von Moskau".
Dazu gibt es viele Kübel mit Goldlack (die übewintere ich immer im kalten Teehaus), mit einem starken Veilchenduft.
Und viele Narzissen und Hyanzinthen.
Die erste Rose blüht schon (Augusta Luise) und die Nachtviolen werden bald blühen, die stark duftenden Ramblerrosen kommen danach.
Im Sommer haben wir viele duftende Garten- und Kübelpflanzen, den Bergtabak (der sich aussamt und an unerwarteten Stellen auftaucht, sich auch sehr gut verpflanzen lässt), Wunderblumen (Mirabilis Jalapa), Zitronen, Orangen, Engelstrompeten – ich kann gar nicht alles aufzählen, es gibt ständig Duft-Nachschub.
Vieles davon duftet nur nachts, so dass die warmen Sommerabende mit Duft erfüllt sind.
Ich habe schon als Kind den Duft von Löwenmäulchen und Petunien und Tomatenpflanzen geliebt, wenn man die Pflanzen anfasst und dann an den Händen riecht.
Seit dieser Woche blüht bei uns im Haus ein Blattkaktus (Frühlingsgold) – die Blüten haben so einen starken durchdringenden Lilienduft, der einen nahezu erschlägt, dass ich die Pflanze jetzt ins Freie bringen werde.
Von den großen Berg-Knöterichen haben wir zwei.
Tolle imposante Pflanzen, etwas bruchgefährdet. Und ich stimme Dir absolut zu: ihr Blütenduft, da kann man schon sagen: sehr gewöhnungsbedürftig, unangenehm.
Nicht mein Fall 🙂
Düfte haben das Potential gute Laune zu erzeugen, Erinnerungen wachzurufen, oder wenn man einen Duft nicht mag, einen zu stören oder zu ärgern 🙂
Auf jeden Fall sind sie von der Bedeutung her mindestens ebenbürdig mit Farben und Formen.
Vielleicht sind Düfte sogar wichtiger, sie wirken sehr oft, ohne in’s Bewusstsein zu dringen.
Viele liebe Grüße Bernd
Ich bin etwas im Stress mit dem Kübelpflanzen ausräumen,
überwinterte Seerosen müssen in die Zinkwannen, Pflanzen müssen zurückgeschnitten oder umgetopft oder ausgeputzt werden.
Dann hatte ich die Idee, die verschiedenen Salvia Greggii/Jamensis/Microphylla auf dem hellen Dachboden zu überwintern, dort sind sie im Winter weitergewachsen und nun muss ich sie alle runtertragen 🙁
Dazu steht noch Einiges vom Großmarkt zum Einsetzen rum, und vom Giersch müssen zumindest die Blätter weg, damit Phlox und winterharte Fuchsien überhaupt austreiben können.
Jeden Tag ein Stück 🙂
Euer Garten klingt nach einem wahren Duftparadies, lieber Bernd! Wie schön, darin zu arbeiten und zu genießen. Wenn ich deine Kommentare lese, frage ich mich, wie groß er wohl ist. Du schreibst von solch einer Vielfalt. Und dann all die Kübel … ein Fitnesstudio brauchst du sicher nicht.
Ich wünsche dir viel Vorfreude beim Aufstellen der Töpfe an ihren Plätzen im Garten, dann geht es vielleicht leichter von der Hand.
Herzliche Grüße
Susanna
liebe Susanna,
wir haben fast 5.000 m2 Garten, sehr viele große Bäume und waldähnliche Ecken, der Nachbar hat 4.000 m2 und wir haben keinen Zaun, das ist fast schon parkartig.
Jetzt habe ich tatsächlich meine Lieblingsduftpflanze vergessen (das wäre vielleicht auch was für Eva) , der japanische Losbaum (Clerodendrum trichotomum), ein kleiner Baum oder Strauch, deshalb auch für kleinere Gärten geeignet,
er braucht ein paar Jahre bis er blüht,
der kleine Baum schmückt sich im Sommer mit tausenden von weißen Blüten, und duftet sehr stark, jasminartig,
ich finde den Duft, nein es sind Duftwolken, super.
Im Herbst bekommt er viele viele dunkelblaue Beeren, jeweils umgeben von einem weinroten Kranz,
die wiederum von der Ferne aus betrachtet wie Blüten aussehen.
Dieser Clerodendrum ist bei uns hier vollkommen winterhart und unbedingt empfehlenswert.
Zusammen 9000 qm, das ist ja wunderbar! Wie man sich da austoben kann, wenn es um Arten und Sorten geht. Danke für den Tipp mit dem Losbaum, ich gebe ihn gerne an Eva weiter. Ich hatte für sie vor allem an Stauden gedacht.
Gruß,
Susanna
Hallo, Susanna und natürlich vielen Dank für den duftigen Start in den Freitag,
letzte Woche habe ich erst sehr spät deinen Artikel gelesen. Gleich zum Einlass um 9 Uhr zum Gartenfest Dalheim gefahren – und da war es schon sehr voll. Kurze Zeit später dann überfüllt.
Durch eine Hyperreagibilität sind Gerüche oft ein Reizthema für mich. Leider findet auch keine olfaktorische Gewöhnung statt.
Stark parfümierte Kollegen und Kolleginnen, kulturelle Veranstaltungen mit engen Sitzreihen – alles kann zur Herauforderung werden.
Im Garten sind die natürlichen Düfte aber meist völlig okay und selbst die Schafsköttel auf der Streuobstwiese kein Problem.
An manchem Gewächs muss ich auch einfach kurz schnüffeln, um danach glücklich und kräftig zu niesen. So wie man die Finger nicht von der Schokolade lassen kann. Meine Spatzen pflücken auch schon wieder fleißig Lavendelblättchen für die Nester.
Dass Dichternarzissen herrlich duften, erwartet man ja – aber sie werden bei mir jährlich von den entzückenden kleinen Sonnenscheiben der spätblühenden Narzisse "Sundisc" geschlagen.
Wenn ich jetzt noch einmal das Foto der "Aphrodite" bei dir sehe, ärgere ich mich auch wieder ein kleines bisschen, dass ich vor Jahren den normalen Gewürzstrauch mit bräunlichen Blüten gepflanzt habe. Ist aber mächtig groß und eingewachsen – wird also so genommen und geschätzt wie er ist. Und auch wieder Bilder vom Japanischen Papierstrauch. Ich weiß noch, dass ich schon bei den ersten Fotos schockverliebt in "Red Dragon" war. Aber zu empfindlich, fürchte ich.
In mein letztes Inselbeet ist jetzt Fothergilla eingezogen. Ein Abenteuer. Ich wollte ja unbedingt "Legend of the Small" haben, aber dafür hätte ich den Rest des Gartens aufgeben und den Kontinent wechseln müssen. Wird wohl noch sehr lange nichts mit der Markteinführung hier. Auch die kleineren Sorten "Suzanne" und "Blue Mist" ließen sich in diesem Frühjahr nicht beschaffen, und ich wollte nicht noch länger warten. Loch war ja auch schon im Rasen. Also habe ich mir immer wieder deine wunderbaren Fotos von "Blue Shadow" angeschaut und schließlich kapituliert. Wenn er trotz langsamem Wuchs zu groß wird und den verwitterten, lässig unterm Zierapfelbaum liegenden Siddhartha verdeckt, wird er halt doch ein bisschen frisiert. Jetzt passt er jedenfalls perfekt und wurde gleich nach Pflanzung ins Herz geschlossen. Alle Beete sahen so wunderschön und vielversprechend aus – dann hat der Starkregen mal wieder getrommelt. Resilienz übt man halt auch im Garten.
Ein schönes grünes Wochenende – für kräftigen Zuwachs hat der Regen ja auch gesorgt
Sabine
Hallo Sabine,
Dalheim haben wir dieses Mal nicht besucht, zu der Zeit waren wir in Rom im Boboli Garten. Ich habe meine drei Mitreisenden durchs italienische Grün geschleift …
In Sachen Parfüm und kräftigen Rasierwasserwolken bin ich auch empfindlich, aber im Garten müssen duftende Blüher auf jeden Fall sein.
Ich hoffe, du siehst nicht irgendwann einen kleineren Federbuschstrauch bei mir und bereust die Pflanzung von 'Blue Mist'. Nein, das wirst du sicher nicht – ich wünsche dir viel Freude an dieser Neuerwerbung. 'Legends of the Small' ist ein hübscher Kleiner! Der würdec mir auch gefallen.
Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
Susanna
Guten Morgen, Susanna,
da freue ich mich ja schon sehr auf den nächsten Reisebericht! 🤗
“Blue Shadow“ habe ich gepflanzt. Der hat ja auch die bessere Herbstfärbung. “Blue Mist“ wäre aber halt kleiner geblieben – daher die Überlegung zunächst auch in diese Richtung.
Lieben Gruß
Sabine
Ich schau mal, was unsere Fotos hergeben … Ich habe verstanden, dass du 'Blue Shadow' meintest, hab' mich nur verschrieben.🤷♀️
Lieben Gruß
Susanna
Liebe Susanna,
ich habe mich über deinen Blog zu den Duftpflanzen gefreut. Ich liebe auch die unterschiedlichen Düfte. Das war schon beim Phlox so, den meine Oma im Garten hatte. Jetzt habe ich auch viele Duftpflanzen und auf der Terrasse noch viele Duftblattpelargonien. Meine liebste ist: "Marbel Grey", ein ganz klarer Zitronenduft.
Liebe Grüße
Waltraud
Liebe Waltraud,
wie schön, dass ich dir mit dem Beitrag eine Freude machen konnte. Solche Erinnerungen an Gärten unserer Kindheit haben wohl viele von uns. Bei mir ist es eben Omas Flieder. Duft-Pelargonien finde ich toll. Es gibt so eine Vielfalt. Hätte ich mehr Platz und Freude am Ein- und Ausräumen, könnten sie mich zum Sammeln verleiten.
Vielleicht sehen wir uns auf der GdS-Jahrestagung in Münster? Ich würde mich freuen.
Liebe Grüße
Susanna
Hallo liebe Susanna,
Flieder habe ich hier bei mir im Garten gleich 4 x, lila, weiß, Herbst und Zwerg … ich liebe Flieder und genieße diesen Duft. Wobei ich bei Hyazinthen Reißaus nehme und bei mir im Garten werden sie nichts, bis auf die kleineren die blühen. Den Pfeifenstrauch habe ich auch im Garten aber der Duft ist mir noch nicht so aufgefallen, ich werde mal schnuppern wenn er blüht!
Nun sende ich Dir ganz liebe Grüße und wünsche ein schönes Wochenende
Kirsi
Einen Garten ohne Flieder kann ich mir kaum vorstellen, liebe Kirsi. Wie schön, dass du gleich so viel davon hast.
Am Pfeifenstrauch musst du wirklich mal riechen. Unserer verströmte einen tollen Duft, den man schon von Weitem wahrnehmen konnte. Leider ist er dem Schatten einer Eiche hinter dem Garten zum Opfer gefallen. Ich vermisse sein Parfum im Frühsommer.
Liebe Grüße
Susanna
Liebe Susanna,
Duft kann man gar nicht genug im Garten haben, auch wenn es manchmal fast zu viel auf einmal ist. Hier bekämpfen sich gerade die Düfte vom Flieder, der strenge Geruch der Ebereschen und der Duft von Weißdorn. Vom nahen Feld weht noch das süße Aroma von Raps herüber. Im Frühling machen sich besonders die vielen Duftveilchen bemerkbar, die bei uns sogar am Straßenrand wachsen.
Auf den Duft unserer Linden freue ich mich immer besonders. Wenn hier die alten Rosen blühen, kann man unseren Garten manchmal schon von weitem riechen. Phlox hat sich Gott sei Dank auch wieder erholt , der abendliche Duft erinnert mich immer an meine Kindheit.
Vieles von dem, was du beschreibst, findet sich auch in unserem Garten, von duftendem Gras habe ich allerdings noch nie gehört.
Bei uns hat es endlich auch mal geregnet, das war Rettung in letzter Not.
Liebe Grüße
Inge
Die Düfte im Frühling sind wunderbar, liebe Inge. Sie verkünden, dass die neue Saison jetzt so richtig in Fahrt kommt und ich mag das sehr. Zu viel sollte es allerdings nicht sein, das kann einen schon mal überwältigen. Wie schön, dass ihr auch Regen bekommen habt. Er macht alles wieder frisch nach all dem Blütenstaub von Raps und Co und die Pflanzen brauchten ihn auch hier dringend.
Herzliche Grüße
Susanna
Deinen Beitrag habe ich wieder sehr gerne gelesen, liebe Susanna. Herzliche Vorstellungen über den Bereich "Duft im Garten". Allein der Duft nach Regen im Garten, wenn der Rasen frisch gemäht ist … ich habe für mich direkt an der Terrasse ein Fliederbäumchen, dessen Duft ich so genieße. Als nächstes freue ich mich schon auf die Rose Minerva. Ohne Duft im Garten geht es nicht. Liebe Grüße an Dich und hab ein schönes Wochenende, Barbara
Frisch gemähtes Gras rieche ich auch sehr gerne, liebe Barbara. Der Flieder ist leider bald verblüht, aber die Rosenblüte haben wir dann für länger. Jetzt würde ich gerne mal an deiner 'Minerva' schnuppern.
Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag
Susanna
Hallo Susanna,
mein liebster Dufter in meinem Garten ist das Wald-Geißblatt, das verströmt seinen Duft richtig.
Quitten liebe ich auch als Raumparfum.
Viele liebe Grüße
Elke
Hallo Elke,
mit dem Geißblatt verbinde ich Erinnerungen. Meine Großeltern, die weiter entfernt in der Stadt wohnten, hatten in meiner Kindheit eine Laube, die mit Lonicera bewachsen war. Der Duft war angenehm und der Freisitz beeindruckte mich als Landkind sehr; so etwas gab es bei uns nicht.
Liebe Grüße
Susanna